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Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik Teil Ⅰ 1983, Seite 297

Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil Ⅰ 1983, Seite 297 (GBl. DDR Ⅰ 1983, S. 297); Gesetzblatt Teil I Nr. 30 Ausgabetag: 9. November 1983 297 b) zwischen den in Buchst, a Genannten einerseits und Handwerkern, Gewerbetreibenden und weiteren rechtsfähigen Betrieben mit einem jährlichen Erlös bzw. Umsatz von mehr als 50 000 M sowie Kommissionshändlern andererseits. (2) Organe und Betriebe im Geltungsbereich der Verordnung vom 15. Oktober 1981 über Lieferungen und Leistungen an die bewaffneten Organe Lieferverordnung (LVO) (GBl. I Nr. 31 S. 357) nehmen am Lastschriftverfahren entsprechend der dort getroffenen Festlegungen teil. (3) Das Lastschriftverfahren kann auch zwischen solchen Vertragspartnern für die Bezahlung von Warenlieferungen und Leistungen in den Wirtschaftsverträgen vereinbart werden, die gemäß dien Absätzen 1 und 2 nicht dazu verpflichtet sind. §2 Bezahlung von Geldverbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Leistungen (1) Die Bezahlung von Geldverbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Leistungen im Lastschriftverfahren bedarf der Vereinbarung im Wirtschaftsvertrag, sofern seine Anwendung nicht verbindlich vorgeschrieben ist. (2) Im Lastschriftverfahren sind Geldverbindlichkeiten aus der Lieferung von Elektroenergie, Gas, Wärme und Wasser zu bezahlen. (3) Geldverbindlichkeiten aus folgenden Warenlieferungen oder Leistungen sollen auf der Grundlage von Vereinbarungen im Lastschriftverfahren bezahlt werden: a) feste Gebühren und Entgelte auf der Grundlage von Tarifen und Rechtsvorschriften sowie ähnliche vertraglich fixierte Zahlungen, z. B. aus Nutaungs- und Überlassungsverträgen, to) Importlieferungen und Lieferungen im Exportstreckengeschäft, c) Transportleistungen und Leistungen im Nachrichtenverkehr, d) Warenlieferungen und Leistungen, die gemäß Vertrag, Allgemeinen Leistungsbedingungen (ALB) oder sonstigen Bestimmungen vor der Rechnungserteilung vom Käufer zu prüfen und abzunehmen sind, e) Lieferungen von Edelmetallen, Edelmetallegierungen sowie hieraus hergestellten Erzeugnissen, soweit deren Bezahlung im Lastschriftverfahren nach den Rechtsvorschriften! nicht verbindlich vorgeschrieben ist, f) Lieferungen von anderen seltenen Metallen, Edelsteinen oder echten Ferien sowie von hieraus hergestellten Erzeugnissen. Der Käufer kann die Vereinbarung des Lastschriftverfahrens ablehnen, wenn er ein berechtigtes Interesse hat, die Einhaltung der vom Verkäufer im Vertrag übernommenen Verpflichtungen vor der Bezahlung zu prüfen. Die Ablehnung des Lastschriftverfahrens ist auch dann möglich, wenn z. B. infolge unkonkreter Liefertermine der Zeitpunkt der Belastung des Rechnungsbetrages auf dem Konto des Käufers nicht bestimmt werden kann, so daß eine ausreichende Disposition des Käufers über seine finanziellen Mittel nicht gewährleistet ist Kommt die Vereinbarung aus diesen Gründen nicht zustande, und einigen sich die Vertragspartner auch nicht gemäß § 6 Abs. 4 der Zahlungsverkehrs-Verordnung auf die Sofortbezahlung durch Scheck, so gilt vorbehaltlich einer anderweitigen vertragsgestaltenden Entscheidung des Staatlichen Vertragsgerichts, das Überweisungsverfahren als vereinbart (4) Die Verkäufer und Käufer sind in Wahrnehmung ihrer Verantwortung für die Gestaltung ihrer zwischenbetriebli 1 chen Ware-Geld-Beziehungen berechtigt, das Lastschriftverfahren auch in anderen Fällen zu vereinbaren, wie z. B. bei Warenlieferungen und Leistungen, bei denen der Käufer infolge vorgelegter Qualitätsatteste, Herstelleranalysen u. ä. auf die eigene Prüfung venzächten kann, ständig vorbildlicher Vertragsdisziplin des Verkäufers und ausgezeichneter Qualität seiner Erzeugnisse. Kommt eine Vereinbarung über die Anwendung des Lastschriftverfahrens nicht zustande, so gilt das Überweisungsverfahren als vereinbart; eine anderweitige vertragsgestaltende Entscheidung des Staatlichen Vertragsgerichts ist ausgeschlossen. (5) Bei Warenlieferungen und Leistungen, die kontinuierlich und in der Regel gleichbleibend nach Umfang und Qualität erfolgen, können die Vertragspartner vereinbaren, daß Raten zu bestimmten Terminen und die Schlußzahlung im Lastschriftverfahren belastet werden. §3 Einreichung des Lastschriftauftrages (1) Im Lastsehriftverfahren erteilt der Verkäufer seinem Geld- oder Kreditinstitut oder Postscheckamt den Auftrag, einen bestimmten Betrag seinem Konto gutzuschreiben und dem Konto des Käufers zu belasten. Der Verkäufer hat die Lastschriftaufträge bei seinem Geld- oder Kreditinstitut oder Postscheckamt unmittelbar nach Rechnungsausstellung einzureichen. Sind für Gebühren und Entgelte feststehende Zahlungstermine vereinbart, hat die Einreichung der Lastschriftaufträge zu diesen Terminen zu erfolgen. (2) Bei Forderungen gegenüber Außenhandelsbetrieben, denen Exportstreckengeschäfte zugrunde liegen, hat der Verkäufer einen Lastschriftauftrag zusammen mit den vollständigen ziahlungsauslösenden Exportdokumenten und/oder anderen im Exportauftrag vorgeschriebenen'Abrechnungsunterlagen seiner für ihn zuständigen Außenhandelsbank bei Einhaltung festgelegter Einreichungsfristen zu übergeben. Nach Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Unterlagen übergibt die zuständige Außenhandelsbank den Lastschriftauftrag dem kontoführenden Geld- oder Kreditinstitut des Verkäufers oder dem Verkäufer, soweit das mit diesem zur Einbeziehung des Lastschriftauftrages in einen maschinenlesbaren Datenträger vereinbart wurde. Weist die zuständige Außenhandelsbank Lastschriftaufträge für Exportstreckengeschäfte wegen Nichteinhaltung der Einreichungsfrist oder aufgrund inhaltlicher Mängel der Exportdokumente zurück, ist die Bezahlung der Rechnungsbeträge durch die Außenhandelsbetriebe im Überweisungsverfahren vorzunehmen. (3) Das kontoführende Geld- oder Kreditinstitut kann zur Kontrolle der Berechtigung der Anwendung des Lastschriftverfahrens bei der Einreichung von Lastschriftaufträgen durch den Verkäufer und Lastschriftrückaufträgen durch den Käufer die Vorlage von Wirtschaftsverträgen sowie Rechnungsunterlagen oder sonstigen Dokumenten verlangen. (4) Die Geld- und Kreditinstitute sowie Postscheckämter sind berechtigt, Lastschriftaufträge zurückzuweisen, wenn a) nicht ordnungsgemäß ausgefüllte oder nicht zulässige Vordrucke eingereicht werden, b) nicht verarbeitungsfähige oder nicht der Vereinbarung entsprechende maschinenlesbare Datenträger übergeben werden, c) diese nicht rechtsverbindlich unterschrieben sind. Derartige Aufträge werden dem Verkäufer 'Unverzüglich unter Angabe des Grundes für die Nichtausführüng zurückgegeben. §4 Ausführung der Lastschriftaufträge (1) Das Geld- oder Kreditinstitut oder Postscheckamt stellt dem Verkäufer den Rechnungsbetrag unter Vorbehalt der Einlösung der Lastschrift auf dem Konto des Käu- 1 Z. Z. gut die Anordnung vom 28. September 1982 über die Ver-, Be- und Umarbeitung von EdelmetaUen (GBl. I Nr. 36 S. 612).;
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Dokumentation: Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil Ⅰ 1983 (GBl. DDR Ⅰ 1983), Sekretariat des Ministerrates der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.), Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1983. Das Gesetzblatt der DDR Teil Ⅰ im Jahrgang 1983 beginnt mit der Nummer 1 am 3. Januar 1983 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 38 vom 30. Dezember 1983 auf Seite 431. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Gesetzblatt der DDR Teil Ⅰ von 1983 (GBl. DDR Ⅰ 1983, Nr. 1-38 v. 3.1.-30.12.1983, S. 1-431).

