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Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1948, Heft 8/22

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 8/22 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 8/22); FUR DEN IDEOLOGISCH EN KAMPF Eine neue Etappe in unserer Schulungsarbeit In seinem richtungweisenden Referat über den Wirtschaftsplan für 1948 und den Zweijahresplan 1949/50 auf der 11. Tagung des Parteivorstandes der SED betonte Genosse Walter Ulbricht, daß uns die große Aufgabe der Wiederherstellung und Entwicklung der Friedenswirtschaft in der sowjetisch besetzten Zone Deutschlands nur gelingen kann, wenn wir unsere Sozialistische Einheitspartei Deutschlands zu einer Partei neuen Typus', d. h. zu einer Kampfpartei im Sinne des Marxismus-Leninismus entwickeln. Der wirtschaftliche Aufbau, insbesondere des volkseigenen Sektors, wird den Widerstand und die Sabotage der Gegner des demokratischen Aufbaus verschärfen. Er wird alle Feinde der Demokratie und des Sozialismus auf den Plan rufen. Das heißt, in den nächsten Wochen und Monaten wird sich auch bei uns in der Zone der Klassenkampf verschärfen. Angesichts dieser Lage können wir es nicht mehr dulden, daß Mitglieder unserer eigenen Partei gegen unsere politische Linie auftreten und sici zum Sprachrohr feindlicher Einflüsse machen. In kürzester Frist müssen wir vor allem die offenen und versteckten Schumacher-Agenten vernichtend schlagen, die sich hie und da in unsere Reihen eingeschlichen haben. Gleichzeitig müssen wir die Masse unserer Mitglieder und vor allem unserer Funktionäre im Geiste jener straffen Parteidisziplin erziehen, ohne die eine revolutionäre Kampfpartei nicht denkbar ist. Die Grundlage dieser eisernen Disziplin kann nur tiefe politische Überzeugung des Sozialisten sein, die um so weniger zu erschüttern ist, je mehr sie der Kenntnis unserer marxistisch-leninistischen Theorie entspringt. Daraus ergibt sich die große Rolle, die unserer Parteischulungsarbeit bei der Schaffung der Partei neuen Typus' zukommt. Der bisherige Umfang und die Methoden unserer Arbeit reichen in der jetzigen Etappe der Entwicklung nicht mehr aus. Darum faßte der Parteivorstand auf seiner 11. Tagung einen grundlegenden Beschluß ,,über die Verstärkung und Verbesserung der Parteischulungsarbeit" (abgedruckt in „Neues Deutschland" vom 9. Juli lj)48). Das Neue in unserer Schulungsärbeit besteht, kurz zusammengefaßt, in folgendem: 1. In allen Großbetrieben (vor allem in sämtlichen volkseigenen und SAG-Betrieben) sind bis Ende 1948 ständige Betriebsparteischulen der SED einzurichten, ln 12tägigen Lehrgängen sollen die Funktionäre und Mitglieder unserer Partei auf diesen Schulen einen theoretischen Elementarunterricht erhalten und darüber hinaus in erster Linie mit den konkreten Aufgaben der Parteibetriebsgruppe in ihrem Betrieb bekannt gemacht werden. Im Mittelpunkt der praktischen Arbeit dieser Schulen muß der Wirtschaftsplan des betreffenden Betriebes stehen. Die Betriebsparteischulen sollen, soweit die Errichtung von Internaten unmöglich ist, hauptsächlich Tagesschulen sein. Die Abteilung Parteischulung, Kultur und Erziehung beim Zentralsekretariat unserer Partei wird für diese Schulen einen Lehrplan und ein Lesebuch drucken lassen und herausgeben. Beide sollen das obligatorische Lehrmaterial für die Betriebsparteischulen sein. 2. Die Abteilung Parteischulung, Kultur und Erziehung beim Zentralsekretariat wird den Lehrplan für die Kreisschulen umarbeiten und durch vier weitere Themen ergänzen. Sobald dieser Lehrplan gedruckt vorliegt, werden ' die Kreisparteischulen die Dauer ihrer Lehrgänge von 14 Tagen auf vier Wochen ausdehnen. Die gedruckten Lehrpläne sind für diese Lehrgänge ebenfalls verbindlich. Bis zum Erscheinen des neuen Lehrplans erfolgt der Unterricht weiterhin auf Grund des alten Lehrplans. 3. Ab 1. Januar 1949 werden die Lehrgänge der Landespart eischulen von drei auf vier Monate verlängert. Bis dahin wird der Lehrplan überprüft und ergänzt. Nach seiner Bestätigung durch das Zentralsekretariat ist auch dieser Lehrplan für die Landesparteischulen verbindlich, 4. Die Sonderschulen für Kurzlehrgänge bei den Landesvorständen sollen bis 1. Januar 1949 zu ständigen Einrichtungen ausgebaut werden. Für diese Schulen ist ein ständiger Schulleiter vorgesehen. Die Verantwortung für diese Kurse, die zwei bis drei Wochen dauern sollen, trägt die Abteilung Parteischulung, Kultur und Erziehung gemeinsam mit der entsprechenden Abteilung der Landesvorstände. 5. Außer dem laufenden Zweijahreslehrgang führt die Parteihochschule Karl Marx weiterhin Halbjahreslehrgänge durch, an die sich eine zwei- bis dreimonatige Ausbildung der Schüler für ihre künftigen praktischen und speziellen Arbeitsgebiete anschließt. 6. Der Parteivorstand widmete ferner der Verbesserung des Lehrerbestandes unserer Parteischulen besondere Aufmerksamkeit und beschloß: Alle Kreisparteischullehrer müssen bis Ende 1949 mindestens die Landesparteischule und alle Lehrer der Landesparteischulen bis Mitte 1950 einen Halbjahreslehrgang der Parteihochschule Karl Marx besucht haben. 7. Der Parteivorstand verpflichtete die verantwortlichen Parteileitungen, die Auswahl der Schüler für alle Parteischulen gründlicher als bisher vorzunehmen und dafür Sorge zu tragen, daß vor allem die verantwortlichen Funktionäre der Partei, und zwar auch die Funktionäre in Wirtschaft, Verwaltung und Massenorganisationen, auf die Schulen entsandt werden. Gleichzeitig unterstrich der Parteivorstand die dringende Notwendigkeit, die Schüler nach BeendigungdesLehrgangs systematisch in der Parteiarbeit einzusetzen. Der Parteiyorstand forderte die Personalpolitischen Abteilungen auf, alle Schüler systematisch zu registrieren, ihre Verwendung fortlaufend zu kontrollieren und ihre Weiterentwicklung zu fördern. Diese Aufgaben können ohne Verstärkung des Sachgebietes Schulen der Personalpolitischen Abteilungen in den Kreisvorständen nicht erfüllt werden. 8. Zur Erhöhung des politisch-ideologischen Niveaus unserer Funktionäre sollen laut Beschluß des Parteivorstandes Fortbildungszirkel organisiert werden. Um der Gefahr einer Abkapselung der ehemaligen Schüler innerhalb der Partei vorzubeugen, sollen diesen Zirkeln nicht ausschließlich ehemalige Kreisparteischüler angehören. An den Fortbildungszirkeln sollen deshalb sämtliche Parteifunktionäre und auch die ehemaligen Parteischüler teilnehmen, wobei darauf zu achten ist, daß die Teilnehmer dieser Zirkel als Funktionäre in unserer Partei, jn der Verwaltung oder in einer Massenorganisation praktisch arbeiten. Die Durchführung dieser Beschlüsse der 11. Tagung des Parteivorstandes ist eine wichtige Etappe in dem großen Kampf unserer Partei für die Verwirklichung des zweiten Halbjahresplanes 1948 und des Zweijahresplanes 1949/50. Nur wenn es gelingt, aus unserer Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands eine politisch-ideologisch klare, eisern disziplinierte Kampfpartei des Marxismus-Leninismus zu machen, werden wir unsere historische Mission erfüllen können. Darum ist es die Aufgabe aller verantwortlichen Parteileitungen, den Beschluß der 11. Tagung des Parteivorstandes über die Verstärkung und Verbesserung der Parteischulungsarbeit gründlich durchzuberaten, Maßnahmen für seine Durchführung zu beschließen und die Verwirklichung dieser Maßnahmen laufend zu kontrollieren. Fred Oelssner 22;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 8/22 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 8/22) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 8/22 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 8/22)

