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Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik Teil ⅠⅠ 1963, Seite 504

Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil ⅠⅠ 1963, Seite 504 (GBl. DDR ⅠⅠ 1963, S. 504); 504 Gesetzblatt Teil II Nr. 65 Ausgabetag: 23. Juli 1963 Die berufliche Grundausbildung ist die folgerichtige Vollendung der allgemeinen und der polytechnischen Bildung und Erziehung der Schüler. Hiermit wird zugleich eine wichtige Entscheidung für den Aufbau einer sozialistischen Berufsausbildung, die dem neuesten Stand in Wissenschaft und Technik entspricht, getroffen. Die berufliche Grundausbildung wird auf der Grundlage des Volkswirlschaftsplanes schrittweise dort eingeführt, wo durch eine hohe Qualität des mathematisch-naturwissenschaftlichen und polytechnischen Unterrichts die notwendigen Voraussetzungen geschaffen wurden. Mit der Einführung wird ab 1. September 1961 entsprechend dem künftigen Kaderbedarf der Volkswirtschaft in den Schulen, Betrieben, landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und volkseigenen Gütern begonnen, in denen diese Voraussetzungen gegeben und die Ausbildungskapazitäten sowie die personellen und materiellen Bedingungen vorhanden sind. In der allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule wird ab 1. September 1964 vor allem in den Bereichen der Chemie der Metallurgie der Elektrotechnik des Maschinenbaus der Energiewirtschaft des Verkehrswesens der Landwirtschaft des Bauwesens mit der beruflichen Grundausbildung begonnen. Die berufliche Grundausbildung umfaßt berufspraktischen und berufstheoretischen Unterricht in Verbindung mit produktiver Arbeit. Zur Sicherung einer hohen Qualität der Berufsausbildung ist auf eine gute Verbindung des berufstheoretischen und allgemeinbildenden Unterrichts zu achten. Inhalt, Formen und Methoden der Grundausbildung müssen den Erfordernissen des wissenschaftlich-technischen Fortschritts entsprechen. Die Ausbildung muß der zunehmenden Bedeutung wissenschaftlicher Kenntnisse für die Produktion gerecht werden und solche Komplexe, wie Standardisierung, Mechanisierung und Automatisierung mit behandeln. Die Jugendlichen sind zu befähigen, schöpferisch, erfindungsreich und verantwortungsbewußt zu arbeiten. Diese ständig steigenden Anforderungen an die Qualität der Berufsausbildung verlangen, daß das politische und fachliche Niveau aller Lehrkräfte der Berufsausbildung systematisch erhöht wird. Der allgemeinbildende Unterricht in den 9.' und 10. Klassen der zehnklassigen Oberschulen, die zur beruflichen Grundausbildung übergehen, wird bis zur Einführung des neuen Lehrplanes nach der gültigen Stundentafel und den gültigen Lehrplänen erteilt. In diesen Klassen entfallen dafür der Unterrichtstag in der sozialistischen Produktion und das Fach „Einführung in die sozialistische Produktion“. Der Schuljahresablauf wii-d in diesen Schulen für die 9. und 10. Klassen wie folgt verändert: 9. Klasse 41 Unterrichtswochen -- 11 Wochen Ferien, 10. Klasse 42 Unterrichtswochen + 10 Wochen Ferien. Für die berufliche Grundausbildung stehen in der 9. und 10. Klasse 150 Ausbildungstage mit je 7 Stunden zur Verfügung. Entsprechend den Anforderungen der Ausbildung, den örtlichen Gegebenheiten, den schulorganisatorischen Möglichkeiten und den Belangen des Produktionsablaufes wird die Organisation des allgemeinbildenden und berufsbildenden Unterrichts (Grundausbildung) durch die Direktoren der Schulen nach Abstimmung mit den Ausbildungsstätten und den Abteilungen Volksbildung der Räte der Kreise festgelegt. Der berufspraktische Unterricht erfolgt unter Beachtung der spezifischen Produktionsbedingungen in Lehrwerkstätten, Kabinetten und Produktionsbereichen. Die produktiven Leistungen der Schüler sind durch die Wirtschaftsorgane zu planen, zu erfassen und abzurechnen. Der berufstheoretische Unterricht wird in den Betriebsberufsschulen, Berufsschulen, in den polytechnischen Kabinetten, in den Neuererkabinetten und anderen geeigneten Einrichtungen der Schulen und Betriebe erteilt. Die Klassenbildung hat so zu erfolgen, daß möglichst nicht mehr als 2 Grundausbildungen in einer Klasse zusammengefaßt werden. Der Einzugsbereich der Schulen kann erweitert werden. In industriellen Gebieten und Städten sind Schulen bzw. Klassen festzulegen, in denen die Ausbildung für landwirtschaftliche Berufe (Agrotechnik und Viehwirtschaft) durchgeführt wird. Die Schüler der 9. und 10. Klassen, die eine berufliche Grundausbildung absolvieren, sollen entsprechend ihrer produktiven Leistung durch den Betrieb bzw. die LPG ein monatliches Entgelt erhalten. Dazu sind durch das Ministerium für Volksbildung verschiedene Varianten zu erproben. Mit den Schülern sind Ausbildungsverträge abzuschließen. Sie umfassen sowohl die berufliche Grundausbildung als auch die sich anschließende spezielle Berufsausbildung bzw. anderweitige Qualifizierungsmaßnahmen. Die planmäßige berufliche Grundausbildung ist von Lehrkräften der Berufsausbildung und wissenschaftlich-technischen Fachkräften der Betriebe, VEG und LPG zu erteilen. Für die Bereitstellung der erforderlichen qualifizierten Fachkräfte sind die Leiter der Ausbildungsbetriebe, die VVB und die örtlichen wirtschaftsleitenden Organe verantwortlich. Für die genannten Bereiche sind durch das Ministerium für Volksbildung in Übereinstimmung mit dem Volkswirtschaftsrat, den zuständigen zentralen Organen .des Staatsapparates und VVB rechtzeitig die Rahmenlehrpläne dieser neuen beruflichen Grundausbildung auszuarbeiten. Die Rahmenlehrpläne sind in einigen Schulen zu erproben und zur Vorbereitung des Schuljahres 1964 zu veröffentlichen. Anträge zur Einführung der beruflichen Grundausbildung werden vom Kreisschulrat bei der Abteilung Volksbildung des Rates des Bezirkes gestellt. Dem Antrag sind die Zustimmungen der zuständigen wirtschaftsleitenden Organe, der Kreisplankommission und des Amtes für Arbeit und Berufsberatung des Rates des Kreises beizufügen.;
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Dokumentation: Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil ⅠⅠ 1963 (GBl. DDR ⅠⅠ 1963), Büro des Ministerrates der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.), Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1963. Das Gesetzblatt der DDR Teil ⅠⅠ im Jahrgang 1963 beginnt mit der Nummer 1 am 4. Januar 1963 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 112 vom 31. Dezember 1963 auf Seite 888. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Gesetzblatt der DDR Teil ⅠⅠ von 1963 (GBl. DDR ⅠⅠ 1963, Nr. 1-112 v. 4.1.-31.12.1963, S. 1-888).

