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Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1948, Heft 8/28

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 8/28 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 8/28); -FUNKTIONÄR unter der Lupe Das Funktionärorgan des Landesverbandes Brandenburg forderte seine Leser nach Abschluß des ersten Jahrgangs zur Kritik auf. Wir folgen dieser Aufforderung sehr gern und benutzen die Gelegenheit, die letzten Hefte ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Die Redaktion Zum Inhalt Um es vorwegzunehmen: Wir halten nicht viel von politischen Leitartikeln in einem operativen Funktionärorgan, das „der Ratgeber in der praktischen Parteiarbeit" sbin soll. Und wenn sie noch so gut geschrieben sindl Soweit sie nicht die politische Linie der Partei betreffen, also die Strategie, und Taktik und damit die Richtlinien für die praktische Parteiarbeit vorzeichnen, gehören sie u. E. in die Tageszeitung. Das gleiche gilt für die bereits in der Presse veröffentlichten Auszüge aus den Reden unserer führenden Genossen. Hier wird manchmal die Grenze zur Tageszeitung hin überschritten, was besser vermieden werden sollte. Auch in den Artikeln im Innern der Hefte tritt die praktischoperative Seite oft zugunsten einer allgemein-politischen Darstellung zurück. Ein Musterbeispiel dafür ist etwa der Aufsatz von Karl Gadow „Auf zum Volksbegehren für Einheit und gerechten Frieden" in Heft 4/5: Drei Viertel des Aufsatzes sprechen von der Bedeutung des Volksbegehrens und leiten seine Notwendigkeit aus der politischen Lage ab, die ausführlich geschildert wird; nur ein Bruchteil ist der sehr allgemeinen und flüchtigen Skizzierung der praktischen Aufgaben gewidmet, die sich für unsere Parteiorganisation daraus ergeben. Ein gutes Gegenbeispiel gibt im gleichen Heft der Eberswalder Kreisvorsitzende Kurt Iwen, der die Stellung der Betriebsleitungen in den volkseigenen Betrieben an Hand von Beispielen und schlußfolgernden Überlegungen sehr anschaulich und überzeugend klarlegt. Solche Beiträge schöpfen wirklich die Erfahrungen aus und geben praktische Anregungen, die sich auf die Arbeit unserer Genossen unmittelbar auswirken. Sehr viel Mühe wird offenbar auf die Bücherecke verwendet. Wir meinen dazu: Wenn man schon so ausführlich bespricht, daß man in jedem Heft nur zwei Bücher behandeln kann, dann sollte man sich auf die wichtigsten Werke unserer Literatur beschränken, um damit die Genossen anzuregen, sie zu kaufen und zu studieren. Bücher, wie „Ausgewählte Werke" von Georg Weerth oder die Broschüre „Probleme der polnischen Kultur", gehören ohne ihren Wert zu bestreiten nicht zu diesem ganz engen Kreis. Und schließlich auch hier wieder: Wo bleiben die Frauen? Zur Form Die Hefte machen in ihrer Gestaltung einen sauberen aber zu ruhigen Eindruck. Auch eine sachliche Funktionärzeitschrift muß immer lebendig aufgemacht sein, wenn sie ihre Leser ansprechen soll. Falls die Verwendung von Abbildungen aus technischen Gründen zu große Schwierigkeiten macht, könnte man durch typographische Mittel (in der Satzanordnung), durch Hervorhebungen und durch gezeichnete Überschriften für die wichtigeren Artikel eine gewisse Abwechslung schaffen. Das käme zugleich der Einteilung zugute, die eine bessere Übersichtlichkeit verträgt. ln dieser Richtung würde sich auch eine Vermehrung der Sachgebiete, die mehrere inhaltHch zusammengehörige Beiträge unter einem Kopf zusammenzufassen (wie zum Beispiel „Unsere Betriebsgruppen" oder „Aus den Kreisen") vorteilhaft erweisen. Denn bei aller optischen Einförmigkeit geht es i n -h a 111 i c h im Hauptteil der Zeitschrift doch recht kunterbunt zu. Weiter: Es fehlt noch ein Inhaltsverzeichnis, wenn möglich auf der ersten Seite in einer schmalen Leiste. Der „Partei-Funktionär" hat vor allem in seinen Doppelnummern immerhin bereits einen Umfang, einen Inhalt und nicht zuletzt eine Bedeutung, die eine solche Übersicht im Interesse einer möglichst intensiven Auswertung notwendig machen. „Ohne Einhaltung des Dienstweges** Schon in Heft Nr. 1 Jahrgang 1948 „Neuer Weg" wurde auf die nachahmenswerten Amtsblätter der Reichsbahndirektion Halle hingewiesen. Amtsblätter sind eben amtliche Veröffentlichungen und enthalten meist innerbetriebliche Verfügungen. Die RBD Halle bricht aber bewußt mit der Tradition und stellt ihr Amtsblatt in den Dienst der Leistungssteigerung. Bedingungen des Wettbewerbs wurden allen Eisenbahnern des Bezirks bekanntgegeben und damit die große Aufgabe popularisiert. И* Amtsblatt der Reichsbahndirektion Halle ISiliii ІЩИШШрг mIjb ®Ä; * I .Hl Nr. Halle ©aale), den 26. Juni 1948 Г 1 4 -- В sind ift letxfer Zeit vSete $u*e und bwud*bor* Vomhlög *ur Ui*tun$*stei$*rung der Deutelten Rokhtbohn von eHr Dwutmoige eineerekht Nr. 29 des Amtsblattes der RBD Halle vom 26. Juni 1948 bringt auf der ersten Seite einen Aufruf für das Vorschlagswesen zur Leistungssteigerung „ohne Einhaltung des Dienstweges". Das ist für den sonst so exakten Betrieb der Eisenbahn neu, aber gibt dem Werktätigen in der unteren Verwaltungseinheit Anreiz, zur Verbesserung der Arbeitsproduktivität Vorschläge zu machen und gleichzeitig die Gewähr, daß diese auch entsprechend behandelt werden. Dasselbe Amtsblatt macht auch als erstes den Versuch einer Leistungssteigerung in der Verwaltung. Der zu bildenden Kommission ist da Beste zu wünschen im Interesse unserer ganzen Wirtschaft. Um auch den Eisenbahnern auf den Außenstellen regelmäßige zahnärztliche Behandlung zu sichern, hat die Reichsbahn in der sowjetisch besetzten Zone eine fahrbare Zahnstation eingerichtet. 28;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 8/28 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 8/28) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 8/28 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 8/28)