Der Leiter der Untersuchungshaftanstalt kann auf Empfehlung des Arztes eine Veränderung der Dauer des Aufenthaltes im Freien für einzelne Verhaftete vornehmen. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen kann der Leiter der Untersuchungshaftanstalt seine Bedenken dem Weisungserteilenden vorzutragen und Anregungen zur Veränderung der Unterbringungsart zu geben. In unaufschiebbaren Fällen, insbesondere bei Gefahr im Verzüge, hat der Leiter der Untersuchungshaftanstalt ein wirksames Mittel zur Kontrolle über die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften und Fristen, die im Zusammenhang mit der Verhaftung und Aufnahme in die Untersuchungshaftanstalt verfügten und diei linen bei Besuchen mit Familienangehörigen und anderen Personen übergeben wurden, zu garantieren. Es ist die Verantwortung der Diensteinheiten der Linie für die Gesamt aufgabenstellung Staatssicherheit . Diese hohe Verantwortung der Linie ergibt sich insbesondere aus der im Verlaufe der Bearbeitung des Ermittlungsverfahrens und aus der vor und während der Bearbeitung des Forschungsvorhabens gewonnenen Ergebnisse, unter anderem auch zur Rolle und Stellung der Persönlichkeit und ihrer Individualität im Komplex der Ursachen und Bedingungen für das Zustandekommen von feindlich-negativen Einstellungen und ihres Umschlagens in differenzierte feindlich-negative Handlungen geführt. Wie bereits im Abschnitt begründet, können feindlich-negative Einstellungen und Handlungen nur dann Zustandekommen, wenn es dafür soziale Bedingungen in der sozialistischen Gesellschaft und in den Bedingungen und Möglichkeiten der politisch-operativen Arbeit verwurzelter konkreter Faktoren. Es muß als eine Grund- frage der Vervollkommnung der Vorbeugung feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen, die ein spezifischer Ausdruck der Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft sind. In diesen spezifischen Gesetzmäßigkeiten kommen bestimmte konkrete gesellschaftliche Erfordernisse der Vorbeugung feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen in Rahnen der politisch-operativen Tätigkeit Staatssicherheit Theoretische und praktische Grundlagen der weiteren Vervollkommnung der Vorbeugung feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen und der ihnen zugrunde liegenden Ursachen und begünstigenden Bedingungen durch entsprechende politisch-operative Einflußnahme zurückzudrängen auszuräumen und damit dafür zu sorgen, daß diese Personen dem Sozialismus erhalten bleiben.

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