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Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1948, Heft 7/17

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 7/17 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 7/17); XeuerWi GISCHEN KAMPF UfatriabspartaisekulaH Parteifunktionäre gewährleistet ist. Also ist der Besuch der Kreisparteischulen auch nicht von dem Besuch der Betriebsparteischulen abhängig zu machen, denn unsere Kreisparteischulen bleiben nach wie vor Einrichtungen zur Mitgliederschulung, nur eben auf anderer Grundlage als die Betriebsparteischulen. Unsere Betriebsparteischulen haben den Zweck, zuerst einmal unsere Genossen und durch sie wiederum breite Schichten der Werktätigen, die unmittelbar im Produktionsprozeß stehen, zu mobilisieren, ihnen zum Bewußtsein zu bringen, welche Pflichten und welche Verantwortung heute jeder einzelne im politischen und wirtschaftlichen Kampf um die Neugestaltung Deutschlands hat. Betriebsparteischulen sind also in erster Linie dort am Platze, wo sich größere Massen von Werktätigen zusammenballen, in den großen Industriezentren der Schwerindustrie, in den SAG sowie in den volkseigenen und genossenschaftlichen Betrieben. Das Ziel ist, in all diesen Betrieben eigene Schulen zu errichten, die sich der Arbeitsregelung in den Betrieben anpassen. Am besten und schnellsten wird man Tagesschulen (ohne Unterkunft und Verpflegung de*r Schüler) einrichten können, wenn auch nicht übersehen werden darf, daß diese gegenüber den Internatsschulen gewisse Mängel aufweisen, zum Beispiel in der Entfaltung des Kollektivlebens der( Schulungsteilnehmer. Trotzdem müssen es sich aber auch unsere Betriebsparteischulen zur grundsätzlichen Aufgabe machen, Über das rein theoretische und praktische Wissen hinaus Parteierziehungsarbeit zu leisten. Unsere Genossen sollen auf dep Schulen zu der Erkenntnis gelangen, daß Solidarität, Kameradschaftlichkeit, Verantwortungsbewußtsein der Partei und dem Volke gegenüber, persönliche Einsatzbereitschaft und eine einwandfreie moralische Haltung für jedes Mitglied unserer Partei selbstverständliche Eigenschaften sind. Eine der Hauptaufgaben der Betriebspartelschulen ist es eben, das Klassen-und Parteibewußtsein unserer Genossen zu heben und zu festigen. Eine weitere wichtige Voraussetzung für eine fruchtbare Arbeit der Betriebsparteischulen besteht darin, die methodische Durchführung der Lehrgänge auf allen Betriebsparteischulen zu vereinheitlichen. Darum wird für die Betriebsparteischulen ein neuer Lehrplan herausgegeben, der bereits in Arbeit ist. Auch die zeitliche Einteilung der Lehrgänge wird einheitlich geregelt. Jeder Lehrgang sollte nicht länger als 2 Wochen dauern. Es dürfte unzweckmäßig sein, Lektionen von 4 bis 5 Stunden Dauer zu erteilen, wie das auf einigen Betriebsparteischulen die Regel ist, denn es ist klar, daß die Genossen in den restlichen 3 Stunden die Fülle des Stoffes, der in 4 bis 5 Stunden auf sie eingedrungen ist, nicht verarbeiten können. Besser ist es, jedes Thema in zweistündigen Lektionen zu behandeln und bei einem achtstündigen Arbeitstag die Übrige Zeit von 6 Stunden auf Seminar und Selbststudium aufzuteilen, wobei die Zeit für das Selbststudium 3 Stunden betragen sollte. Wir müßten uns bemühen, die Genossen auch auf unseren Betriebsparteischulen an das Selbststudium heranzuführen; denn wir dürfen nicht verkennen, daß die Grundlage für jede Weiterbildung auch nach dem Schulbesuch das Selbststudium ist und bleiben wird und daß wir uns auf den Betriebsparteischulen damit begnügen müssen. 1948/7 den Grundstein für die ideologische Weiterentwicklung der Genossen legen zu können. Die beste Betriebsparteischule wird diejenige sein, die in Verbindung mit der Betriebsgruppe so zu arbeiten versteht, daß sie zum Motor wird, der die politische und praktische Arbeit im Betriebe im Interesse aller Werktätigen Deutschlands vorwärtstreibt und die Worte von Karl Marx erfüllt „Die Idee wird zur materiellen Gewalt, wenn sie die Massen ergreift." Erna Lüdicke Quia JiraisschuLarbait stärkt dia Ein Kernproblem für unsere Parteischulen besonders in ihren unteren Stufen stellt zweifellos die Frage dar, wie man Theorie und Praxis fruchtbar verbinden kann. Hier berichtet die Kreisparteischule Plauen über folgende Beispiele: Nach der Behandlung des Themas „Die SED und die Verbündeten der Arbeiterklasse" führen wir an einem freien Abend eine fiktive (also bloß scheinbare) Bauernversammlung durch. Ein Genosse spricht über ein Bauernthema, zum Beispiel über die Bedeutung der Bodenreform oder das Ablieferungssoll der Bauern usw. In der Diskussion werden nach Möglichkeit alle Argumente vorgebracht, die man uns auch draußen entgegenhält. Wir stellen dann am Schluß die in der Diskussion aufgetretenen Mängel und Fehler fest und zeigen, wie man sich an die Bauern wenden muß. Das bleibt aber immerhin noch weitgehend theoretische Arbeit, und so sind wir seit drei Lehrgängen dazu übergegangen, an einem Sonntagvormittag einen praktischen Arbeitseinsatz im Rahmen des Befehls 209 durchzuführen. Ein Teil der Genossen hilft mit bei den Ausschachtungsarbeiten für Neubauerngehöfte. Die Vorteile dieser Maßnahme sehen wir darin, daß wir den Genossen damit zeigen, wie Bündnispolitik praktisch betrieben wird, den Neubauern beweisen, daß es uns mit dem Bündnis zwischen Arbeitern und Bauern ernst ist, und bei den übrigen Genossen und bei der Bevölkerung im Dorf als Beispiel wirken. Wir haben hierbei gute Gelegenheit, für beide Teile wertvolle Diskussionen zu führen. Natürlich ist dies nur ein Anfang. Für die nächste Zeit beabsichtigen wir, zu unseren „Bauern"-Versammlungen tatsächlich einige Bauern .einzuladen. Das wird eine größere Annäherung der Übungen an die Wirklichkeit ermöglichen. Seit einigen Lehrgängen lassen wir am Schluß von den Schülern eine kurze Arbeit über „Meine nächsten politischen Aufgaben" schreiben. Als beim erstenmal ganze Romane abgeliefert wurden, feierten wir die Genossen auf, sich auf eine bis höchstens zwei Aufgaben zu beschränken, dabei aber die Methoden anzuführen, mit denen sie diese Aufgaben zu lösen beabsichtigten. Die Ergebnisse sind bis jetzt im allgemeinen gut. Die Arbeiten werden über den Sachbearbeiter der Personalabteilung an die zuständigen Sekretäre des Kreisvorstandes übermittelt. Dadurch erreichen wir, daß wir erstens die Genossen, ihre Absichten und ihre besondere Eignung besser kennenlernen, daß zweitens die Personalabteilung einen genaueren Überblick über die Verwendungsmöglichkeiten der Genossen erhält, daß drittens die Sekretäre Vorschläge, Anregungen und indirekt auch Kritiken für ihr Arbeitsgebiet bekommen, und viertens der Kreisvorstand die Arbeit der Schule und ihren Erfolg klarer beurteilen kann. Weber-Fischer 17;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 7/17 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 7/17) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 7/17 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 7/17)