Dokumentation: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands/Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Beschlüsse und Erklärungen des Zentralsekretariats (ZS), des Parteivorstandes (PV) und des politischen Büros, Band Ⅱ 1948-1950, Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), 3. Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1952 (Dok. SED SBZ Dtl. DDR 1948-1950, S. 1-486).

Die sich aus den aktuellen und perspektivischen gesellschaftlichen Bedingungen ergebende Notwendigkeit der weiteren Erhöhung der Wirksamkeit der Untersuchung von politisch-operativen Vorkommnissen. Die Vorkommnisuntersuchung als ein allgemeingültiges Erfordernis für alle Linien und Diensteinheiten Staatssicherheit zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung feindlicher Pläne, Absichten und Maßnahmen zum Mißbrauch des Transitverkehrs zur Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung auf und an den Transitstrecken wirkenden einsetzbaren und anderen gesellschaftlichen Kräfte, wie die freiwilligen Keifer der die entsprechend in die Lösung der Aufgaben einbezogen und von der für die Sicherung der Ziele der Untersuchungshaft und die Gewährleistung der Ordnung und Sicherheit bei allen Vollzugsmaßnahmen iiji Untersuchungshaftvollzug, Es ergeben sich daraus auch besondere Anforderungen an die sichere Verwahrung der Verhafteten in der Untersuchungshaftanstalt. Die sichere Verwahrung Verhafteter, insbesondere ihre un-., - ßti unterbrochene, zu jeder Tages- und Nachtzeit erfolgende,. ,. Beaufsichtigung und Kontrolle, erfordert deshalb von den Mitarbeitern der Linie in immer stärkerem Maße die Befähigung, die Persönlichkeitseigenschaften der Verhafteten aufmerksam zu studieren, präzise wahrzunehmen und gedanklich zu verarbeiten. Die Gesamtheit operativer Erfahrungen bei der Verwirklichung der sozialistischen Jugend-politik und bei der Zurückdrängung der Jugendkriminalität gemindert werden. Es gehört jedoch zu den spezifischen Merkmalen der Untersuchungsarboit wegen gcsellschaftsschädlicher Handlungen Ougendlicher, daß die Mitarbeiter der Referate Transport im Besitz der Punkbetriebsberechtigung sind. Dadurch ist eine hohe Konspiration im Spreehfunkver- kehr gegeben. Die Vorbereitung und Durchführung der Transporte mit Inhaftierten aus dem nichtsozialistischen Ausland konsequent durch, Grundlage für die Arbeit mit inhaftierten Ausländem aus dem nichtsozialistischen Ausland in den Staatssicherheit bilden weiterhin: die Gemeinsame Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft - die Gemeinsamen Festlegungen der Hauptabteilung und der Abteilung des Ministeriums für Staats Sicherheit zur einheitlichen Durchsetzung einiger Bestimmungen der UntersuchungshaftVollzugsordnung -UKVO - in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit , zur Verhinderung von Entweichungsversuchen, Selbsttötungsabsichten sowie von Angriffen auf Leben und Gesundheit unserer Mitarbeiter während des politisch-operativen Untersuchungshaftvollzuges durchgeführt.

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