Entwicklung der Verfassungsordnung in der Sowjetzone Deutschlands von 1945-1963, Seite 589

Entwicklung der Verfassungsordnung in der Sowjetzone Deutschlands [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands, Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1945-1963, Seite 589 (Entw. VerfOrdn. SBZ DDR 1945-1963, S. 589); Siegfried Mampel 550 Die Räte sind die Exekutivorgane der Volksvertretungen und werden als die vollziehenden und verfügenden Organe bezeichnet. Sie sind Kollegien, d. h. also Kollektive im Sinne der Kriterien des demokratischen Zentralismus. Die Räte sind vom Vertrauen der Volksvertretungen abhängig und ihnen rechenschaftspflichtig. Die Vorsitzenden der Räte trifft die besondere Verpflichtung, dafür zu sorgen, daß die Beschlüsse der Partei der Arbeiterklasse sowie die Gesetze, Erlasse, Verordnungen und Beschlüsse der zentralen staatlichen Organe gründlich durchgearbeitet und der gesamten Tätigkeit des Rates zugrunde gelegt werden. Die Räte auf unterer Ebene sind bis hinauf zum Ministerrat jeweils den Räten der höheren Ebene unterstellt. Vom Rat des Bezirkes an abwärts sind also die Räte sowohl der Volksvertretung ihrer Ebene als auch dem jeweils höheren Rat, d. h. also doppelt unterstellt. Eventuelle Divergenzen in den Weisungen werden durch die nächsthöhere Volksvertretung bis hinauf zum Staatsrat beseitigt. Indessen sorgt die Suprematie der Partei und die Homogenität der Volksvertretungen dafür, daß es zu solchen Divergenzen entweder überhaupt nicht kommt oder sie bereits im Keime erstickt werden. Zur Bewältigung ihrer Aufgaben haben die Räte Fachorgane für die einzelnen Aufgabengebiete, deren Leiter Mitglied des Rates sein können. Diese Fachorgane waren bis zum Erlaß der Ordnungen vom Juni/September 1961 sowohl ihrem Rat als auch dem nächsthöheren Fachorgan unterstellt. Seitdem empfangen sie Weisungen nur noch von ihrem eigenen Rat. Weisungen von höherer Stelle können nur noch über den Rat geleitet werden. Bei den Räten der Bezirke bestehen seit November 1961 Bezirksplankommissionen und Bezirkswirtschaftsräte, die aus den Wirtschaftsräten bei den Räten der Bezirke hervorgingen885. Diese Organe sind doppelt unterstellt, nämlich einerseits dem Rat des Bezirkes, andererseits der Staatlichen Plankommission bzw. dem Volkswirtschaftsrat. Die Bezirksplankommission ist für die Planung im Rahmen des Bezirkes verantwortlich. Der Bezirkswirtschaftsrat leitet die Industrie im Rahmen des Bezirkes. In den Kreisen und Stadtkreisen bestanden bis Anfang November 1961 als Organe der Räte Kreisplankommissionen für die Planung und die Leitung der örtlichen Industrie im Kreismaßstab. Seitdem sind die Aufgaben der Planung und Bilanzierung und die Leitung der örtlichen Industrie bestimmten Abteilungen der Räte der Kreise (Stadtkreise) übertragen worden. Die Landwirtschaft wird seit dem 11. Februar 1963 von Bezirks- und Kreislandwirtschaftsräten geplant und geleitet. Sowohl das Gesetz über die örtlichen Organe der Staatsmacht von 1957 als auch die Ordnungen von 1961 bestimmten, auf welchen Sachgebieten die örtlichen Volksvertretungen und ihre Organe tätig werden. Das Gesetz über die örtlichen Organe der Staatsmacht legte die Aufgaben einheitlich fest. In den Ordnungen von 1961 sind für die Volksvertretungen jeder Ebene die Aufgabengebiete gesondert festgelegt. Ein Vergleich, der in einer umfangreichen Enumeration festgestellten Rechte und Pflichten der Volksvertretungen der verschiedenen Ebenen zeigt zwar eine größere Dekonzentration, indessen gibt es nach wie vor keine Angelegenheit, die einem unteren Organ zur ausschließlichen Zuständigkeit zugewiesen ist. Die Anleitung und Kontrolle der oberen Organe erstreckt sich jeweils auf die Aufgabengebiete, die einer unteren Volksvertretung zugewiesen sind. Die Rechte und Pflichten der Volksvertretungen sind in den Ordnungen von 1961 zu 585 Nur inhaltlich verkündeter Beschluß des Präsidiums des Ministerrates (Tribüne vom 3. November 1961).;
Entwicklung der Verfassungsordnung in der Sowjetzone Deutschlands [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands, Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1945-1963, Seite 589 (Entw. VerfOrdn. SBZ DDR 1945-1963, S. 589) Entwicklung der Verfassungsordnung in der Sowjetzone Deutschlands [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands, Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1945-1963, Seite 589 (Entw. VerfOrdn. SBZ DDR 1945-1963, S. 589)

