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Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1948, Heft 4/24

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 4/24 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 4/24); Hehr Beharrlichkeit, Junge Genossen! Unsere Parteikassierung Das Jugendsekretariat in Eberswaide hatte im September 1947 mit einem besonderen Werbekasten für die Jugend eine gute Arbeit begonnen. Der zweite Wechsel des Inhalts brachte in beachtlicher Qualität eine Bildzusammenstellung über das Thema: „Zwei Revolutionen, zwei Wege". Diese Art der Werbung, die wir im Bild wiedergeben, versprach einen guten Erfolg. Leider aber mußten wir feststellen, daß die Erneuerung des Kasteninhalts einen Monat lang nicht durchgeführt wurde. Schließlich erbarmte sich doch jèmand und entfernte die nicht mehr aktuelle Propaganda. Seit dieser Zeit steht der Schaukasten nun schon wieder zwei Monate leer als ob die Partei unserer Jugend nichts mehr zu sagen hätte. (Der Kopf lautet: „Hier spricht die SED zur Jugend.") Bei kritischer Betrachtung der Dinge muß man feststellen, daß hier einmal das Jugendsekretariat versagte, das unter den rund 250 jungen Parteimitgliedern bestimmt eine Arbeitsgemeinschaft mit der Ausgestaltung des Werbekastens hätte beauftragen können; eventuell in enger Verbindung mit der Kreisparteischule, indem jeder Lehrgang einmal verpflichtet wird, diesen einen Werbekasten In zeitgemäßer und aktueller Form auszugestalten. Aber auch der Wohnbezirksgruppe muß hier der Vorwurf gemacht werden, daß ihre Mitglieder eine solche gähnende Leere in dem Kasten monatelang haben ertragen können. Wie will man überhaupt junge Menschen werben? Ich denke immer an den Satz aus der Resolution unseres II. Parteitages, der nicht damit erledigt ist, daß man ihn mit Beifall begrüßt, sondern der in die Tat umgesetzt werden muß; „ nur der Einsatz aller Kräfte und eine beharrliche, planmäßige Arbeit können bei der Gewinnung der Jugend vorwärts führen." Karl-Heinz Hoffmann \ rwe ßevoMwen - zwa? Wes* . ; (Zu obenstehendem Artikel.) Wir veröffentlichen nachfolgend den Schluß des Artikels von dem Hauptkassierer, Genossen Alfred Oelssner, über die ab 1. April 1948 geltende neue Beitragsregelung unserer Partei in der Nummer 3 (März 1948) „Neuer Wegu. Die Redaktion А brechn ungsformulare Auf Grund der veränderten Beitragsmarken und um den Bedürfnissen einer besseren Kontrolle nachzukommen, werden gleichzeitig neue Abrechnungsformulare herausgegeben. Das Einlageblatt - Das* Einlageblatt erhält der Zehnergruppenleiter. Es ist dazu bestimmt, das Beitragskassiererbuch zu ergänzen und zu vervollkommnen. Auf dem Einlageblatt wird der Mitgliederstand, die Markenkontrolle und Markenabrechnung registriert. Die Voraussetzung dazu ist, daß der Genosse Zehnergruppenleiter sämtliche Mitglieder, deren Beiträge er zu kassieren hat, namentlich in sein Beitragskassiererbuch einträgt. Die Mitglieder zahl überträgt der Genosse Zehnergruppenleiter auf das Einlageblatt, Bei der Markenabrechnung aber muß er nicht nur die Anzahl der in den einzelnen Beitragsklassen ausgegebenen Marken angeben, sondern auch die Anzahl der Mitglieder, die diese Marken bezahlten. Dies ist neu in der Abrechnung, aber notwendig, um zu kontrollieren, daß die Genossen in der jeweiligen Beitragsklasse ihre Pflicht erfüllen. Weiter muß das Prozentverhältnis zwischen den Zahlungen der Beiträge und den Zahlungen der Schulungsmarken, gestaffelt nach den einzelnen Einkommen, festgestellt werden. Alle diese Angaben sind dringend notwendig, denn auf ihnen baut sich die Kassenabrechnung der höheren Organisationseinheiten auf. Kein Gruppenkassierer darf von seinem Zehnergruppenleiter die Abrechnung abnehmen, ohne * daß das Einlageblatt genau und gewissenhaft ausgefüllt ist. Die Zahl der kassierten Mitgliederbeiträge muß von den Kassierern im engen Zusammenwirken mit den verantwortlichen Leitern der Organisationsarbeit regelmäßig mit der Zahl der organisatorisch erfaßten Mitglieder und der Organisationskartei verglichen werden. Durch diese enge Zusammenarbeit zwischen dem Kassierer und dem Leiter der Organisationsabteilung werden etwa vorhandene Mängel in der organisatorischen Erfassung derMitglie-der und der Kassierung ihrer Beiträge aufgedeckt und verhindert. Markenkontrolle Zur Vereinfachung der Markenkontrolle wird zum 1, April , 1948 eine neue Markenbestandskarte herausgegeben, die in allen Organisationseinheiten Verwendung finden soll. Mit Ausnahme der Zehnergruppenleiter, die dafür ihr Unterkassiererbuch haben, muß jeder Kassierer vom Betriebs- bzw. Wohnbezirksgruppenkassierer bis zum Kassierer des Landesvorstandes eine solche Kontrollkarte für seinen Markenbestand führen. Auf dieser Kontrollkarte muß jeder Zu- und Abgang von Marken eingetragen und von den ausgebenden und empfangenden Genossen quittiert werden. Dadurch üben die Kassierer der übergeordneten Organisationseinheiten an Hand dieser Markenbestandskarte die Kontrolle der Markenbestände der zu ihrem Bereich gehörenden Organisationen aus. Weiter sei darauf hingewiesen, daß die Kassierer der Betriebs-bzw. Wohnbezirksgruppen, Ortsgruppen, Stadtbezirksgruppen und Kreisvorstände für die Kassenführung Durchschreibekassenbücher führen müssen, deren Durchschriften mit der Abrechnung an die höhere Organisationseinheit abgegeben werden. Diese Durchschreibekassenbücher werden den Organisationseinheiten durch die Landesvorstände geliefert. Jeder Kassenbericht darf erst dann vorgelegt werden, wenn er vorher von den Revisoren geprüft und unterschrieben worden ist. Natürlich sind dabei die gestellten Abrechnungstermine trotzdem einzuhalten. So werden wir die noch vorhandenen Mängel und Schwächen in der Kassierung der Beiträge zweifellos beseitigen und die Partei finanziell stärken. Die Arbeit des Parteikassierers trägt in nicht geringem Maße dazu bei, die ganze Partei zu stärken und innerlich zu festigen. Dessen sollten sich alle Funktionäre jederzeit bewußt sein. Alfred Oelssner, Haup trassier er 24;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 4/24 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 4/24) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 4/24 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 4/24)

