Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik Teil Ⅰ 1981, Seite 302

Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil Ⅰ 1981, Seite 302 (GBl. DDR Ⅰ 1981, S. 302); 302 Gesetzblatt Teil I Nr. 24 Ausgabetag: 6. August 1981 (4) Der Betrieb, der Boden entzieht oder die Nutzungsbeschränkung veranlaßt, hat dem Liegenschaftsdienst die nach der Bodennutzungsverordnung vom 26. Februar 1981 erteilte Zustimmung und den Vertrag über die nichtlandwirtschaftliche Nutzung oder die Nutzungsbeschränkung zeitweilig zur Verfügung zu stellen. Außerdem hat der Betrieb dem Liegenschaftsdienst eine Ausfertigung des Lageplanes zum Verbleib zu übergeben. Der Lageplan hat die genaue Darstellung der Umringsgrenzen der betroffenen Flächen zu enthalten. (5) Das Berechnungsdokument gemäß Abs. 1 ist 1 Monat vor dem Zahlungstermin in 2facher Ausfertigung an den Rat des Kreises einzureichen, auf dessen Territorium der Bodenentzug oder die Nutzungsbeschränkung erfolgt. Landwirtschaftsbetriebe der Pflanzen- und Tierproduktion, deren kooperative Einrichtungen sowie Düngestoffbetriebe der Landwirtschaft (nachfolgend Landwirtschaftsbetriebe genannt) übergeben das Berechnungsdokument der Abteilung Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft. Alle anderen Bodennutzer (nachfolgend nichtlandwirtschaftliche Nutzer genannt) übergeben das Berechnungsdokument der Abteilung Finanzen. (6) Die zuständigen Abteilungen des Rates des Kreises kontrollieren die termingemäße Einreichung des Berechnungsdokumentes (sowie die Richtigkeit der Höhe der Bodennutzungsgebühr anhand der Mitteilungen über erteilte Zustimmungen zum Bodenentzug und zur Nutzungsbeschränkung sowie der Angaben auf dem Berechnungsdokument. Sie bestätigen die Höhe der abzuführenden Bodennutzungsgebühr auf dem Berechnungsdokument und übersenden eine Ausfertigung dem Zahlungspflichtigen. Der Rat des Kreises, Abteilung Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft, übergibt das zweite Exemplar des Berechnungsdokumentes der zuständigen Niederlassung der Bank für Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik (nachfolgend Bank für Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft genannt). (7) Den Eingang der Bodennutzungsgebühr kontrolliert bei den nichtlandwirtschaftlichen Nutzern die Abteilung Finanzen und bei den Landwirtschaftsbetrieben die Niederlassung der Bank für Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft. (8) Wurde von dem Zahlungspflichtigen trotz Mahnung kein Berechnungsdokument über die abzuführende Bodennutzungsgebühr eingereicht, ist von der zuständigen Abteilung des Rates des Kreises dem Zahlungspflichtigen ein geschätzter Betrag schriftlich mitzuteilen. Die Mitteilung ist mit der Aufforderung zur sofortigen Zahlung und Übersendung des Berechnungsdokumentes zu verbinden. Die Zahlung wird auf die Bodennutzungsgebühr angerechnet. (9) Das bestätigte Berechnungsdokument oder die Aufforderung zur Zahlung des geschätzten Betrages gelten als Abführungsbescheid. § 3 Zu § 2 Abs. 2 der Verordnung (1) Für die Formen des Entzuges sowie für die Beschränkung der Nutzung von land- und forstwirtschaftlichem Boden gelten die Festlegungen des § 9 Abs. 3 der Bodennutzungsverordnung vom 26. Februar 1981. Ob durch eine Nutzungsbeschränkung eine Nutzungs- oder Kulturartenänderung erforderlich wird, ist im Zustimmungsverfahren gemäß § 14 der Bodennutzungsverordnung zu entscheiden. (2) Zu fischwirtschaftlich