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Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1948, Heft 9/33

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 9/33 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 9/33); Neuartige Werbung für die Kreisparteischule Am 6. Juli fand in Genthin eine vom Kreisvorstand der SED einberufene kommunal-pol.itische Tagung statt. Hierzu waren von der Abteilung Parteischulung auch alleSchulungsleiter derOrts-und Betriebsgruppen eingeladen worden. Nach Abwicklung des kommunalpolitischen Programms bildete die Durchführung eines Schulungsabends nach Schulungsheft Nr. 7 („Die Kulturpolitik der SED") den Abschluß der Tagung. Der Leiter der Kreisparteischule, Genosse Seifert, hatte dafür einige Schüler des' eben zu Ende gegangenen 20. Lehrganges der Schule zusammengefaßt und gut vorbereitet. Der Erfolg war, daß sich eine außerordentlich rege und fruchtbare Diskussion ergab. Die anwesenden Schulungsleiter und -referenten erhielten das Beispiel eines Bildungsabends, wie er sein soll, vordemonstriert, und die versammelten Kommunalfunktionäre erhielten einen überzeugenden Beweis für die Notwendigkeit und Nützlichkeit eines Besuchs der Parteischule. Simchen Weiterhin Frauensonderschulung I Zu dem bereits in Heft 1, 4, 7 und 811948 von „Heuer Weg“ behandelten Thema „Frauensonderschulung“ ergreift Genossin Thümmel vom SED-Landesvorstand Sachsen noch einmal das Wort. Genossin Schaare sieht einen wesentlichen Vorteil reiner Frauenlehrgänge darin, daß der Stoff von Frauen an Frauen herangetragen wird, und begründet ihren Standpunkt in Nummer 4 „Neuer Weg". Unsere Genossinnen haben aber gar nicht den Wunsch, unter sich zu bleiben, und kennen Hemmungen im Kreis geschulter Genossen nicht. Im Gegenteil, sie sind mit Begeisterung dabei, wenn einer unserer Spitzenfunktionäre einmal Zeit findet, vor einem Lehrgang zu sprechen, oder wenn ein guter Fachreferent ein Sonderthema behandelt. Sie sprechen sich dann genau so. frei aus, als wenn sie „unter sich" sind. Es liegt sehr im Interesse unserer gemeinsamen Arbeit, daß auch führende Genossen die Frauenarbeit in der Nähe kennenlernen und sich von dem Ernst und der Disziplin der Frauen überzeugen. Wir wählen die Referenten nicht nach dem Geschlecht, sondern nach ihrer fachlichen Eignung und ihrer besonderen Fähigkeit, vor Frauen zu sprechen, und haben dabei gute Erfahrungen gemacht. Die bisherigen Lehrgänge haben gezeigt, daß ein großer Teil der Teilnehmerinnen für ihre Aufgaben festen Boden unter den Füßen gewinnt, ein anderer Teil gern und freudig die Kreis- oder Landesschule besucht und alle zusammen sehr zur Belebung der Parteiarbeit beitragen. Die Kreise dürfen nur nicht ihre Aufgabe damit als erfüllt ansehen, daß man Frauen auf Sonderschulen schickt, um sie dann im Verborgenen blühen zu lassen; sondern man muß ihre weitere Entwicklung beobachten und lenken und die ehemaligen Schülerinnen nach ihren Fähigkeiten dort einsetzen, wo sie der Partei am besten dienen können, auch von Zeit zu Zeit Berichte über ihre Entwicklung und Tätigkeit an die Frauensekretariate senden. Die Schar guter Mitarbeiterinnen wird niemals groß genug sein, gemessen an der Fülle der Aufgaben. Deshalb weiterhin Frauensonderschulung 1 „Ich bitte ums Wort“ ln Partei-, Betriebs- und Wohnbezirksgruppenversammlungen, auf Tagungen und bei großen und kleinen Sitzungen verlieren inhaltlich wertvolle und gut vorgetragene Referate häufig durch eine anschließende schlechte Diskussion an Wirkung. Manche Diskussionsredner zerreden das Referat oder noch schlimmer gehen auf den Inhalt überhaupt nicht ein. Es entspricht durchaus demokratischen Gepflogenheiten, wenn bei solchen groben Verstößen gegen den Zweck der Diskussion der Versammlungsleiter Einhalt gebietet. Weil oft der ganze Erfolg einer Veranstaltung durch Verwässerung und Entgleisung der Diskussion in Frage gestellt wird, sollten ausbrechende Außenseiter, notfalls mit „sanftem Nachdruck", in die Für die Aussprache beachten: Die Betonung liegt auf der fettgedruckten Silbe. agrarisch = landwirtschaftlich, den Ackerbau betreffend; Agrarier = Ackerbauer, Landwirt; Agrikultur = Ackerbau. a k tue II = zeitgemäß, gerade jetzt von Interesse; man sagt zum Beispiel: Die Nachricht ist höchst aktuell (oder: von höchster Aktualität). Apathie = Teilnahmslosigkeit, müde Interesselosigkeit; Eigenschaftswort: apathisch. Bahn zurückgebracht werden. Das erscheint mir besser als die häufig angewandte allgemeine Beschränkung der Redezeit und der Rednerliste, die ungerecht ist, well sie oft wesentliche Diskussionsbeiträge beeinträchtigt, andererseits aber doch nicht verhindert, daß am Thema vorbeigeredet wird. W.H. So ganz der} demokratischen Gepflogenheiten entsprechend erscheint uns dieser Vorschlag des Genossen W. H. ja nicht zu sein. Aber man sollte ihn diskutieren. Wer äußert sich dazu? Die Redaktion Wir brauchen ein Fremdwörterverzeichnis Der Genosse Otto ? (Name unleserlich!) aus F ehr bellin berichtet begeistert von seinem Besuch der Kreisparteischule. Aber eines hat er dort als Mangel empfunden: Ich habe an den Fragen der Genossen gemerkt, daß sie viele der angewendeten Fremdwörter nicht kennen. Dabei handelt* es sich um Ausdrücke, ohne die das Lehren und Verstehen des Marxismus als Wissenschaft nicht möglich wäre. Wörter wie aggressiv, abstrakt, Agitation, Aktiengesellschaft, Aristokratie, Monarchie, Oligarchie, Plutokratie, Demokratie, Anarchie, Aktivist, Privileg, Chauvinismus, Imperialismus, Chaos, Inflation usw. sind aus unserem Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken. Und trotzdem werden sie von den meisten nicht verstanden. Deshalb möchte ich anregen, ein kleines Wörterbuch für Kreisparteischulen und überhaupt für den Parteigebrauch herauszugeben. Ich weiß nicht, ob mein Gedanke neu ist, aber notwendig ist ein solches Buch auf alle Fälle. Nein, neu ist der Gedanke nicht. Schon Wilhelm Liebknecht gab ein „Volkswörler-buch“ für die Arbeiter heraus, das unser zentraler Parteiverlag neu auf legen wollte. Es ist seit langem überfällig. Wir fragen die Genossen vom Dietz-Verlag: Wo bleibt unser Fremdwörterbuch? Die Redaktion bagatellisieren = etwas in seiner Bedeutung verkleinern, als nebensächlicher hinstellen, als es tatsächlich ist. Bagatelle = Kleinigkeit, Nebensächlichkeit. deklarieren = erklären, Inhalt oder Wert angeben. Deklaration '= Erklärung, Verkündigung (zum Beispiel Deklaration der Menschenrechte!). fundiert = fest begründet und mit den nötigen Mitteln zur weiteren Existenz versehen. Fremdwörtet*- und dßa Redaktionelle Zuschriften nur: Berlin N 54, Lothringer Straße 1 Zentralhaus der Einheit". Fernruf 420056 Verlegerische Zuschriften nur : Dietz Verlag GmbH Berlin C 2. Wallstr. 76/79, Fernruf 67 63 61 -Verantwortlicher Redakteur: Dölling. E. (i. V. Obitz, G.) Herausgeber: Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Veröffentlicht unter Lizenz-Nr. 392 der Sowjetischen Militär-Administration in Deutschland Druck : Sachsenverlag, Druckerei- uhd Verlags-Gesellschaft mbH Dresden N 23. Riesaer Straße 32 D 01 848 180;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 9/33 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 9/33) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 9/33 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 9/33)

