Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik Teil Ⅰ 1983, Seite 86

Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil Ⅰ 1983, Seite 86 (GBl. DDR Ⅰ 1983, S. 86); 86 Gesetzblatt Teil I Nr. 8 Ausgabetag: 21. März 1983 festgelegte Preiszuschlag auf volle 0,05 M/ME aufgerundet werden. (3) Sind für die Güteklasse B keine gesonderten Erzeugerpreise festgelegt, so sind diese durch einen Preisabschlag in Höhe von 30% vom Erzeugerpreis der Güteklasse A zu errechnen. Eür die Güteklasse C sind, soweit keine gesonderten Erzeugerpreise festgesetzt werden, die Erzeugerpreise durch einen Preisabschlag von mindestens 50% vom Erzeugerpreis der Güteklasse A zu errechnen. §5 Preisstellung und Gütebestimmung Die Erzeugerpreise gelten frei Abnahmestelle des Aufkaufbetriebes und für Erzeugnisse, die der Güteklasse des verbindlichen Standards entsprechen. §6 Sonstige Bestimmungen (1) Entsprechend den konkreten Aufkommens- und Versorgungsbedingungen können bei der operativen Preisbildung für einzelne Kulturen bzw. für bestimmte Preiszeiträume die in der Anlage 1 enthaltenen Erzeugerpreise durch den Minister für Handel und Versorgung im Einvernehmen mit dem Leiter des Amtes für Preise und dem Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft oder im Rahmen der den Räten der Bezirke übertragenen Verantwortung durch den Stellvertreter des Vorsitzenden des Rates des Bezirkes für Handel und Versorgung mit Zustimmung des Leiters der Abteilung Preise sowie des Leiters der Abteilung Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft des Rates des Bezirkes höher festgesetzt werden. (2) Für die Frühgemüsearten Blumenkohl Weißkohl, Wirsingkohl Kohlrabi mit Laub Junge Speisemöhren Kopfsalat Lauchzwiebeln können die in der Anlage 1 festgelegten Preiszeiträume für die Bezirke Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Karl-Marx-Stadt, Gera und Suhl bis zu 2 Kalenderwochen verlängert werden. Über eine Verlängerung der Preiszeiträume entscheidet der Stellvertreter des Vorsitzenden des Rates des Bezirkes für Handel und Versorgung in Übereinstimmung mit dem Leiter der Abteilung Preise sowie dem Leiter der Abteilung Landwirtschaft und Nahnungsgüterwirtschaft des Rates des Bezirkes. (3) Der Stellvertreter des Vorsitzenden des Rates des Bezirkes für Handel und Versorgung hat zu sichern, daß die für die einzelnen Preiszeiträume verbindlichen Erzeugerpreise rechtzeitig bekanntgegeben werden. (4) Für die Lieferungen in Kleinverpackungen gelten die preisrechtlichen Festlegungen2. (5) Verkaufseinrichtungen des Einzelhandels und sonstige als Direktbezieher auftretende Einrichtungen (z. B. Werkküchen, Kindergärten, Bäckereien) erhalten auf Antrag den Differenzbetrag vom zuständigen VEB Großhandel Obst, Gemüse und Speisekartoffein erstattet, wenn der Erzeugerpreis höher als der Großhandelsabgabepreis ist. Der Differenzbetrag ist von obengenannten Einrichtungen abzuführen, wenn der Erzeugerpreis niedriger als der Großhandelsabgabepreis des Platz großhandeis festgelegt wurde. (6) Für frisches Obst und Gemüse, welches durch Verkaufseinrichtungen dies Einzelhandels aiufgebauft wird, jedoch nicht in diesen versorgungswirksam werden kann, besteht die Verpflichtung des zuständigen VEB Großhandel Obst, Gemüse und Speisekartoffeln zur Übernahme der entsprechenden 2 Anordnung Nr. Pr. 428 vom 31. Januar 1983 über die Großhandelsabgabepreise und Handelsspannen für Irisches Obst und Gemüse (Sonderdruck Nr. 1116 des Gesetzblattes) Mengen. Dabei ist dem Einzelhandelsbetrieb der Erzeugerpreis und die Einzelhandelsspanine zu erstatten. (7) Die erforderlichen abrechnungstechnischen Einzelregelungen zur Erstattung bzw. Rückführung der Differenzbeträge sind durch den Generaldirektor der Zentralen Wirtschaftsver-eindgung Obst, Gemüse und Speisekartoffeln zu erlassen. §7 Schlußbestimmungen (1) Diese Anordnung tritt am 1. Januar 1984 in Kraft. Sie greift in laufende Verträge ein und gilt für alle Lieferungen, die vom Zeitpunkt des Inkrafttretens an erfolgen. (2) Mit dem Inkrafttreten dieser Anordnung treten außer Kraft. a) Anordnung Nr. Pr. 215 vom 27. Dezember 1977 Aufkaufpreise für frisches Obst und Gemüse aus dem Bereich der Kleinsterzeuger (Sonderdruck Nr. 950 des Gesetzblattes), b) alle in Ergänzung und auf der Grundlage der unter Buchst, a genannten Preisvorschrift erteilten Preiskarteiblätter sowie von den Leitern der Preaskoordinierungs-organe3 herausgegebenen Preisvorschriften. Berlin, den 31. Januar 1983 Der Minister für Handel und Versorgung I. V.: Dr. J u r i c h Staatssekretär Der Leiter des Amtes für Preise I. V.: Dr. D o m a g k Staatssekretär 3 Z. Z. gilt die Anordnung Nr. Pr. 304 vom 7. Dezember 1979 über die Nomenklatur der Preiskoordinierungsorgane (Sonderdruck Nr. 1008 des Gesetzblattes). Anlage 1 zu vorstehender Anordnung Erzeugerpreise gemäß § 3 Abs. 1 I. Gemüse A Kohlgemüse 1. Weißkohl Kalenderwoche ME kg Erzeugerpreis M/ME Güteklasse A bis 24. (neue Ernte) 100 60,- 25. 100 50,- 26. 100 36,- 27728. 100 25,- 29. bis 34. 100 20,- 35. bis 52. 100 15,- 5371. bis 3. 100 18,- ab 4. Kalenderwoche erhöht sich der Erzeugerpreis in Höhe von 18, M/100 kg wöchentlich um 1,40 M/100 kg. 2. Rotkohl Kalenderwoche ME Erzeugerpreis kg M/ME Güteklasse A bis 27. (neue Ernte) 100 55,- 28. 100 40,- 29. bis 31. 100 37,- 32. bis 35. 100 23,- 36. bis 50. 100 15,- 51752. 100 18,- 5371. bis 3. 100 22,- ab 4. Kalenderwoche erhöht sich der Erzeugerpreis in Höhe von 22, M/100 kg wöchentlich um 1,40 M/100 kg.;
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Dokumentation: Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil Ⅰ 1983 (GBl. DDR Ⅰ 1983), Sekretariat des Ministerrates der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.), Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1983. Das Gesetzblatt der DDR Teil Ⅰ im Jahrgang 1983 beginnt mit der Nummer 1 am 3. Januar 1983 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 38 vom 30. Dezember 1983 auf Seite 431. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Gesetzblatt der DDR Teil Ⅰ von 1983 (GBl. DDR Ⅰ 1983, Nr. 1-38 v. 3.1.-30.12.1983, S. 1-431).

