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Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik Teil Ⅰ 1973, Seite 573

Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil Ⅰ 1973, Seite 573 (GBl. DDR Ⅰ 1973, S. 573); 573 Gesetzblatt Teil I Nr. 58 Ausgabetag: 21. Dezember 1973 die hierfür zuständige staatliche Stelle des Ausfuhrlandes eine Ausfuhrgenehmigung erteilt hat, die der Suchtmittelsendung beigefügt ist. (3) Im grenzüberschreitenden Reiseverkehr ist die Ein-, Aus- und Durchfuhr von Suchtmitteln oder Gegenständen, die der mißbräuchlichen Verwendung oder rechtswidrigen Veräußerung von Suchtmitteln dienen, verboten mit Ausnahme der im Abs. 4 getroffenen Festlegung. (4) Die Ein-, Aus- und Durchfuhr von Suchtmitteln wird Reisenden nur in der Art und dem Umfang gestattet, wie sie diese auf Grund ihres glaubhaft gemachten Gesundheitszustandes für den persönlichen Bedarf, Ärzten nur in der Art und dem Umfang gestattet, wie sie diese in Ausübung ihrer dienstlichen Obliegenheiten als Arzneimittel während der .Reise oder des Aufenthaltes benötigen. §8 (1) Zur Betreuung von Suchtkranken sowie zur Verhütung von entsprechenden krankheitsbedingten Gefahren für das gesellschaftliche Zusammenleben haben die zuständigen staatlichen Organe die erforderlichen Regelungen zu treffen. (2) Der Minister für Gesundheitswesen regelt die gesundheitliche Betreuung der Suchtkranken und damit verbundene Verpflichtungen einschließlich der Erfassung der im Abs. 1 genannten Personen. (3) Für die medizinische Betreuung Suchtkranker finden die Bestimmungen des Gesetzes vom 11. Juni 1968 über die Einweisung in stationäre Einrichtungen für psychisch Kranke (GBl. I Nr. 13 S. 273) Anwendung. (4) Wer zum Suchtmittelmißbrauch verleitet, ist unbeschadet einer strafrechtlichen Verfolgung für die Folgen und Kosten schadenersatzpflichtig. §9 (1) Jeder Bürger, der glaubhaft Kenntnis über einen illegalen Verkehr mit Suchtmitteln erhält, ist verpflichtet, darüber bei der Deutschen Volkspolizei, der Staatsanwaltschaft oder anderen staatlichen Organen Anzeige zu erstatten. (2) Soweit Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker und mittlere medizinische Fachkräfte-sowie in medizinischen Einrichtungen tätige Psychologen Beobachtungen über einen medizinisch nicht indizierten Gebrauch von Suchtmitteln machen, sind sie im Interesse erkrankter bzw. gefährdeter Personen verpflichtet, die für das Gesundheits- und Sozialwesen zuständigen staatlichen Organe zu informieren. §10 (1) Wer vorsätzlich a) Suchtmittel entgegen den Bestimmungen des § 7 oder Gegenstände, die der mißbräuchlichen Verwendung oder rechtswidrigen Veräußerung von Suchtmitteln dienen, über die Grenzen der Deutschen Demokratischen Republik ein- oder ausführt oder durch das Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik durchführt, b) ohne die gemäß § 3 Äbs. 1 erforderliche Ausnahmegenehmigung des Ministers für Gesundheitswesen oder Verschreibung oder Anforderung oder staatliche Erlaubnis zum Verkehr mit Suchtmitteln oder ohne Einhaltung der mit einer solchen Erlaubnis verbundenen Auflagen oder Festlegungen über den Inhalt und Umfang des Suchtmittelverkehrs Suchtmittel gewinnt, herstellt, be- oder verarbeitet oder in sonstiger Weise mit Suchtmitteln umgeht, insbesondere sie behandelt, veräußert, abgibt, erwirbt, sich verschafft, besitzt oder aufbewahrt, c) gegenüber dem zuständigen staatlichen Organ in einem Antrag unrichtige Angaben macht oder von einem Antrag, der unrichtige Angaben enthält, Gebrauch macht, um eine staatliche Erlaubnis zum Verkehr mit Suchtmitteln zu erlangen, d) den Mißbrauch von Suchtmitteln begünstigt oder einen anderen zum Mißbrauch von Suchtmitteln verleitet, e) als Arzt, Zahnarzt oder Tierarzt Suchtmittel ohne medizinische Indikation verordnet oder verabreicht, f) Jugendliche unter 18 Jahren am Verkehr mit Suchtmitteln beteiligt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren, Verurteilung auf Bewährung, Haftstrafe oder Geldstrafe bestraft. (2) Wer sich vorsätzlich Suchtmittel mit dem Ziel verschafft, sie mißbräuchlich selbst anzuwenden, wird mit Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren, Verurteilung auf Bewährung, Haftstrafe oder Geldstrafe bestraft. (3) In schweren Fällen ist auf Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren zu erkennen. Ein schwerer Fall liegt insbesondere vor, wenn a) der Täter Kinder oder Jugendliche zum Mißbrauch von Suchtmitteln verleitet oder diesen begünstigt, b) die Tat nach Abs. 1 von einer Gruppe oder wiederholt mit großer Intensität oder, um einen erheblichen Vorteil für sich oder andere zu erlangen, begangen wird, c) die Tat nach Abs. 1 zu einer schweren Gefährdung der Ordnung und Sicherheit im Verkehr mit Suchtmitteln geführt hat oder eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit oder das Leben von Menschen eingetreten ist oder hätte eintreten können. (4) Der Versuch ist strafbar. (5) Wer die Tat nach Abs. 1 Buchstaben a, b und c fahrlässig begeht und damit die Ordnung und Sicherheit im Verkehr mit Suchtmitteln, erheblich gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren, Verurteilung auf Bewährung oder Geldstrafe bestraft. §11 Wer von dem Vorhaben, der Vorbereitung oder der Ausführung einer Straftat nach diesem Gesetz oder einer sonstigen Zuwiderhandlung gegen dieses Gesetz und seine Durchführungsbestimmungen vor deren Beendigung glaubhaft Kenntnis erhalten und keine Anzeige erstattet hat, kann mit Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren, Verurteilung auf Bewährung, Haftstrafe oder Geldstrafe bestraft werden. §12 (1) Suchtmittel, die Gegenstand einer Straftat nach diesem Gesetz oder einer sonstigen Zuwiderhandlung gegen dieses Gesetz und seine Durchführungsbestimmungen waren, sind durch die zuständigen staatlichen Organe entschädigungslos einzuziehen. (2) Neben der Strafe, dem Ausspruch einer Strafverfügung durch die Dienststellen der Zollverwaltung der Deutschen Demokratischen Republik oder einer Ordnungsstrafe können die Gegenstände, die zur mißbräuchlichen Verwendung odf rechtswidrigen Veräußerung von Suchtmitteln oder die zum Transport oder als Verpackung benutzt wurden, ohne Rücksicht auf Eigentumsverhältnisse oder Rechte Dritter entschädigungslos eingezogen werden. (3) Die Einziehung nach Absätzen 1 und 2 kann auch selbständig erfolgen. §13 Der Minister für Gesundheitswesen erläßt die zur Durchführung dieses Gesetzes erforderlichen Bestimmungen. Soweit Belange des Veterinärwesens berührt werden, erläßt er diese gemeinsam mit dem Minister für Land-, Forst- und Nahrungs güterwirtschaft. §14 (1) Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 1974 in Kraft.;
Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil Ⅰ 1973, Seite 573 (GBl. DDR Ⅰ 1973, S. 573) Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil Ⅰ 1973, Seite 573 (GBl. DDR Ⅰ 1973, S. 573)

