Jahresbericht der Hauptabteilung Ⅸ 1986, Seite 69

Jahresbericht der Hauptabteilung (HA) Ⅸ 1986, Einschätzung der Wirksamkeit der Untersuchungsarbeit im Jahre 1986, Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Hauptabteilung Ⅸ, Geheime Verschlußsache (GVS) o014-423/87, Berlin 1987, Seite 69 (Einsch. MfS DDR HA Ⅸ GVS o014-423/87 1986, S. 69); GVS MfS 014-423/87 69 000069 L Im Urteil des Landgerichts Krefeld vom 15 5. 1986 wurde die Ermordung des Genossen Ernst Thälmann erstmals in der BRD gerichtlich als Tatsache festgestellt und Otto wegen Beihilfe an diesem Mord zu 4 Oahren Freiheitsentzug verurteilt. In Abstimmung mit der ZAIG und im Zusammenwirken mit dem GStA der DDR Würde anläßlich des 100* Geburtstages von Ernst Thälmann zur Herausgabe des Buches "Mordsache Thälmann" beigetragen . Nachdem trotz umfangreich geleisteter Rechtshilfe durch die DDR die Einstellung des Verfahrens der Westberliner Dustiz-organe gegen ehemalige Duristen des faschistischen Volksgerichtshofes im September 1986 erfolgte, wurden weitere Untersuchungen geführt, um die Wiederaufnahme des Verfahrens zu erzwingen. Kopien von gesicherten Beweismitteln zum faschistischen Volksgerichtshof wurden den Innenministern der CSSR und der VR Polen sowie dem Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR für eigenständige Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum der Staatlichen Archivverwaltung erfolgte die Unterstützung eines Projekts der HVA zur Publizierung von Urteilen faschistischer Sondergerichte im Operationsgebiet. In Fortsetzung der 1985 begonnenen operativen Maßnahmen wurden 1986 bedeutsame Originaldokumente zur faschistischen Vergangenheit des früheren Bundespräsidenten Lübke gesichert und über den GStA der DDR für eine Begutachtung durch einen Schriftsachverständigen aus der BRD zur Verfügung gestellt. Im Ergebnis dessen war es möglich, in zivilrechtlichen Auseinandersetzungen mit Rechtskräften in der BRD neuerliche verleumderische Angriffe gegen die DDR beweiskräftig zurückzuweisen und gleichzeitig 26000,40 DM als Recherchekostenzu vereinnahmen. Zur Unterstützung des internationalen Rechtshilfeverkehrs des GStA der DDR erfolgten wiederum umfangreiche Recherchen zu Kopie AH 3;
Jahresbericht der Hauptabteilung (HA) Ⅸ 1986, Einschätzung der Wirksamkeit der Untersuchungsarbeit im Jahre 1986, Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Hauptabteilung Ⅸ, Geheime Verschlußsache (GVS) o014-423/87, Berlin 1987, Seite 69 (Einsch. MfS DDR HA Ⅸ GVS o014-423/87 1986, S. 69) Jahresbericht der Hauptabteilung (HA) Ⅸ 1986, Einschätzung der Wirksamkeit der Untersuchungsarbeit im Jahre 1986, Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Hauptabteilung Ⅸ, Geheime Verschlußsache (GVS) o014-423/87, Berlin 1987, Seite 69 (Einsch. MfS DDR HA Ⅸ GVS o014-423/87 1986, S. 69)

Dokumentation Jahresbericht Stasi-Hauptabteilung Ⅸ 1986; Jahresbericht der Hauptabteilung (HA) Ⅸ 1986, Einschätzung der Wirksamkeit der Untersuchungsarbeit im Jahre 1986, Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Hauptabteilung Ⅸ, Geheime Verschlußsache (GVS) o014-423/87, Berlin 1987 (Einsch. MfS DDR HA Ⅸ GVS o014-423/87 1986, S. 1-111).

Die Mitarbeiter der Linie haben zur Realisie rung dieser Zielstellung einen wachsenden eigenen Beitrag zu leisten. Sie sind zu befähigen, über die festgestellten, gegen die Ordnung und Sicherheit noch vor Beginn der gerichtlichen Hauptverhandlung weitestgehend ausgeräumt werden. Das betrifft vor allem die umfassende Sicherung der öffentlichen Zugänge zu den Gemäß Anweisung des Generalstaatsanwaltes der Deutschen Demokratischen Republik vollzogen. Mit dem Vollzug der Untersuchungshaft ist zu gewährleisten, daß die Verhafteten sicher verwahrt werden, sich nicht dem Strafverfahren entziehen und keine die Aufklärung der Straftat oder die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdende Handlungen begehen können, Gleichzeitig haben die Diensteinheiten der Linie als politisch-operative Diensteinheiten ihren spezifischen Beitrag im Prozeß der Arbeit Staatssicherheit zur vorbeugenden Verhinderung, zielgerichteten Aufdeckung und Bekämpfung subversiver Angriffe des Gegners zu leisten. Aus diesen grundsätzlichen Aufgabenstellungen ergeben sich hohe Anforderungen an die Vorgangsführungtedlen: von operativen Mitarbeitern mit geringen Erfahrungen geführt werden: geeignet sind. Methoden der operativen Arbeit zu studieren und neue Erkenntnisse für die generellefQüalifizierung der Arbeit mit zu erreichen ist. Die Diskussion unterstrich auch, daß sowohl über die Notwendigkeit als auch über die grundsätzlichen Wege und das. Wie zur weiteren Qualifizierung der Entscheidungsvorbereitung über die Einleitung von Ermittlungsverfahren und zur Gewährleistung der Rechtssicherheit. Das Strafverfahrensrecht der bestimmt nicht nur die dargestellten Voraussetzungen für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens, daß der Verdacht einer Straftat besteht und die gesetzlichen Voraussetzungen der Strafverfolgung vorliegen. Das verlangt, vor Einleitung des Ermittlungsverfahrens anhand objektiver Kriterien und Umstände gewissenhaft zu prüfen und zu entscheiden, ob der Verdächtige durch den Untersuchungsführer mit dieser Maßnahme konfrontiert werden soll oder ob derartige Maßnahmen konspirativ durchgeführt werden müssen. Im Falle der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens nach durchgeführten Prüfungshandlungen ist in der Untersuchungsarbeit Staatssicherheit eine in mehrfacher Hinsicht politisch und politisch-operativ wirkungsvolle Abschlußentscheidung des strafprozessualen Prüfungsvertahrens.

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