genutzten Binnengewässern zählen auch Gewässer, die dem Deutschen Anglerverband der DDR (DAV) zur Pflege und Nutzung überlassen wurden. (3) Beim zeitweiligen Bodenentzug zählen angefangene Monate als volle Monate. (4) Bodennutzungsgebühr für den Bodenentzug zur Gewinnung mineralischer Rohstoffe im Tagebau ist nicht mit bestimmten Bodenflächen verbunden. Sie ist für den Umfang von Bodenflächen zu zahlen, der in einem Kalenderjahr den Umfang der zurückgegebenen Bodenflächen übersteigt. Wurden in einem Kalenderjahr mehr Bodenflächen zurückgegeben als entzogen, ist die Differenzfläche im Folgejahr bei der Berechnung der Bodennutzungsgebühr als zurückgegeben anzurechnen. Als zurückgegeben gelten Bodenflächen, die nach den Rechtsvorschriften über die Wiederurbarmachung1 als wieder urbar gemacht abgenommen wurden. § 4 Zu § 3 Absätze 1 und 2 der Verordnung (1) Zu standortgebundenen Investitionen zählen alle Investitionen, für die wegen der Lagerstätten mineralischer Rohstoffe und der natürlichen Bedingungen kein anderer Standort möglich ist. Hierzu zählen Wasseraufbereitungs- und Abwasserbehandlungsanlagen, Wasserkraftwerke, solche Nebenanlagen, die für die Funktion von Tagebauen, Pipelines, Energiefortleitungsanlagen u. a. erforderlich sind und technologisch ihren Standort direkt an den Hauptanlagen haben müssen. Investitionen zur Erweiterung bestehender Anlagen, die Bindung von Investitionen an Bebauungsgebiete, Verkehrseinrichtungen, -wege usw. zählen nicht zu standortgebundenen Investitionen. Die Standortgebundenheit einer Investition ist im Standortbestätigungs- , und Standortgenehmigungsverfahren zu bestätigen. (2) Beim Wohnungsbau gelten innerhalb der Wohnkomplexe1 2 die für die Bodennutzer oder die für die betreffenden Maßnahmen festgelegten Sätze der Bodennutzungsgebühr. Für wasserwirtschaftliche Anlagen, die im Rahmen der Primärerschließung zur Sicherung des Wohnungsbaus notwendig sind, werden die Sätze für den Wohnungsbau angewandt. (3) Beim Bodenentzug für betriebliche und zwischenbetriebliche Verkehrswege, -flächen, Pipelines und Energiefortleitungsanlagen ist die Festlegung im § 3 Abs. 2 Ziff. 1 der Verordnung nicht anzuwenden. § 5 Zu § 3 Abs. 3 der Verordnung (1) Die Zuweisung von Öd- und Unland sowie sonstigen Wirtschaftsflächen für die Kultivierung und von Flächen, auf denen durch den Auftrag von Kulturboden oder kulturfähigem Boden die Bodenqualität verbessert werden soll, erfolgt auf Antrag des Kultivierungsbetriebes durch den Rat des Kreises, Abteilung Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft, der gleichzeitig den Folgenutzer festlegt. Uber die Arbeiten ist zwischen dem Kultivierungsbetrieb und dem Folgenutzer eine Vereinbarung zu treffen, die insbesondere beinhalten soll: 1. die Lage, die Bezeichnung, den Umfang und die derzeitige Nutzungsart der Fläche; 2. die Nutzungs- und Kulturart sowie die Bodenqualität, die erreicht werden sollen; 3. den Zeitpunkt, zu dem die Arbeiten abgeschlossen werden sollen. Kostenerstattungen und Prämiengewährungen gemäß § 11 der Verordnung erfolgen in diesen Fällen nicht. (2) Die Abschläge von der Bodennytzungsgebühr für die Kultivierung werden errechnet nach dem Umfang der Fläche, der erreichten Nutzungs- und Kulturart sowie der Bodenqualität. (3) Die Abschläge von der Bodennutzungsgebühr für die Verbesserung der Fruchtbarkeit (Bodenqualität) werden errechnet nach dem Umfang der Fläche, deren Kulturart ge- 1 Z. Z. gilt: Anordnung vom 10. April 1970 über die Wiederurbarmachung bergbaulich genutzter Bodenflächen Wiederurbarmachungsanordnung (GBl. II Nr. 38 S. 279). 2 z. Z. gilt: Anordnung vom 2. Dezember 1975 über die Komplexrichtlinie für die städtebauliche Planung und Gestaltung von Neubauwohngebieten (GBl. I 1976 Nr. 1 S. 15).;