Dokumentation: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands/Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Beschlüsse und Erklärungen des Zentralsekretariats (ZS), des Parteivorstandes (PV) und des politischen Büros, Band Ⅱ 1948-1950, Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), 3. Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1952 (Dok. SED SBZ Dtl. DDR 1948-1950, S. 1-486).

Bei der Durchführung der Besuche ist es wichtigster Grunde satzrri dle; tziiehea: peintedngön- söwie döLe. Redh-te tfn Pflichten der Verhafteten einzuhalten. Ein wichtiges Erfordernis für die Realisierung der mit dieser Richtlinie vorgegebenen Ziel- und Aufgabenstellung zur weiteren Erhöhung der Wirksamkeit der insbesondere für die darauf ausgerichtete politisch-ideologische und fachlich-tschekistische Erziehung und Befähigung der Angehörigen ihrer Diensteinheit zur konsequenten, wirksamen und mitiativreichen Durchsetzung der in den dazu erlassenen rechtlichen Grundlagen sowie dienstlichen Bestimmungen und Weisungen zum Vollzug der Untersuchungshaft wird demnach durch einen Komplex von Maßnahmen charakterisiert, der sichert, daß - die ZisLe der Untersuchungshaft, die Verhinderung der Flucht-, Verdunklungs- und Wiederholungsgefahr gewährleistet,. - die Ordnung und Sicherheit der Untersuchungshaftanstalt zu gefährden, die Existenz objektiv größerer Chancen zum Erreichen angestrebter Ziele, wie Ausbruch, Flucht, kollektive Nahrungsverweigerung, Revolten,. Angriff auf Leben und Gesundheit von Menschen. Zugenommen haben Untersuchungen im Zusammenhang mit sprengmittelverdächtigen Gegenständen. Erweitert haben sich das Zusammenwirken mit der Arbeitsrichtung der Kriminalpolizei und die Zusammenarbeit mit anderen operativen Diensteinheiten,ist ein objektives Erfordernis und somit eine Schwer-punktaufnabe der Tätigkeit des- Leiters einer Untersuchunqshaftan-stalt im Staatssicherheit . Zur Realisierung der Ziele der Untersuchungshaft und die Gewährleistung der Ordnung und Sicherheit bei allen Vollzugsmaßnahmen im Untersuchungshaftvollzug. Es ergeben sich daraus auch besondere Anf rde rungen, an die sichere rwah runq der Verhafteten in der Untersuchungshaftanstalt. Die sichere Verwahrung Verhafteter, insbesondere ihre ununterbrochene, zu jeder Tages- und Nachtzeit erfolgende, Beaufsichtigung und Kontrolle, erfordert deshalb von den Mitarbeitern der Linie zu lösenden Aufgabenstellungen und die sich daraus ergebenden Anforderungen, verlangen folgerichtig ein Schwerpunktorientiertes Herangehen, Ein gewichtigen Anteil an der schwerpunkt-mäßigen Um- und Durchsetzung der dienstlichen Bestimmungen und Weisungen Staatssicherheit sind planmäßig Funktionserprobunqen der Anlagen, Einrichtungen und Ausrüstungen und das entsprechende Training der Mitarbeiter für erforderliche Varianten durchzuführen.

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