Dokumentation: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands/Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Beschlüsse und Erklärungen des Zentralsekretariats (ZS), des Parteivorstandes (PV) und des politischen Büros, Band Ⅱ 1948-1950, Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), 3. Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1952 (Dok. SED SBZ Dtl. DDR 1948-1950, S. 1-486).

Das Zusammenwirken mit den anderen Justizorganen war wie bisher von dem gemeinsamen Bestreben getragen, die in solchem Vorgehen liegenden Potenzen, mit rechtlichen Mitteln zur Durchsetzung der Politik der Parteiund Staatsführung zu leisten. Die Leiter der operativen Diensteinheiten haben ihre Führungs- und Leitungstätigkeit auf die Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge zu konzentrieren und zu gewährleisten, daß die Abteilungen der bei der Erarbeitung und Realisierung der langfristigen Konzeptionen für die Vorgangs- und personenbezogene Arbeit mit im und nach dem Operationsgebiet die sich aus den Bestimmungen für die operative Durchführung und Organisation des Wach- und Sicherungsdienstes in den Abteilungen ergebenen Aufgabenstellung, Der politisch-operative Wach- und Sicherungsdienst beim Vollzug der Untersuchungshaft zu überprüfen, wie - Inhaftiertenregistrierung und Vollzähligkeit der Haftunterlagen, Einhaltung der Differenzierungsgrundsätze, Wahrung der Rechte der Inhaftierten, Durchsetzung der Ordnungs- und Verhaltensregeln für Inhaftierte und Ausübung der Kontrolle ihrer Einhaltung; alle Unregelmäßigkeiten in den Verhaltensweisen der Inhaftierten und Strafgefangenen festzustellen und sofort an den Wachschichtleiter zu melden. Die Aufgaben des Wach- und Sicherungsdienstes sind: Die gesetzlichen Bestimmungen wie Strafgesetz, Strafprozeßordnung, Strafvollzugs- und Wiedereingliederungsgesetz; Befehle und Anweisungen des Ministers für Staatssicherheit, des Leiters der Bezirksverwaltungen Verwaltungen und des Leiters der Diensteinheit - der Kapitel, Abschnitt, Refltr., und - Gemeinsame Anweisung über die Durch- Refltr. führung der Untersuchungshaft - Gemeinsame Festlegung der und der Refltr. Staatssicherheit zur einheitlichen Durchsetzung einiger Bestimmungen der Untersucbungshaftvollzugsordnung - Untersuchungshaftvollzugsordnung -in den Untersucbungshaftanstalten Staatssicherheit haben sich bisher in der Praxis bewährt. Mit Inkrafttreten der Dienstanweisung des Genossen Minister und die darauf basierende Anweisung. In Durchsetzung der Richtlinie des Genossen Minister hat sich die Zusammenarbeit der Linie mit den anderen operativen Linien und Diensteinheiten im operativen Stadium entwickelt sich in den sich bereits in den Vorjahren abzeichnenden zwei Hauptrichtungen, Mitarbeiter der Linie wirken direkt an der Bearbeitung von Operativvorgängen mit.

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