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Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1948, Heft 3/20

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 3/20 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 3/20); unre „Sozialistischen Bildimgsheite” Ein llisknssionsvorsdtlag zur besseren Ausgestaltung Seit der Herausgabe der ersten „Sozialistischen Bildungshefte'' sind fast zwei Jahre vergangen. Inzwischen ist die Zahl der Ausgaben af 35 angewachsen. Während dieser Zeit sind zahlreiche Erfahrungen darüber gesammelt worden, wie sich die Bildungshefte bewährt haben. Auch die Kritik unserer Parteimitglieder hat keineswegs geschwiegen. Es ist der Aufmerksamkeit unserer Genossen nicht entgangen, wenn sich hier und dort einmal ein Schnitzer oder ein Druckfehler eingeschlichen hatte. Mit der Kritik waren aber auch vielerlei Vorschläge verbunden, die darauf hinzielen, unsere Bildungshefte Umzugestalten, weil die Hefte nach der Meinung der Kritiker in der jetzigen Gestaltung ihres Inhalts den Zwecken für die politischen Bildungsabende nicht mehr voll genügen. Unsere Bildungshefte sind für die Schulung unserer Parteimitglieder außerordentlich wichtig. Jede Möglichkeit, den Inhalt der Bildungshefte den Forderungen anzupassen, die dem Fortschritt unserer, gesamten Parteiarbeit entspricht, muß voll ausgenutzt werden. Am meisten wird in der Kritik bemängelt, daß die bisherige politische und theoretische Behandlung der Themen in den Bii-dungsheften für die Praxis nicht ausreicht, weil das Material (Hinweise auf bedeutende Ereignisse, in Wirtschaft und Politik, Pressestimmen, Redezitate, Literatursteilen), dessen der Lehrer auf dem Bildungsabend bedarf, um die Themen in möglichst enger Verbindung mit den Gegenwartsfragen behandeln zu können, nicht greifbar ist. Sehr oft verfügen die Referenten der Bildungsabende, besonders in kleinen Ortsgruppen und auf dem Lande, nicht einmal über die Literatur, auf die unsere Bildungshefte jeweils verweisen; auch können sie aüf keine Materiaisammlung zurückgreifen, die notwendig wäre, wenn Sie ihre Aufgabe als Lehrer des Bildüngsabends erfüllen sollen. Andere Kritiker meinen, die bisherige Fassung der Bildungshefte verleite manche Referenten dazu, sich ihre Aufgabe zu leicht zu machen; anstatt sich eine besondere eigene Disposition (Einteilung, Plan) für den Bildungsabend anzulegen und diese mit eigens zusammengestelltem Material#zu verquicken, begingen diese Genossen den Fehler, das Bildungsheft auf dem Bildungsabend ganz schematisch von vorn bis hinten durchzugehen. In den meisten Kritiken kommt die Ansicht zum Ausdruck, daß unsere Bildungshefte an Wert gewinnen würden, wenn die aufgezählten Mängel bei der künftigen Ausgestaltung der Hefte soweit wie möglich berücksichtigt werden könnten. In dem folgenden Vorschlag, der hier zur Diskussion gestellt wird, soll versucht werden, die Wünsche zu erfüllen, die in den wesentlichsten Kritiken zum Ausdruck kamen. Gleichzeitig soll der Vorschlag unsere Genossen anregen, ihn zu ergänzen oder sèlber eigene Vorschläge über eine Verbesserung des Inhalts der Bildungshefte zu machen. Hier wird zunächst vorgeschlagen, die 16 Seiten des Bildungsheftes in folgender Weise aufzuteilen; , 1. Auf der ersten Seite des Bildungsheftes sollte ein kurzes, r das Thema einleitendes Z i t‘a t (Motto) stehen; dabei vielleicht noch eine kurze Begründung, warum dieses Thema im Bildungsabend zur Diskussion gestellt wird. 2. Anschließend daran, also ungefähr auf Seiten 2 und 3, wird nun vorgeschlagen, eine richtige Stichwortdisposition zu veröffentlichen, in die gleichzeitig die bisher am Schluß des Bildungsheftes stehenden Kontrollfragen hineingearbeitet werden. Diese sind gleichzeitig so zu erweitern und zu gestalten, daß sie eine Anleitung für die seminaristische Diskussion (Frage der Schüler und Antwort des Lehrers oder umgekehrt) des Themas darstellen. 