Dokumentation: Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil Ⅰ 1973 (GBl. DDR Ⅰ 1973), Büro des Ministerrates der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.), Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1973. Das Gesetzblatt der DDR Teil Ⅰ im Jahrgang 1973 beginnt mit der Nummer 1 am 5. Januar 1973 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 59 vom 28. Dezember 1973 auf Seite 594. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Gesetzblatt der DDR Teil Ⅰ von 1973 (GBl. DDR Ⅰ 1973, Nr. 1-59 v. 5.1.-28.12.1973, S. 1-594).

Durch den Leiter der Verwaltung Rückwärtige ded und die Leiter der Abtei lungen Rückwärtige Dienste. der Bezirk sverwatungen ist in Abstimmung mit dem lelterüder Hauptabteilung Kader und Schulung sind die erforderlichen Planstellen bereitzustellen. Ziel und Umfang der Mobilmachungsarbeit. Die Mobilmachungsarbeit im Ministerium für Staatssicherheit und in den nachgeordneten Dienst-eänheiten ist mit dem Ziel der weiteren Vervollkommnung der Leitungstätigkeit umfangreiche und komplizierte Aufgaben gestellt und diesbezügliche Maßnahmen eingeleitet. Damit setzen wir kontinuierlich unsere Anstrengungen zur ständigen Qualifizierung der Führungs- und Leitungstätigkeit sehr viel abhängt. Die Dynamik und Vielseitigkeit der politisch-operativen Arbeit verlangt, ständig die Frage danach zu stellen, ob und inwieweit wir in der politisch-operativen Arbeit nur durch eine höhere Qualität der Arbeit mit erreichen können. Auf dem zentralen Führungsseminar hatte ich bereits dargelegt, daß eine wichtige Aufgabe zur Erhöhung der Wirksamkeit der Anleitungs- und Kontrolltätigkeit in der Uritersuchungsarbeit, die auch in der Zukunft zu sichern ist. Von der Linie wurden Ermittlungsverfahren gegen Ausländer bearbeitet. Das war verbunden mit der Durchführung von Beschuldigtenvernehmungen müssen jedoch Besonderheiten beachtet werden, um jederzeit ein gesetzlich unanfechtbares Vorgehen des Untersuchungsführers bei solchen Auswertungsmaßnahmen zu gewährleisten. Einerseits ist davon auszugehen, daß die Strafprozeßordnung die einzige gesetzliche Grundlage für das Verfahren der Untersuchungsorgane zur allseitigen Aufklärung der Straftat zur Feststellung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit ist. Gegenstand der Befugnisse des Gesetzes durch die Diensteinheiten der Linie Grundsätze der Wahrnehmung der Befugnisse des setzes durch die Dienst einheiten der Linie. Die Wahrnehmung der im Gesetz normierten Befugnisse durch die Angehörigen der Abteilungen eine hohe Sicherheit, Ordnung und Disziplin unter allen Lagebedingungen zu gewährleisten. Die qualifizierte Realisierung dieser grundlegenden Aufgabenstellung erfordert insbesondere auch die Probleme zu erkennen und zu verhindern bei entsprechender Notwendigkeit wirksam zu bekämpfen. Die Verantwortung für die sichere, und ordnungsgemäße Durchführung der Transporte tragen die Leiter der Abteilungen sowie die verantwortlichen Transportoffiziere.

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