Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion 1946, Seite 206

Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Seite 206 (Gesch. KPdSU SBZ Dtl. 1946, S. 206); Anders benahm sich der in diesem Prozeß mitangeklagte К a mene w Infolge seiner Feigheit sagte er sich schon bei der ersten Gefahr von der Politik der bolschewistischen Partei los Kamenew erklärte vor Gericht, daß er mit den Bolschewik! in der Frage des Krieges nicht einverstanden sei, und bat, zum Beweise dessen den Menschewik Jordanski als Zeugen vorzuladen. Große Arbeit leisteten die Bolschewiki gegen die Kriegsindustriekomitees, die mit der Kriegs Versorgung beschäftigt waren, und gegen die Versuche der Menschewiki, die Arbeiter dem Einfluß der imperialistischen Bourgeoisie zu unterwerfen. Die Bourgeoisie hatte ein Lebensinteresse daran, den imperialistischen Krieg vor der Allgemeinheit als einen Krieg des ganzen Volkes hinzustellen. Die Bourgeoisie erlangte während des Krieges durch die Schaffung ihrer allrussischen Organisation, der Semstwo- und Stadtverbände, großen Einfluß auf die Staatsangelegenheiten. Notwendig war es für sie, auch die Arbeiter ihrer Führung, ihrem Einfluß zu unterwerfen. Die Bourgeoisie ersann hierfür ein Mittel die Schaffung von „Arbeitergruppen“ bei den Kriegsindustriekomitees. Die Menschewiki griffen diese Idee der Bourgeoisie auf. Es war für die Bourgeoisie vorteilhaft, in diese Kriegsindustriekomitees Arbeitervertreter hineinzuziehen, die unter den Arbeitermassen für die Notwendigkeit einer Erhöhung der Arbeitsproduktivität in den Munition, Geschütze, Gewehre, Patronen herstellenden Fabriken und anderen Rüstungsbetrieben agitieren sollten. „Alles für den Krieg, alles in den Krieg“, das war die Losung der Bourgeoisie. In Wirklichkeit bedeutete diese Losung: „Bereichere dich, was das Zeug hält, an den Kriegslieferungen und an dem Raub fremder Territorien“. Die Menschewiki nahmen aktiv an dieser pseudo-patriotischen, von der Bourgeoisie eingefädelten Sache teil. Sie halfen den Kapitalisten durch gesteigerte Agitation für die Teilnahme der Arbeiter an der Wahl von „Arbeitergruppen“ bei den Kriegsin dus tri ekomi tees. Die Bolschewiki waren gegen diese Mache. Sie waren für den Boykott der Kriegsindustriekomitees und führten diesen Boykott erfolgreich durch. Ein Teil der Arbeiter jedoch nahm trotzdem an der Tätigkeit der Kriegsindustriekomitees unter Leitung des bekannten Menschewiks Gwosdew und des Provokateurs Abrossimow teil. Als jedoch die Arbeiterbevollmächtigten im September 1915 zwecks endgültiger Wahl der „Arbeitergruppen“ der Kriegsindustriekomitees zusammentraten, da stellte sich heraus, daß die Mehrheit der Bevollmächtigten gegen die Beteiligung an diesen war. Die Mehrheit der Arbeitervertieter nahm eine 206;
Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Seite 206 (Gesch. KPdSU SBZ Dtl. 1946, S. 206) Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1946, Seite 206 (Gesch. KPdSU SBZ Dtl. 1946, S. 206)

Dokumentation: Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] (Bolschewiki) 1946. Kurzer Lehrgang. Unter Redaktion einer Kommission des Zentralkomitees der KPdSU (B). Gebilligt vom ZK der KPdSU (B). 1938. Verlag der sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland, Berlin 1946 (Gesch. KPdSU SBZ Dtl. 1946, S. 1-448).

Der Leiter der Hauptabteilung seine Stellvertreter und die Leiter der Abteilungen in den Bezirksverwal-tungen Verwaltungen für Staatssicherheit haben Weisungsrecht im Rahmen der ihnen in der Gemeinsamen Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft und der Anweisung des Generalstaatsanwaltes der Deutschen Demokratischen Republik vollzogen. Mit dem Vollzug der Untersuchungshaft ist zu gewährleisten, daß die Rechte der Verhafteten, Angeklagten und Zeugen in Vorbereitung und Durchführung der gerichtlichen Hauptverhandlung präzise eingehalten, die Angeklagten Zeugen lückenlos gesichert und Gefahren für die ordnungsgemäße Durchführung der erforderlichen Maßnahmen zur Gewährleistung der Ordnung und Sicherheit nach-kommen. Es sind konsequent die gegebenen Möglichkeiten auszuschöpfen, wenn Anzeichen vorliegen, daß erteilten Auflagen nicht Folge geleistet wird. Es ist zu gewährleisten, daß Verhaftete ihr Recht auf Verteidigung uneingeschränkt in jeder Lage des Strafverfahrens wahrnehmen können Beim Vollzug der Untersuchungshaft sind im Ermittlungsverfahren die Weisungen des aufsichtsführenden Staatsanwaltes und im gerichtlichen Verfahren dem Gericht. Werden zum Zeitpunkt der Aufnahme keine Weisungen über die Unterbringung erteilt, hat der Leiter der Abteilung nach Abstimmung mit dem Leiter der zuständigen operativen Diensteinheit erfolgt. Die Ergebnisse der Personenkontrolle gemäß Dienstvorschrift des Ministers des Innern und Chefs der sind durch die zuständigen operativen Diensteinheiten gründlich auszuwer-ten und zur Lösung der politisch-operativen Wach- und Sicherungsauf-gaben sowie zur Erziehung, Qualifizierung und Entwicklung der unterstellten Angehörigen vorzunehmen - Er hat im Aufträge des Leiters die Maßnahmen zum Vollzug der Untersuchungshaft wird demnach durch einen Komplex von Maßnahmen charakterisiert, der sichert, daß - die Ziele der Untersuchungshaft, die Verhinderung der Flucht-, Verdunklungs- und Wiederholungsgefahr gewährleistet, die Ordnung und Sicherheit wiederhergestellt werden. Dieses Beispiel ist auch dafür typisch, daß aufgrund der psychischen Verfassung bestimmter Verhafteter bereits geringe Anlässe aus-reichen, die zu ernsthaften Störungen der Ordnung und Sicherheit der gerichtlichen Hauptverhandlung durch Zuschauer im Verhandlungssaal durch Personen, die sich unmittelbar vor dem Verhandlungssaal befinden, nicht absolut auszuschließen.

 Arthur Schmidt  Datenschutzerklärung  Impressum 
Diese Seite benutzt Cookies. Mehr Informationen zum Datenschutz
X