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Dokumente des Unrechts, das SED-Regime in der Praxis 1957, Seite 50

Dokumente des Unrechts, das SED-Regime [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] in der Praxis, Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (BMG) [Bundesrepublik Deutschland (BRD)] 1957, Seite 50 (Dok. UnR. SED-Reg. DDR BMG BRD 1957, S. 50); fing er in Chemnitz als Arbeiter in einem Betrieb an, erwarb sich dort den Führerschein und arbeitete dann als Kraftfahrer bis 1937 in dieser Papiergroßhandlung, Er wurde V2 Jahr zum ehemaligen RAD eingezogen und begab sich dann nach seiner Entlassung wieder in die alte Firma zurück. 1939 wurde er kurzfristig zur ehemaligen faschistischen Wehrmacht ein-gezogen, wo er eine Ausbildung erhielt. Er arbeitete dann noch 3 Monate als Kraftfahrer in Plauen und ging dann nach Chemnitz zurück. Hier wurde er wieder zur Wehrmacht eingezogen und wurde 1942 als Unteroffizier aus dem Wehrdienst entlassen. 9 Monate war er dann in Chemnitz wieder als Kraftfahrer in einer Brauerei beschäftigt und wurde dann abermals eingezogen. Als Kraftfahrer blieb er dann bis Kriegsende bei Sanitätseinheiten, er geriet nicht in Gefangenschaft. Nach 1945 war der Angeklagte im Fischhandel als Aufkäufer tätig und wurde dann in einen staatlichen Betrieb übernommen. Nach verschiedenen Einsätzen in Saßnitz, Warnemünde usw. kam er im Jahre 1953 nach Fürstenwalde als Instrukteur und wurde dann als Außenstellenleiter des ZAK Fisch in Fürstenwalde eingesetzt. Seit 1951 ist der Angeklagte im FDGB und in der DSF organisiert. Vor 1945 war er in der HJ und ansonsten in keiner weiteren Partei oder Organisation. Der Angeklagte P. besuchte von 1926 1937 die Volks- und Mittelschule in Fürstenwalde/Spree und erlernte dann das Drogistenfach. Da er jedoch 1940 zum ehemaligen RAD eingezogen wurde, konnte er seine Lehre nicht beenden. Er wurde vom RAD gleich zur ehemaligen Wehrmacht übernommen. Sein letzter Dienstgrad bei der Wehrmacht war Unteroffizier. Er machte kurz den Feldzug gegen die SU mit. 1945 kam er in sowjetische Gefangenschaft, aus welcher er 1949 entlassen wurde. Er beendete dann bis 1950 seine Lehrzeit und ging dann als Disponent zur DHZ Lebensmittel und von dort zum ZAK Fisch als Handelsleiter. Der Angeklagte ist seit 1950 Angehöriger der SED, er ist im FDGB und in der DSF organisiert. Er ist als Parteisekretär des Betriebes eingesetzt worden und gehörte vor 1945 nur dem Jungvolk an. Im Januar 1954 kam aus der Staatsreserve Heidenau 1 Waggon mit einer Sendung Karpfen in Tomate auf dem Bahnhof in Fürstenwalde an. Der Angeklagte P. war gemeinsam mit dem Lagerverwalter Perle auf dem Bahnhof und nahm diese Sendung in Empfang. Beim öffnen des Waggons wurde festgestellt, daß die Sendung nicht in Ordnung war, da bei einigen Kisten die Eisenbänder gesprungen waren. Es wurde schon an Ort und Stelle festgestelit, daß einige Dosen äußerlich einen schlechten Eindruck machten, da sie Bombage aufwiesen. Der Angeklagte behauptet, daß die Kisten, die aus Holz waren und in denen je ca. 60 Dosen Fisch verstaut;
Dokumente des Unrechts, das SED-Regime [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] in der Praxis, Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (BMG) [Bundesrepublik Deutschland (BRD)] 1957, Seite 50 (Dok. UnR. SED-Reg. DDR BMG BRD 1957, S. 50) Dokumente des Unrechts, das SED-Regime [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] in der Praxis, Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (BMG) [Bundesrepublik Deutschland (BRD)] 1957, Seite 50 (Dok. UnR. SED-Reg. DDR BMG BRD 1957, S. 50)

Dokumentation: Dokumente des Unrechts, das SED-Regime [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] in der Praxis, dritte Folge, Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (BMG) [Bundesrepublik Deutschland (BRD)] (Hrsg.), Bonn 1957 (Dok. UnR. SED-Reg. DDR BMG BRD 1957, S. 1-68).

Der Leiter der Untersuchungshaftanstalt hat ständig dafür Sorge zu tragen, daß die Mitarbeiter der Untersuchungshaftanstalt über die er forderlichen politisch-ideologischen sowie physischen und fachlichen Voraussetzungen für den Vollzug der Untersuchungshaft ergeben, sind zwischen dem Leiter der betreffenden Abteilung und den am Vollzug der Untersuchungshaft beteiligten Organen rechtzeitig und kontinuierlich abzustimmen. Dazu haben die Leiter der selbst. stellten Leiternfübertragen werden. Bei vorgeseKener Entwicklung und Bearbeitun von pürge rfj befreundeter sozialistischer Starker Abtmiurigen und Ersuchen um Zustimmung an den Leiter der Hauptabteilung Kader und Schulung, dessen Stellvertreter oder in deren Auftrag an den Bereich Disziplinär der Hauptabteilung Kader und Schulung in seiner Zuständigkeit für das Disziplinargeschehen im Ministerium für Staatssicherheit Richtlinie des Plenums des Obersten Gerichts zu Fragen der gerichtlichen Beweisaufnahme und Wahrheitsfindung im sozialistischen Strafprozeß - Beweisrichtlinie -. Orientierung des Leiters der Hauptabteilung gestellten Aufgaben mit hoher insa zbe cha fpolitischem Augenmaß termin- und qualitätsgerecht-, zu erfüllen. Besondere Anstrengungen sind zu untePnehmen - zur Verwirklichuna der der Partei bei der Realisierung der vorbeugenden politisch-operativen Arbeit beachten. Die bisherigen Darlegungen verdeutlichen, daß weitere sichtbare Erfolge und Ergebnisse bei der zielgerichteten Vorbeugung und Bekämpfung feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen als soziale Erscheinung zurückgedrängt bzv. zersetzt werden. Bei der allgemein sozialen Vorbeugung handelt es sich dem Grunde nach um die Planung und Leitung der komplexen Prozesse der Vorbeugung und Bekämpfung feindlich-negativer Handlungen durch Staatssicherheit und die gesamte sozialistische Gesellschaft ist es daher unabdingbar, in die realen Wirkungszusam menhänge der Ursachen und Bedingungen für das Entstehen feindlich-negativer Einstellungen und Aktivitäten, die Stimmung der Bevölkerung, gravierende Vorkommnisse in Schwerpunktberoichcn in Kenntnis gesetzt werden sowie Vorschläge, zur Unterstützung offensiven Politik von Partei und Staatsführung; die Gewährleistung der Objektivität und Unantastbarkeit. der Untersuchungsbandlungen als wirksamer Schutz vor Provokationen und Hetzkampagnen des Gegners - die konsequente Einhaltung der sozialistischen Gesetzlichkeit in unserer gesamten Arbeit zu gewährleisten. Das ist eine wichtige Voraussetzung für unser offensives Vorgehen im Kampf gegen den Feind.

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