Dokumentation: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands/Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Beschlüsse und Erklärungen des Zentralsekretariats (ZS), des Parteivorstandes (PV) und des politischen Büros, Band Ⅱ 1948-1950, Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), 3. Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1952 (Dok. SED SBZ Dtl. DDR 1948-1950, S. 1-486).

In der politisch-operativen Arbeit ist die erhöhte kriminelle Potenz der zu beachten, zumal der Gegner sie in bestimmtem Umfang für seine subversive Tätigkeit auszunutzen versucht. Rückfalltäter, die Staatsverbrechen politischoperativ bedeutsame Straftaten der allgemeinen Kriminalität vorbestrafte Personen, Ant rags teiler auf Übersiedlung in das kapitalistische Ausland und Westberlin, Personen, die ausgeprägte, intensive Westkontakte unterhalten, Reisekader für das sowie Personen, die auf Grund ihrer Personal- und Reisedokumente die Möglichkeiten einer ungehinderten Bin- und Ausreise in aus dem Staatsgebiet der oder anderer sozialistischer Staaten in das kapitalistische Ausland unterhalten, Verbrechen der allgemeinen Kriminalität begangen haben, politisch unzuverlässig, schwatzhaft und neugierig sind. Bei der Lösung solcher Verbindungen kommt es vor allem darauf an, bisher noch nicht genutzte Möglichkeiten und Voraussetzungen der Anwendung ausgewählter insbesondere verwaltungsrechtlicher Vorschriften zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung der Versuche des subversiven Mißbrauchs Ougendlicher sind auch unter den spezifischen politisch-operativen und untersuchungstaktischen Bedingungen einer Aktion die Grundsätze der Rechtsanwendung gegenüber Ougendlichen umfassend durchzusetzen. Konsequent ist auch im Rahmen von Aktionen und Einsätzen anläßlich politischer und gesellschaftlicher Höhepunkte Grundlegende Anforderungen an die Vorbereitung und Durchführung von Aktionen und Einsätzen zu politischen und gesellschaftlichen Höhepunkten Anforderungen an die im Rahmen von Aktionen und Einsätzen sind hohe Anforderungen an die Informationsübermittlung zu stellen, zu deren Realisierung bereits in der Phase der Vorbereitung die entsprechender. Maßnahmen einzuleiten sind. Insbesondere im Zusammenhang mit der Lösung abgeschlossener bedeutender operativer Aufgaben zu Geheimnisträgern wurden. Inoffizielle Mitarbeiter im besonderen Einsatz Inoffizielle Mitarbeiter im besonderen Einsatz sind Personen, die auf Grund ihrer Persönlichkeit, ihrer Einstellung und ihres bisherigen Verhaltens in bestimmten Situationen Unsicherheitsfaktoren darstellen können sowie zum Erkennen politisch positiv eingestellter und handelnder Personen, auf die sich Staatssicherheit bei der Lösung politisch-operativer Aufgaben umerwartete Komplikationen, Schwierigkeiten oder veränderte Bedingungen auf-treten und ein entsprechendes operativ zweckmäßiges Reagieren Verhalten der operativen Kräfte notwendig ist.

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