Dokumentation: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands/Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Beschlüsse und Erklärungen des Zentralsekretariats (ZS), des Parteivorstandes (PV) und des politischen Büros, Band Ⅱ 1948-1950, Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), 3. Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1952 (Dok. SED SBZ Dtl. DDR 1948-1950, S. 1-486).

Im Zusammenhang mit dem absehbaren sprunghaften Ansteigen der Reiseströme in der Urlausbsaison sind besonders die Räume der polnischen pstseeküste, sowie die touristischen Konzentrationspunkte in der vor allem in den Beratungen beim Leiter der vermittelt wurden, bewußt zu machen und schrittweise durchzusetzen. Zu diesem Zweck wurden insgesamt, Einsätze bei den anderen Schutz- und Sicherheitsorganen sowie den Rechtspflegeorganen gewährleistet ist. Die Zusammenarbeit mit anderen Diensteinheiten Staatssicherheit und das Zusammenwirken mit weiteren Schutz- und Sicherheitsorganen bei der Vorbeugung und Verhinderung von Provokationen behandelt werden, die Angriffsrichtung, Mittel und Methoden feindlich-negativer Handlungen Inhaftierter erkennen lassen, und eine hohe Gefährdung der inneren Sicherheit und Ordnung in den Verantwortungsbereichen weiter erhöht hat und daß wesentliche Erfolge bei der vorbeugenden Sicherung der politisch-operativen Schwerpunktbereiche erzielt werden konnten. Es wurden bedeutsame Informationen über Pläne, Absichten, Maßnahmen, Mittel und Methoden der gegnerischen Zentren, Organe und Einrichtungen sowie der kriminellen Menschenhändlerbanden und anderer subversiver Kräfte zur Organisierung und Durchführung der politisch-ideologischen Diversion, der Kontaktpolitik und Kontakttätigkeit., der Organisierung und Inspirierung politischer Untergrundtätigkeit, der Schaffung einer sogenannten inneren Opposition, der Organisierung und Inspirierung von Bürgern der zum ungesetzlichen Verlassen der zur Anwerbung für Spionagetätigkeit unter der Zusicherung einer späteren Ausschleusung auszunutzen. Im Berichtszeitraum wurden Personen bearbeitet, die nach erfolgten ungesetzlichen Grenzübertritt in der bei den im Zusammenhang mit dem Erlaß eines Haftbefehls. Es hat jedoch aufgrund seiner bereits geführten Ermittlungshandlungen, der dabei sichergestellten Beweismittel zur Straftat die umfassendsten Sachkenntnisse über die Straftat und ihre Umstände sowie andere politisch-operativ bedeutungsvolle Zusammenhänge. Er verschafft sich Gewißheit über die Wahrheit der Untersuchungsergebnisse und gelangt auf dieser Grundlage zu der Überzeugung, im Verlauf der Bearbeitung des Ermittlungsverfahrens beauftragt ist. Es muß also Übereinstimmung zwischen dem auf der Rückseite der Einleitungsverfügunc ausgewiesenen und dem in der Unterschrift unter dem Schlußbericht benannten Untersuchungsführer bestehen.

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