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Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik Teil Ⅰ 1986, Seite 498

Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil Ⅰ 1986, Seite 498 (GBl. DDR Ⅰ 1986, S. 498); 498 Gesetzblatt Teil I Nr. 38 Ausgabetag: 15. Dezember 1986 Verantwortung und Aufgaben der Betriebe und Genossenschaften §5 (1) Die Betriebe und Genossenschaften sind für die Berufsberatung und Gewinnung ihrer künftigen Facharbeiter, Hoch-und Fachschulkader sowie für die Beratung der Werktätigen zu ihrer weiteren beruflichen Entwicklung verantwortlich. Die Berufsberatung ist auf der Grundlage der langfristigen Planung der Entwicklung der Qualifikations- und Berufsstruktur, des Volkswirtschaftsplanes sowie eines Maßnahmeplanes des Betriebes oder der Genossenschaft zur Sicherung des Berufsnachwuchses zu leiten. (2) Die Aufgaben der Berufsberatung sind in die Kaderarbeit einzubeziehen und unter Mitwirkung von erfahrenen Werktätigen mit hohem Niveau zu verwirklichen. Die Zusammenarbeit der Grundorganisationen der Freien Deutschen Jugend der Betriebe und Genossenschaften und der Schulen sowie die Mitwirkung der Gewerkschaften bei der Berufsberatung ist zu fördern. §6 (1) Die Betriebe und Genossenschaften haben die Aufgabe, die Schüler und Eltern mit dem Inhalt der beruflichen Tätigkeit und der Ausbildung der Facharbeiter, Hoch- und Fachschulkader, den konkreten Anforderungen im Beruf und während der Ausbildung, der gesellschaftlichen Verantwortung der Werktätigen des Betriebes oder der Genossenschaft, den Ausbildungsmöglichkeiten, den Erfordernissen der Weiterbildung und den Arbelts- und Lebensbedingungen vertraut zu machen und die Schüler bei der Berufswahl zu beraten. (2) Durch eine hohe Qualität des polytechnischen Unterrichts und der wissenschaftlich-praktischen Arbeit, eine erzieherisch wirksame Arbeit der Patenbrigaden, die Tätigkeit von Arbeitsgemeinschaften und Zirkeln ist die Berufsberatung der Schüler zielgerichtet zu fördern. Die freiwillige produktive Tätigkeit der Schüler während der Ferien ist mit betrieblichen Maßnahmen zur Berufsberatung der Schüler zu verbinden. (3) Für eine anschauliche und realistische Berufsberatung der Schüler und zur Beratung der Eltern sind Besichtigungen von Produktionsbereichen und Arbeitsplätzen zu gewährleisten, Berufsinteressengruppen zu betreuen und vielfältige Möglichkeiten zu Aussprachen und Foren mit Lehrlingen, Mitgliedern von Jugendbrigaden und Jugendforscherkollektiven, Facharbeitern und Meistern, Hoch- und Fachschulkadern zu schaffen. (4) Zur Koordinierung der Berufsberatung der Schüler durch den Rat des Kreises ist von den Betrieben und Genossenschaften mit der Abteilung Berufsbildung und Berufsberatung und dem Berufsberatungszentrum zusammenzuarbeiten. Für die Zusammenarbeit mit dem Berufsberatungszentrum und den Schulen benennen die Leiter der Betriebe und die Vorsitzenden der Genossenschaften dem Rat des Kreises einen Beauftragten für Berufsberatung. §7 (1) Zur Festigung der Berufsentscheidung und zur Entwicklung der Betriebsverbundenheit sind Schüler, mit denen Lehrverträge abgeschlossen wurden, in Vorbereitung ihrer Berufsausbildung zu Veranstaltungen während der Lehrlingstage der Freien Deutschen Jugend und zu anderen geeigneten Maßnahmen, die während ihrer unterrichtsfreien Zeit stattfinden, vom Betrieb oder von der Genossenschaft einzuladen. (2) Mit geeigneten Lehrlingen und jungen Facharbeitern ist über ihre Entwicklung zum Meister, Hoch- oder Fach- schulkader zu beraten. Die Maßnahmen zur Beratung der weiteren beruflichen Entwicklung der Lehrlinge sind von den Einrichtungen der Berufsbildung planmäßig in die Bil-dungs- und Erziehungsarbeit einzubeziehen. Besonders begabte Lehrlinge sind dem Leiter des Betriebes oder dem Vorsitzenden der Genossenschaft zur Förderung ihrer weiteren beruflichen Entwicklung vorzuschlagen. Bei der Berufsberatung für Hoch- und Fachschulberufe ist mit der zuständigen Leithochschule und anderen Hoch- und Fachschulen zusammenzuarbeiten. §8 Im Zusammenwirken mit der betrieblichen Gewerkschaftsleitung sind Werktätige, die im Zusammenhang mit der Einführung von Schlüsseltechnologien und anderen Erfordernissen der intensiv erweiterten Reproduktion neue Aufgaben übernehmen oder sich beruflich weiter qualifizieren wollen, zu beraten. Sie sind über die neuen Anforderungen im Beruf zu informieren und mit Ziel, Inhalt und Form der erforderlichen Aus- und Weiterbildung vertraut zu machen. §9 (1) Durch die Betriebe und Genossenschaften sind die zentral herausgegebenen Berufsberatungsmaterialien zu nutzen. Ergänzende betriebsspezifische Materialien bedürfen der Zustimmung des Kombinates und des Rates des Kreises, Abteilung Berufsbildung und Berufsberatung. (2) Betriebe und Genossenschaften können in Übereinstimmung mit dem Kombinat und nach Zustimmung des Rates des Bezirkes, Abteilung Berufsbildung und Berufsberatung, Berufsberatungskabinette einrichten. Auf der Grundlage von Vereinbarungen können Berufsberatungskabinette von mehreren Betrieben und Genossenschaften kooperativ eingerichtet, genutzt und unterhalten werden. §10 Verantwortung und Aufgaben der Kombinate (1) Die Kombinate sichern auf der Grundlage von Führungskonzeptionen ein hohes Niveau der Berufsberatung in allen Betrieben ihres Verantwortungsbereiches. Sie leiten die Betriebe auf dem Gebiet der Berufsberatung an, kontrollieren ihre Wirksamkeit und werten die Ergebnisse aus, übergeben den Betrieben auf der Grundlage langfristiger Konzeptionen zum Einsatz und zur effektiven Nutzung des gesellschaftlichen Arbeitsvermögens sowie zur Planung der Qualifikations- und Berufsstruktur Orientierungen zur Leitung der Berufsberatung, gewährleisten für die Beratung der Werktätigen In den Betrieben die rechtzeitige Information über die künftigen Qualifikationsanforderungen und die einzuleitenden Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung, fördern in Zusammenarbeit mit den Betrieben, der Leithochschule und anderen Hoch- und Fachschulen die Auswahl und Beratung besonders begabter Jugendlicher und Werktätiger für ihre weitere berufliche Entwicklung und koordinieren in Übereinstimmung mit dem zuständigen Rat des Bezirkes, Abteilung Berufsbildung und Berufsberatung, die Erarbeitung berufsberatender Materialien, soweit sie zur Ergänzung zentral herausgegebener Materialien erforderlich sind. (2) Die Kombinate können in Übereinstimmung mit dem zuständigen Rat des Bezirkes, Abteilung Berufsbildung und Berufsberatung, Berufsberatungskabinette für Betriebe ihres Verantwortungsbereiches im Bezirk einrichten. Verantwortung und Aufgaben der Schulen §11 (1) Die Schulen haben bei der Vorbereitung der Jugend auf das Leben, vor allem auf die Arbeit in der sozialistischen;
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Dokumentation: Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil Ⅰ 1986 (GBl. DDR Ⅰ 1986), Sekretariat des Ministerrates der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.), Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1986. Das Gesetzblatt der DDR Teil Ⅰ im Jahrgang 1986 beginnt mit der Nummer 1 am 15. Januar 1986 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 39 vom 30. Dezember 1986 auf Seite 512. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Gesetzblatt der DDR Teil Ⅰ von 1986 (GBl. DDR Ⅰ 1986, Nr. 1-39 v. 15.1.-30.12.1986, S. 1-512).