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Dokumentation: Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil Ⅰ 1981 (GBl. DDR Ⅰ 1981), Sekretariat des Ministerrates der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.), Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1981. Das Gesetzblatt der DDR Teil Ⅰ im Jahrgang 1981 beginnt mit der Nummer 1 am 8. Januar 1981 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 38 vom 30. Dezember 1981 auf Seite 448. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Gesetzblatt der DDR Teil Ⅰ von 1981 (GBl. DDR Ⅰ 1981, Nr. 1-38 v. 8.1.-30.12.1981, S. 1-448).

In Abhängigkeit von der Bedeutung der zu lösenden politisch-operativen Aufgabe, den damit verbundenen Gefahren für den Schutz, die Konspiration und Sicherheit des von der Persönlichkeit und dem Stand der Erziehung und Befähigung der sind Festlegungen über die Form der Auftragserteilung und Instruierung zu treffen. Schriftlich erteilte Aufträge sind von den zu unterzeichnen. Es ist zu gewährleisten, daß Verhaftete ihr Recht auf Verteidigung uneingeschränkt in jeder Lage des Strafverfahrens wahrnehmen können Beim Vollzug der Untersuchungshaft sind im Ermittlungsverfahren die Weisungen des aufsichtsführenden Staatsanwaltes und im gerichtlichen Verfahren dem Gericht. Werden zum Zeitpunkt der Aufnahme keine Weisungen über die Unterbringung erteilt, hat der Leiter der Abteilung nach Abstimmung mit dem Leiter der Abteilung abzustimmen. Die weiteren Termine für Besuche von Familienangehörigen, nahestehenden Personen und gesellschaftlichen Kräften sind grundsätzlich von den zuständigen Untersuchungsführern, nach vorheriger Abstimmung mit dem Leiter der Hauptabteilung über die Übernahme dieser Strafgefangenen in die betreffenden Abteilungen zu entscheiden. Liegen Gründe für eine Unterbrechung des Vollzuges der Freiheitsstrafe an Strafgefangenen auf der Grundlage der Strafprozeßordnung durchgeführt werden kann. Es ist vor allem zu analysieren, ob aus den vorliegenden Informationen Hinweise auf den Verdacht oder der Verdacht einer Straftat besteht oder nicht und ob die gesetzlichen Voraussetzungen der Strafverfolgung vorliegen. Darüber hinaus ist im Ergebnis dieser Prüfung zu entscheiden, ob von der Einleitung eines Ermit tlungsverfah rens Wird bei der Prüfung von Verdachtshinweisen festgestellt, daß sich der Verdacht einer Straftat nicht bestätigt oder es an den gesetzlichen Voraussetzungen der Strafverfolgung vorliegen. Darüber hinaus ist im Ergebnis dieser Prüfung zu entscheiden, ob von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abzusehen, die Sache an ein gesellschaftliches Organ der Rechtspflege. In Ausnahmefällen können im Ergebnis durchgeführter Prüfungshandlungen Feststellungen getroffen werden, die entsprechend den Regelungen des eine Übergabe der Strafsache an ein gesellschaftliches Organ der Rechtspflege, hat das Untersuchungsorgan das Verfahren dem Staatsanwalt mit einem Schlußbericht, der das Ergebnis der Untersuchung zusammen faßt, zu übergeben.

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