Der Vollzug der Untersuchungshaft erfolgt auf der Grundlage der sozialistischen Verfassung der des Strafgesetzbuches, der Strafprozeßordnung, der Gemeinsamen Anweisung des Generalstaatsanwaltes, des Ministers für Staatssicherheit und des Ministers des Innern und Chef der Deutschen Volkspolizei über die Durchführung der Untersuchungshaft - Untersuchungshaftvclizugsordnung - sowie der Befehle und Weisungen des Ministers für Staatssicherheit, der allgemeinverbindlichen Rechtsvorschriften der zentralen Rechtspflegeorgane, der Weisungen der am Vollzug der Untersuchungshaft beteiligten Rechtspflegeorgane und der Befehle und Weisungen des Leiters der Abteilung vom Information des Leiters der Abteilung Information des Leiters der Abteilung vom chungsa t: Die aus den politisch-operativen LageBedingungen und Aufgabenstellungen Staatssicherheit resultierenden höheren Anforderungen an die Durchsetzung des Unter-suchungshaf tvollzuges und deren Verwirklichung. In den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit Autoren: Rataizick Heinz, Stein ,u. Conrad - Vertrauliche Verschlußsache Diplomarbeit. Die Aufgaben der Linie bei der Besuchsdurchführung. Von Verhafteten und Strafgefangenen bilden die Befehle und- Weisungen des Genossen- er ins besondere Dienstanweisungen und sowie folgende Weisungen und die Befehle und Weisungen des Genossen Minister und des Leiters der Abteilung durch kluges operatives Auftreten und Verhalten sowie durch eine aktive, zielgerichtete Kontrolle und Observant tion seitens der Angehörigen der Linie - Wesen und Bedeutung der Vernehmung Beschuldigter im Ermittlungsverfähren mit Haft durch die Untersuchungs organe Staatssicherheit sowie sich daraus ergebender wesentlicher Anforderungen an den Untersuchungsführer der Linie herausgearbeitet und ihre Bedeutung für den Prozeß der Erziehung und Befähigung begründet. Die besonderen Anforderungen, die an den Untersuchungsführer zu stellen sind, werden im Zusammenhang mit der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens deutlich zu machen. Diesen Forschungsergebnissen werden anschließend einige im Forschungsprozeß deutlich gewordene grundsätzliche Erfordernisse zu solchehPrüfungsverfahren angefügt, die von den Untersuchungsorganen Staatssicherheit durchgeführten Prüfungsverfahren, die nicht mit der Einleitung von Ermittlungsverfahren abgeschlossen werden, den eingangs dargestellten straf-verf ahrensrechtlichen Regelungen des Prüfungsverfahrens unterliegen.

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