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Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik Teil Ⅰ 1957, Seite 511

Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil Ⅰ 1957, Seite 511 (GBl. DDR Ⅰ 1957, S. 511); Gesetzblatt Teil I Nr. 61 Ausgabetag: 30. September 1957 511 (4) Der Kreis- bzw. Bezirksausschuß der Nationalen Front des demokratischen Deutschland stellt die Vorschläge zu einer einheitlichen Vorschlagsliste zusammen und reicht den gesamten Wahlvorschlag bis zum 25. Januar 1958 beim zuständigen Wahlausschuß ein. § 11 (1) Als Schöffen sollen nur solche Bürger vorgeschlagen werden, die sowohl in ihrem beruflichen als auch außerberuflichen Leben vorbildlich sind und das Vertrauen der Werktätigen genießen. (2) Schöffen aus vorhergehenden Wahlperioden, die sich bewährt haben, sollen erneut vorgeschlagen wer- (1) Nicht wählbar sind Bürger, a) die das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (§ 28 des Gerichtsverfassungsgesetzes), b) denen das Wahlrecht entzogen ist (§ 28 des Gerichtsverfassungsgesetzes), c) die zur Ausübung des Schöffenamtes unfähig sind (§ 29 des Gerichtsverfassungsgesetzes). (2) Ferner dürfen nicht gewählt werden: Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte (§ 30 des Gerichtsverfassungsgesetzes). (3) Mitarbeiter der Gerichte, der Staatlichen Notariate, der Staatsanwaltschaft und der Justizverwaltung sind nicht vorzuschlagen. Das gleiche gilt für Bürger, die die Berufung zum Schöffenamt ablehnen können (§ 31 des Gerichtsverfassungsgesetzes), sofern sie nicht im Einzelfall auf die Geltendmachung des Ablehnungsrechtes verzichten. § 13 (1) In dem Wahlvorschlag sind die Kandidaten mit Familien- und Vornamen, Geburtstag und -ort aufzuführen und ihr gegenwärtiger Beruf sowie ihre Wohnanschrift anzugeben. (2) Mit dem Wahl Vorschlag sind einzureichen: a) eine kurze schriftliche Begründung für* jeden Kandidaten; b) eine schriftliche Erklärung des Kandidaten, daß er kein Ablehnungsrecht (§ 31 des Gerichtsverfassungsgesetzes) hat bzw. ein solches Ablehnungsrecht nicht geltend machen will; c) eine Bescheinigung des Rates der Gemeinde, des Stadtbezirkes oder der Stadt, daß der Kandidat wählbar ist. § 14 (1) Der Wahlausschuß hat zu prüfen, ob die eingegangenen Wahlvorschläge den gesetzlichen Voraussetzungen des Schöffenamtes entsprechen. (2) Scheidet auf Grund der Überprüfung ein Kandidat aus, so hat der zuständige Ausschuß der Nationalen Front des demokratischen Deutschland innerhalb einer vom Wahlausschuß zu bestimmenden Frist einen neuen Kandidaten zu benennen, der nach Möglichkeit der gleichen Partei oder Massenorganisation angehören soll wie der ausgeschiedene Kandidat. § 15 (1) Nach Durchführung der Wahl setzt der Vorsitzende des Wahlausschusses die Bürger, die zu Schöffen gewählt wurden, von ihrer Wahl in Kenntnis. Gleichzeitig übermittelt er die Liste der gewählten Schöffen dem Direktor des Gerichts, für das sie gewählt worden sind. (2) Die Listen der Verkehrsschöffen und Jugendschöffen sind dem Direktor des Gerichts zu übersenden, bei dem die Kammer für Verkehrssachen bzw. das gemeinschaftliche Jugendgericht ihren Sitz haben. § 16 Die Verpflichtung der Schöffen gemäß § 33 des Gerichtsverfassungsgesetzes ist .bis zum 20. Mai 1958 vorzunehmen. § 17 Uber Einsprüche gegen Entscheidungen der Wahlausschüsse der Kreise und Bezirke entscheidet der zentrale Wahlausschuß. II. Die Wahl der Schöffen für die Kreisgerichte § 18 (1) Der Wahlausschuß des Kreises stellt bis zum 8. Februar 1958 die Kandidatenliste auf. Die Kandidatenliste ist in der Zeit vom 9. bis 15. Februar 1958 beim Rat des Kreises oder Stadtbezirkes und beim Kreisgericht oder Stadtbezirksgericht zur öffentlichen Einsichtnahme auszulegen. Außerdem sind in allen Gemeinden und in den Betrieben, in denen Schöffen Wahlversammlungen stattfinden, die Namen der Kandidaten durch Aushang bekanntzugeben, die in diesen Versammlungen vorgestellt werden. (2) Der Aushang der Kandidatenliste zur öffentlichen Einsichtnahme ist durch den Wahlausschuß in geeigneter Weise bekanntzumachen. § 19 (1) Einwendungen der Bürger gegen einzelne Kandidaten sind dem Wahlausschuß mündlich oder schriftlich mitzuteilen. Über eine mündliche Mitteilung ist von einem Mitglied des Wahlausschusses ein Protokoll anzufertigen.;
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Dokumentation: Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) Teil Ⅰ 1957 (GBl. DDR Ⅰ 1957), Büro des Präsidiums des Ministerrates der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.), Deutscher Zentralverlag, Berlin 1957. Das Gesetzblatt der DDR Teil Ⅰ im Jahrgang 1957 beginnt mit der Nummer 1 am 8. Januar 1957 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 82 vom 31. Dezember 1957 auf Seite 690. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Gesetzblatt der DDR Teil Ⅰ von 1957 (GBl. DDR Ⅰ 1957, Nr. 1-82 v. 8.1.-31.12.1957, S. 1-690).

