Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion 1946, Seite 286

Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Seite 286 (Gesch. KPdSU SBZ Dtl. 1946, S. 286); kaspische Gebiet entführten und sie unter Beihilfe der Sozialrevolutionäre bestialisch erschossen. Nach einiger Zeit wurde von den Interventen die Blockade über Rußland verhängt. Alle Seewege und sonstigen Verbindungen mit der Außenwelt wurden abgeschnitten. Auf diese Weise war das Sowjetland nahezu von allen Seiten eingekreist. Die größte Hoffnung setzte die Entente damals auf Admiral Koltschak, die vorgeschobene Figur der Entente in Sibirien, in Omsk. Er wurde zum „Obersten Regenten Rußlands“ erklärt. Unter seinem Oberbefehl stand die gesamte Konterrevolution in Rußland. Somit wurde die Ostfront zur Hauptfront. Im Frühjahr 1919 rückte Koltschak, der eine gewaltige Armee zusammengebracht hatte, beinahe bis an die Wolga vor. Gegen Koltschak wurden die besten Kräfte der Bolschewiki geworfen, wurden Mitglieder des Kommunistischen Jugendverbandes, wurden Arbeiter mobilisiert. Im April 1919 brachte die Rote Armee Koltschak eine ernste Niederlage bei. Bald darauf begann der Rückzug der Koltschakarmee an der ganzen Front. In dem Augenblick, da sich die Angriffsoperationen der Roten Armee an der Ostfront in vollem Gange befanden, brachte Trotzki einen verdächtigen Plan in Vorschlag: vor dem Ural haltzumachen, die Verfolgung des Koltschakheeres einzustellen und die Truppen von der Ostfront an die Südfront zu werfen. Das Zentralkomitee der Partei, das ausgezeichnet verstand, daß der Ural und Sibirien nicht in Koltschaks Händen gelassen werden durften, weil er sich dort mit Hilfe der Japaner und Engländer erholen und wieder auf die Beine kommen könnte, lehnte diesen Plan ab und erteilte die Direktive, den Vormarsch fortzusetzen. Trotzki, der mit dieser Direktive nicht einverstanden war, erklärte seinen Rücktritt. Das Zentralkomitee lehnte den Rücktritt Trotzkis ab und hielt ihn gleichzeitig dazu an, von der Teilnahme an der Führung der Operationen an der Ostfront unverzüglich Abstand zu nehmen. Die Offensive der Roten Armee gegen Koltschak entfaltete sich mit neuer Kraft. Die Rote Armee brachte Koltschak eine Reihe neuer Niederlagen bei und befreite den Ural und Sibirien von den Weißen, wobei die Rote Armee von einer mächtigen, im Rücken der Weißen entstandenen Partisanenbewegung unterstützt wurde. Im Sommer 1919 wurde dem General Judenitsch, der an der Spitze der Konterrevolution im Nord wes ten (im Ostseegebiet, vor 2S6;
Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Seite 286 (Gesch. KPdSU SBZ Dtl. 1946, S. 286) Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Seite 286 (Gesch. KPdSU SBZ Dtl. 1946, S. 286)

Dokumentation: Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] (Bolschewiki) 1946. Kurzer Lehrgang. Unter Redaktion einer Kommission des Zentralkomitees der KPdSU (B). Gebilligt vom ZK der KPdSU (B). 1938. Verlag der sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland, Berlin 1946 (Gesch. KPdSU SBZ Dtl. 1946, S. 1-448).

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