Dokumentation: Entwicklung der Verfassungsordnung in der Sowjetzone Deutschlands [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands, Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1945-1963 (Sonderdruck aus: Jahrbuch des öffentlichen Rechts, Band 13, Seite 455-579), Rechtsanwalt Siegfried Mampel, Berlin, J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen, 1964 (Entw. Verf.ordn. SBZ, DDR 1945-1963, S. 492-580).

Die sich aus den Parteibeschlüssen soY den Befehlen und Weisungen des Ministers für Staatssicherheit ergebenden grundlegenden Aufgaben für die Linie Untersuchung zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung der Versuche des Gegners zum subversiven Mißbrauch Sugendlicher und gesellschaftsschädlicher Handlun-gen Jugendlicher. Die Durchführung von Aktionen und Einsätzen anläßlich politischer und gesellschaftlicher Höhepunkte stellt an die Diensteinheiten der Linie Untersuchung hohe Anforderungen Um diesen auch zukünftig in vollem Umfang gerecht zu werden, kommt es insbesondere darauf an, alle erforderlichen Potenzen des sozialistischen Rechts sowie die Mittel, Möglichkeiten und Methoden der Untersuchungsarbeit umfassend zu erschließen und anzuwenden, um die weitere erfolgreiche Durchsetzung Honecker: Bericht des Zentralkomitees der Partei an den Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, vorgetragen von Genossen Breshnew, Generalsekretär des der Partei am Verlag Moskau Direktiven des Parteitages der Partei Vorlesungen und Schrillten der Parteihochschule Karl Marx beim der Partei . Mielke, Referat auf der Parteiaktivtagung der Parteiorganisation Staatssicherheit zur Auswertung des Parteitages der Partei Vorlesungen und Schrillten der Parteihochschule Karl Marx beim der Partei . Mielke, Referat auf der Parteiaktivtagung der Parteiorganisation Staatssicherheit zur Auswertung des Parteitages der im Staatssicherheit , Geheime Verschlußsache Staatssicherheit Mielke, Referat, auf der Funktionärskonferenz der im Ministerium für Staatssicherheit, Vertrauliche Verschlußsache Staatssicherheit Mielke, Referat auf der zentralen Dienstkonferenz zu ausgewählten Fragen der politisch-operativen Arbeit der Kreisdienststellen und deren Führung und Leitung, Geheime Verschlußsache Referat des Ministers für Staatssicherheit auf der Zentralen Aktivtagung zur Auswertung des Parteitages der im Staatssicherheit , Geheime Verschlußsache Staatssicherheit Vortrag des Ministers vor Mitarbeitern für der Parteisekretären der Bezirksstaatsanwaltschaften, Bezirksgerichte am Vortrag des Ministers vor Politorganen der und der anderen Staaten der sozialistischen Staatengemeinschaft unter allen Bedingungen der Entwicklung der internationalen Lage erfordert die weitere Verstärkung der Arbeit am Feind und Erhöhung der Wirksamkeit der im Rahmen der Vorgangsbearbeitung, der operativen Personenaufklärung und -kontrolle und des Prozesses zur Klärung der Frage Wer ist wer? insgesamt.

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