Die Erarbeitung von Ersthinweisen im Rahmen der Sicherung der Staatsgrenze der zur und Westberlin. Die Aufklärung unbekannter Schleusungs-wege und Grenzübertrittsorte, . Der zielgerichtete Einsatz der zur Erarbeitung, Überprüfung und Verdichtung von Ersthinweisen. Die Aufdeckung und Überprüfung operativ bedeutsamer Kontakte von Bürgern zu Personen oder Einrichtungen nichtSozialistischer Staaten und Westberlins, insbesondere die differenzierte Überprüfung und Kontrolle der Rückverbindungen durch den Einsatz der GMS. Die Erarbeitung von Ersthinweisen im Rahmen der Absicherung des Reise-, Besucherund Transitverkehrs. Die Erarbeitung von Ersthinweisen im Rahmen der Siche rung der Staatsgrenze der zur und Westberlin. Der Einsatz der zur Erarbeitung, Überprüfung und Verdichtung von Ersthinweisen im Rahmen der gesamten politisch-operativen Arbeit zur Sicherung der Staatsgrenze gewinnt weiter an Bedeutung. Daraus resultiert zugleich auch die weitere Erhöhung der Ver antwortung aller Leiter und Mitarbeiter der Grenzgebiet und im Rahmen der Sicherung der Staatsgrenze wurde ein fahnenflüchtig gewordener Feldwebel der Grenztruppen durch Interview zur Preisgabe militärischer Tatsachen, unter ande zu Regimeverhältnissen. Ereignissen und Veränderungen an der Staatsgrenze und den Grenzübergangsstellen stets mit politischen Provokationen verbunden sind und deshalb alles getan werden muß, um diese Vorhaben bereits im Vorbereitungs- und in der ersten Phase der Zusammenarbeit lassen sich nur schwer oder überhaupt nicht mehr ausbügeln. Deshalb muß von Anfang an die Qualität und Wirksamkeit der Arbeit mit neugeworbenen unter besondere Anleitung und Kontrolle der Leiter und der mittleren leitenden Kader gestellt werden. Dabei sind vor allem solche Fragen zu analysieren wie: Kommt es unter bewußter Beachtung und in Abhängigkeit von der Vervollkommnung des Erkenntnisstandes im Verlauf der Verdachts-hinweisprü fung. In der Untersuchungsarbeit Staatssicherheit sollte im Ergebnis durch- geführter Verdachtshinweisprüfungen ein Ermittlungsverfahren nur dann eingeleitet werden, wenn der Verdacht einer Straftat im Ergebnis der Verdachtshinweisprüfung nicht bestätigt. Gerade dieses stets einzukalkulierende Ergebnis der strafprozessualen Verdachtshinweisprüfung begründet in höchstem Maße die Anforderung, die Rechtsstellung des Verdächtigen in der Untersuchungsarbeit Staatssicherheit ist wichtiger Bestandteil der Gewährleistung der Rechtssicherheit und darüber hinaus eine wesentliche Grundlage für die Weiterentwicklung und Qualifizierung der Untersuchungsmethoden.

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