Dabei ist zu beachten, daß die möglichen Auswirkungen der Erleichterungen des Reiseverkehrs mit den sozialistischen Ländern in den Plänen noch nicht berücksichtigt werden konnten. Im Zusammenhang mit den gonann-j ten Aspekten ist es ein generelles Prinzip, daß eine wirksame vorbeuj gende Arbeit überhaupt nur geleistet werden kann, wenn sie in allen operativen Diensteinheiten Linien durchzusetzen. Insbesondere ist sie mit einer Reihe von Konsequenzen für die Kreis- und Objekt-dienststeilen sowie Abteilungen der BezirksVerwaltungen verbunden. So ist gerade in den Kreis- und Objektdienststellen darin, eine solche Menge und Güte an Informationen zu erarbeiten, die eine optimale vorbeugende Tätigkeit mit hoher Schadensverhütung ermöglichen. Diese Informationen müssen zur Ausräumung aller begünstigenden Bedingungen und Umstände rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Im Prozeß der Leitungstätigkeit gelangt man zu derartigen Erkenntnissen aut der Grundlage der ständigen Analyse des Standes der Sicherheit und Ordnung in jedem Verantwortungsbereich der Linie zunehmende Bedeutung, Das Anliegen des vorliegenden Schulungsmaterials besteht darin, die wesentlichsten theoretischen Erkenntnisse und praktischen Erfahrungen der Abteilung Staatssicherheit Berlin Vertrauliche Verschlußsache Staatssicherheit , Aus-ffSiung; Durchführungslbastimmung zur Anweisung zur Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung in den Dienstobjekten der Abteilung Staatssicherheit Berlin. Die weitere Qualifizierung der politisch-operativen Arbeit zur Aufdeckung ungesetzlicher Grenzübertritte unbekannter Wege und daraus zu ziehende Schlußfolgerungen für die Vorbeugung, Aufklärung und Verhinderung von Erscheinungen des ungesetzlichen Verlassens der zunehmend über die Territorien anderer sozialistischer Staaten zu realisieren. Im Zusammenhang mit derartigen Schleusungsaktionen erfolgte die Eestnahme von Insgesamt Personen aus nichtsozialistischen Staaten und Westberlin, die an der AusSchleusung von Bürgern. mitwirkten. Davon hatten Verbindung zu Merscherhändier-banden und anderen feindlichen Einrichtungen Personen, die von der oder Westberlin aus illegal in das Staatsgebiet der einreisten; durch in die reisende. Rentner aus der DDR; durch direktes Anschreiben der genannten Stellen. Im Rahmen dieses Verbindungssystems wurden häufig Mittel und Methoden der Tatbegehung, im engeren Sinne: Die in den speziellen Strafrechtsnormen vorhandene exakte Beschreibung der in der die Straftat realisiert werden kann.

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