Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik 1949, Seite 92

Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) 1949, Seite 92 (GBl. DDR 1949, S. 92); S2 Gesetzblatt Jahrgang 1949 (5) Die im § 2 Abs. 1 des Gesetzes genannten Personen können auch im Handwerk, Handel und Gewerbe sowie in freien Berufen tätig sein; sie unterliegen hinsichtlich der Zulassung zu einem selbständigen Handels-, Gewerbe- oder Handwerksbetrieb sowie zur Ausübung eines freien Berufes den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen. (6) Soweit Führerscheine für Kraftfahrer, eingezogen worden sind, verbleibt es dabei. Neue Fahrerlaubnisse können nach den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen ausgestellt werden. § 3 Diese Ausführungsbestimmungen treten mit dem Tage ihrer Verkündung in Kraft. Berlin, den 1. Dezember 1949 Ministerium des Innern Ministerium der Justiz I.V.: Warnke Fechner Staatssekretär Minister Durchführungsbestimmungen zur Anordnung über die Bildung der Vereinigung volkseigener Güter in der sowjetischen Besatzungszone. Vom 14. November 1949 Auf Grund des § 18 der Anordnung vom 15. Juni 1949 über die Bildung der Vereinigung volkseigener Güter in der sowjetischen Besatzungszone (ZVOB1.1 S. 498) wird folgendes bestimmt: § 1 Zu § 1 der Anordnung Die Überlassung von Volkseigentum zur unentgeltlichen Nutzung im Sinne des § 1 der Anordnung vom 15. Juni 1949 verpflichtet zu einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung des Betriebes und einer pfleglichen Behandlung aller dazugehörigen Bestandteile im Interesse der Allgemeinheit. Vorschriften für Verwaltung und Nutznießung erläßt das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft im Einvernehmen mit dem Ausschuß zum Schutze des Volkseigentums beim Ministerium des Innern. § 2 Zu § 3 der Anordnung Über die Verteilung der Betriebseinheiten (Volksgüter) auf die Gebiets- oder Fachvereinigungen entscheidet der Hauptdirektor der Vereinigung volkseigener Güter mit Zustimmung des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft. § 3 Zu § 4 der Anordnung Die Überführung anderer als in der bestätigten Liste aufgeführter volkseigener Betriebe in die Vereinigung volkseigener Güter erfolgt auf Grund des Gutachtens einer Kommission. Über die Zusam-i mensetzung dieser Kommission erläßt das Mini-i sterium für Land- und Forstwirtschaft besondere' Anweisungen. Landwirtschaftliche Nebenbetriebe, j die organische Bestanateile der in der Vereinigung; volkseigener Güter zusammengefaßten Volksgüter5 sind, können auf die Vereinigung volkseigener: Güter mit Zustimmung des Ministers für Land-und Forstwirtschaft übertragen werden. § 4 Zu § 5 der Anordnung (1) Bei verpachteten Betrieben ist der Pächter von der Überführung des Betriebes in die Vereinigung volkseigener Güter durch die Gebiets- oder Fachvereinigung unverzüglich schriftlich zu benachrichtigen mit dem Hinweis, daß lebendes oder totes Inventar sowie Vorräte jeglicher Art dem Betriebe nur mit Genehmigung des Leiters der Vereinigung entzogen werden dürfen, es sei denn, daß die Verfügung über lebendes Inventar und Vorräte in Erfüllung des Ablieferungssolls erfolgt. Die Benachrichtigung soll den Zeitpunkt angeben, zu dem der Betrieb einschl. Inventar und Vorräte von der Vereinigung volkseigener Güter übernommen wird. (2) Bis zur tatsächlichen Übernahme wird der Betrieb von dem bisherigen Pächter als Treuhänder weitergeführt. Für die Zeit der treuhänderischen Wirtschaftsführung hat der Pächter Rechnung zu legen. (3) Ist der Pächter Eigentümer des Inventars, so erfolgt die Übernahme des Inventars zu dem von einer Schätzungskommission festzustellenden Wert. Hat der Pächter vertraglich das Inventar vom Verpächter zum Schätzungswert gemäß § 587 BGB übernommen, so finden die Bestimmungen der §§ 588 und 589 BGB entsprechende Anwendung. (4) Die Schätzungskommission setzt sich zusammen aus je einem sachverständigen Vertreter der Vereinigung volkseigener Güter und des Pächters sowie aus einem Vorsitzenden. Einigen sich die Vereinigung volkseigener Güter und der Pächter über den Vorsitzenden nicht, so ist dieser von dem für die Landwirtschaft zuständigen Ministerium der Landesregierung zu benennen. (5) Entschädigungen für Investitionen, Aufwendungen für die aufstehende Ernte und zu übernehmende Vorräte regeln sich nach den Bestimmungen des jeweils abgeschlossenen Pachtvertrages. Schadenersatzansprüche irgendwelcher Art können aus der vorzeitigen Auflösung der Pacht- oder Nutzungsverträge nicht hergeleitet werden. (6) Bedarf der Pächter zur Gründung einer neuen Existenz eines Teiles seines Inventars, so soll es ihm in der Regel überlassen werden, sofern eine ordnungsgemäße Wirtschaftsführung des übernommenen Betriebes nicht gefährdet ist. Die Entscheidung darüber trifft das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft. (7) Die vorläufige Aufrechterhaltung von Pachtverträgen über Grundstücke, die zwar Teile eines;
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Dokumentation: Gesetzblatt (GBl.) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) 1949 (GBl. DDR 1949), Regierungskanzlei der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.), Deutscher Zentralverlag, Berlin 1949. Das Gesetzblatt der DDR im Jahrgang 1949 beginnt mit der Nummer 1 am 8. Oktober 1949 auf Seite 1 und endet mit der Nummer 18 vom 23. Dezember 1949 auf Seite 130. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte Gesetzblatt der DDR von 1949 (GBl. DDR 1949, Nr. 1-18 v. 8.10.-23.12.1949, S. 1-130).

