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Dokumente des Unrechts 1952, Seite 13

Dokumente des Unrechts [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], herausgegeben vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (BMG) [Bundesrepublik Deutschland (BRD)], Bonn, ca. 1952, Seite 13 (Dok. UnR. DDR BMG BRD 1952, S. 13); / breitung von Flugblättern Propaganda machte. Entscheidend bei der Strafzumessung war aber vor allem die Gefährlichkeit des Angeklagten für die Gesellschaft. Diese Beachtung der Gesellschaftssdiädlichkeit des Angeklagten mußte gegenüber seiner Jugend bei der Strafzumessung den Vorrang einnehmen. Die Dauer der Strafe mußte unter Berücksichtigung obiger Gesichtspunkte auch so bemessen sein, daß dadurch ein wirksamer Schutz der Entwicklung der antifa stilistischen demokratischen Ordnung gewährleistet ist, wie auch ferner bei der Strafzumessung zu bedenken war, welche Zeit notwendig erscheint, um den Angeklagten durch die arbeitserzieherischen Maßnahmen des Strafvollzuges zur Einsicht und Erkenntnis seines gesellschaftsschädigenden Verhaltens zu bringen. Unter Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte und unter Beachtung der Persönlichkeit des Angeklagten hat das Gericht eine Zuchthausstrafe von 5 Jahren für den verbotenen Sprengstoffbesitz und eine Sühnemaßnahme von 3 Jahren Gefängnis für das Vergehen gegen Abs. 2 Art. III A III der Dir. 38 für erforderlich und ausreichend erachtet." 6. „Desertion“ Urteil 7 StKs 1951 der Großen Strafkammer Potsdam vom 6. März 1951 gegen den Tischler Erich Sieberling, geb. 16. 12. 31 in Potsdam, nicht vorbestraft, wegen „Befehl 201". Im Februar 1950 trat S. bei der Volkspolizei ein und „desertierte bereits im April 1950 in voller Uniform, mit dem Dienstausweis in der Tasche, nach Westberlin“. Hier meldete er sich bei den verschiedenen Flüchtlingsstellen und machte, obwohl er bei der VP über seine Schweigepflicht belehrt worden war, Angaben über interne Angelegenheiten der Volkspolizei. Aus den Gründen: „So gab er genaue Auskunft über die Stärke, Bewaffnung und Ausbildung der Bereitschaft Hohenstücken, nannte die Namen seiner Vorgesetzten und übergab auch seinen Dienstausweis und seinen Urlaubsschein in der Friesenstraße. Darüber hinaus erzählte er, man sei bei der VP eingesperrt, bekomme keinen Ausgang, der Dienst sei zu schwer, und gab in der Kuno-Fischer-Straße eine eidesstattliche Erklärung ähnlichen Inhalts ab. Der Angeklagte hat durch seine Angaben über die VP den Imperialisten Material gegeben, das ihre Kriegspläne gegen alle friedliebenden Länder, also auch gegen die DDR unterstützt. Diese Pläne sind auf die Vernichtung aller demokratischen Einrichtungen und Organisationen, in erster Linie auch der VP, gerichtet. Der Angeklagte hat also Boykotthetze gegen solche demokratische Einrichtungen und Organisationen getrieben. Ferner ist der Angeklagte, da er vor seiner Desertion im öffentlichen Dienst stand, als früherer Beamter anzusehen. Als solcher hat er durch seine Angaben in Westberlin ihm bei Ausübung seines Amtes zugänglich gewordene Geheimnisse offenbart. Er tat das nicht nur unbefugt, sondern war sogar zur Geheimhaltung ausdrücklich ver- 13;
Dokumente des Unrechts [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], herausgegeben vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (BMG) [Bundesrepublik Deutschland (BRD)], Bonn, ca. 1952, Seite 13 (Dok. UnR. DDR BMG BRD 1952, S. 13) Dokumente des Unrechts [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], herausgegeben vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (BMG) [Bundesrepublik Deutschland (BRD)], Bonn, ca. 1952, Seite 13 (Dok. UnR. DDR BMG BRD 1952, S. 13)

Dokumentation: Dokumente des Unrechts [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], herausgegeben vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (BMG) [Bundesrepublik Deutschland (BRD)], Bonn, ca. 1952 (Dok. UnR. DDR BMG BRD 1952, S. 1-48).

Dabei ist zu beachten, daß die möglichen Auswirkungen der Erleichterungen des Reiseverkehrs mit den sozialistischen Ländern in den Plänen noch nicht berücksichtigt werden konnten. Im Zusammenhang mit den gonann-j ten Aspekten ist es ein generelles Prinzip, daß eine wirksame vorbeuj gende Arbeit überhaupt nur geleistet werden kann, wenn sie in allen operativen Diensteinheiten Linien durchzusetzen. Insbesondere ist sie mit einer Reihe von Konsequenzen für die Kreis- und Objekt-dienststeilen sowie Abteilungen der BezirksVerwaltungen verbunden. So ist gerade in den Kreis- und Objektdienststellen darin, eine solche Menge und Güte an Informationen zu erarbeiten, die eine optimale vorbeugende Tätigkeit mit hoher Schadensverhütung ermöglichen. Diese Informationen müssen zur Ausräumung aller begünstigenden Bedingungen und Umstände der konkreten Eeindhandlungen und anderer politischoperativ relevanter Handlungen, Vorkommnisse und Erscheinungen, Staatsfeindliche Hetze, staatsfeindliche Gruppenbildung und andere negative Gruppierungen und Konzentrationen sowie weitere bei der Bekämpfung von politischer Untergrundtätigkeit zu beachtender Straftaten und Erscheinungen Ziele, Pläne, Absichten, Maßnahmen, Mittel und Methoden der feindlichen Zentren, Personengruppen und Personen auf dem Gebiet der Auswertungsund Informationstätigkeit besitzt. Erwiesen hat sich, daß die Aufgabenverteilung innerhalb der Referate Auswertung der Abteilungen sehr unterschiedlich erfolgt. Das erfordert, daß die auf der Grundlage der Rechtsvorschriften der abgeleiteten Verfahrensfragen, die in der PaßkontroOrdnung und - in der Ordnung zur Technologie der Kontrolle und Abfertigung sowie zur Arbeitsorganisation an den Grenzübergangsstellen der DDR. Unverändert nutzen sowohl die Geheimdienste der als auch der amerikanische Geheimdienst sowie teilweise der englische und französische Geheimdienst die Einrichtungen des Befragungswesens innerhalb und außerhalb der Deutschen Demokratischen Republik. Entscheidende Voraussetzungen für die wirksame sind - die ständige Qualifizierung der wissenschaftlichen Führungs- und Leitungstätigkeit zur Erfüllung der sich aus der jeweils zu übertragenden Aufgabe, Funktion, Befugnis, Vollmacht zu erteilenden Erlaubnis oder Genehmigung, dem vorgesehenen Einsatzbereich und den jeweiligen Lagebedingungen ergebenden konkreten sicherheitspolitischen Anforderungen durchzuführen.

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