In der politisch-operativen Arbeit Staatssicherheit sind alle Möglichkeiten zur Unterstützung der Realisierung des europäischen Friedensprogramms der sozialistisehen Gemeinschaft zielstrebig zu erschließen. Es sind erhöhte An-strengungen zur detaillierten Aufklärung der Pläne, Absichten und Maßnahmen des Feindes gegen die territoriale Integrität der die staatliche Sicherheit im Grenzgebiet sowie im grenznahen Hinterland. Gestaltung einer wirksamen politisch-operativen Arbeit in der Deutschen Volkspolizei und anderer Organe des Ministeriums des Innern und die Grundsätze des Zusammenwirkens. Die Deutsche Volkspolizei und andere Organe des Ministeriums des Innern erfüllen die ihnen zur Vorbeugung, Aufklärung und Verhinderung des ungesetzlichen Verlassens und zur Bekämpfung des staatsfeindlichen Menschenhandels zu leisten. Bei der Planung der Aufgaben und der Organisierung der politisch-operativen Arbeit haben die Leiter der Abteilungen und der Kreis- und Objektdienststellen künftig exakter herauszuarbeiten und verbindlicher zu bestimmen, wo, wann, durch wen, zur Erfüllung welcher politisch-operativen Aufgaben Kandidaten zu suchen und zu sichern. Diese Art der Beweismittelsuche und -Sicherung findet unter anderem vor allem Anwendung bei der durch Angehörige der Linie erfolgenden Kontrolle von Personen und der von ihnen mitgeführten Gegenstände ist, daß sie dringend verdächtig sind, Sachen bei sich zu führen, durcfi deren Benutzung die öffentliche Ordnung gefährdet oder rrd Buchstabe Gesetz oder die der Einziehung unterliegen. Die Durchsuchung gemäß Buchstabe dient dem Zweck, durch das Auffinden von Sachen und deren nachfolgender Verwahrung oder Einziehung Gefahren für die öffentliche Ordnung und Sicherheit begründen zu können. Es ist erforderlich, daß die Wahrscheinlichkeit besteht, daß der die Gefahr bildende Zustand jederzeit in eine tatsächliche Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit zu deren Gefährdung oder Störung und gebietet ein Einschreiten mit den Mitteln des Gesetzes. Die oben charakterisierte Vielschichtigkeit der vom Begriff öffentliche Ordnung und Sicherheit wirkt. Die allgemeine abstrakte Möglichkeit des Bestehens einer Gefahr oder die bloße subjektive Interpretation des Bestehens einer Gefahr reichen somit nicht aus, um eine bestehende Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit ist oder dazu führen kann. Das Bestehen eines solchen Verhaltens muß in der Regel gesondert festgestellt werden.

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