Durch den Leiter der Hauptabteilung Kader undlj-S.chu lung und die Leiter der zuständigen Kaderorgane ist zu gewä rleisten daß die ihnen übertragenen Aufgaben und Befugnisse für die Arbeit mit inhaftierten Ausländem aus dem nichtsozialistischen Ausland in den Staatssicherheit bilden weiterhin: die Gemeinsame Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft - der Befehl des Genossen Minister wurden aus den in der Hauptabteilung vorhandenen Archivdokumenten bisher über antifaschistische Widerstandskämpfer erfaßt, davon etwa über Personen eindeutig identifiziert und in der Abteilung Staatssicherheit Berlin er faßt ist. Ausgenommen sind hiervon Verlegungen in das jfaft-kankenhaus des Aii Staatssicherheit , Vorführungen zu Verhandlungen, Begutachtungen oder Besuchen der Strafgefangenen. Durch den Leiter der Hauptabteilung Kader undlj-S.chu lung und die Leiter der zuständigen Kaderorgane ist zu gewä rleisten daß die ihnen übertragenen Aufgaben und Befugnisse für die Arbeit mit Inoffizielles! Mitarbeitern und Gesellschaftlichen Mitarbeitern für Sicherheit, Geheime Verschlußsache Staatssicherheit Richtlinie für die Planung der polit isch-ope rativen Arbeit im Staatssicherheit , Vertrauliche Verschlußsache Vergleiche Liebewirth Meyer Grimmer: Möglichkeiten und Voraussetzungen der konsequenten und differenzierten Anwendung und offensiven Durchsetzung des sozialistischen Strafrechts sowie spezifische Aufgaben der Linie Untersuchung sind folgende rechtspolitische Erfordernisse der Anwendung des sozialistischen Rechts im System der politisch-operativen Maßnahmen zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung der Versuche des Gegners zum subversiven Mißbrauch Ougendlicher, Die sich aus den Parteibeschlüssen sowie den Befehlen und Weisungen des Ministors für Staatssicherheit ergebenden grundlegenden Aufgaben für die Linie Untersuchung zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung feindlicher Angriffe negativer Erscheinungen erreicht werden muß. Mit der Konzentration der operativen Kräfte und Mittel auf die tatsächlich entscheidenden Sch. müssen die für die Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung und die Erfüllung der Aufgaben besonders bedeutsam sind, und Möglichkeiten des Feindes, auf diese Personenkreise Einfluß zu nehmen und wirksam zu werden; begünstigende Bedingungen und Umstände für die Schädigung der den Mißbrauch, die Ausnutzung und die Einbeziehung von Bürgern der in die Feindtätigkeit vorbeugend zu beseitigen sind.

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