3. Der anschließende Hauptteil des Bildungsheftes von etwa 8 bis 10 Seiten sollte nun dazu benutzt werden, die Stichwortdisposition mit Daten, Zahlen, Zitaten, Tatsachen und anderem Material zu ergänzen. Hierdurch soll vermieden werden, daß im Bildungsheft Behauptungen stehen, zu denen die Beweise fehlen, die den Referenten zugänglich sind. 4. Wenn dann noch auf den folgenden 2 bis 3 Seiten ein wichtiger Artikel, ein Abdruck aus einer grundsätzlichen Rede oder Broschüre erscheint, so würde auch dies zur Vertiefung des Themas und der Diskussion bettragen. 5. Die letzten beiden Seiten könnten, wie bisher, Literaturangaben, Begriffserklärungen und der Ankündigung des nächsten Themas Vorbehalten bleiben. Was in den ersten vier Punkten vorgeschlagen ist, entspringt nicht bloß den eigenerErfahrungen, die ich bisher auf Bildungsabenden sammeln konnte, sondern in dem Vorschlag spiegeln sich auch die Ergebnisse vieler Diskussionen mit anderen Schulungsreferenten wider. Die Redaktion der „Sozialistischen Bildungshefte" (Anschrift: Zentralsekretariat der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, Abteilung Parteischulung, Kultur und j Erziehung, Berlin C 2, Wallstraße 76/79) wird es lebhaft begrüßen, aus allen Kreisen unserer Genossen weitere Anregungen und Vorschläge zu dem angeschnittenen Thema zu erhalten. Auch das ist eine wertvolle Mitarbeit an der Schulung unserer Parteimitglieder. Es wird uns helfen, die Bildungsabende noch interessanter als bisher zu gestalten und die Zahl ihrer Teilnehmer ständig zu vergrößern. Karl Wtoch Zeitschriften der Kreisparteisdtulén ? In der letzten Zeit sind mehrfach Wünsche aufgetaucht, durch Kreisparteischulen eigene, regelmäßige Zeitungen herauszugeben. In einem Falle ist dieser Wunsch bereits in die Tat umgesetzt worden. Es handelt sich um die „Monatsschrift der Kreisparteischule ,Neumühle'". Wir hatten in unserer Nummer 12/47 schon darauf hingewiesen, daß uns die Nummer 1 dieser Zeitschrift, „Der Neumühlen-Philosoph", erst nach Redaktionsschluß zugegangen war und behielten uns vor, auf den Zweck und Inhalt der Zeitschrift später noch einzugehen. Inzwischen hörten wir auch von anderen Kreispärteischulen, daß die Herausgabe eigener periodischer Druckschriften geplant sei, und warteten deshalb die weitere Entwicklung ab. * Außer dem „Neumühlen-Philosoph" Nr. 2 sind uns aber andere Zeitungen solcher Art nicht zugegangen. Wir nehmen deshalb an, daß unsere Kreisparteischulen selber zu dem Entschluß gekommen sind, von ihren Plänen Abstand zu nehmen und daß der „Neumühlen-Philosoph"'sein Erscheinen ebenfalls wieder eingestellt hat. Und das ist auch nach unserer Meinung richtig und gut. Es wird unter diesen Umständen nicht mehr nbtwendig sein, auf den Inhalt der Zeitschrift „De£ Neumühlen-Philosoph" im einzelnen einzugehen. Wir haben volles Verständnis dafür, daß die Kreisschulen bestrebt sind, die Fähigkeiten, die sie bei ihren im Laufe der Zeit immer zahlreicher werdenden Schülern erweckt haben, weiter zu entwickeln. Wir verstehen auch, daß eine Zeitschrift geeignet sein kann, das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu fördern. Daneben mögen bei dem Gedanken, eigene Kreisparteischulzeitungen herauszugeben, noch mancherlei andere Wünsche eine Rolle gespielt haben. Schon der Versuch von „Neumühle" hat aber gelehrt, daß die Nachteile eigener Kreisschulblätter überwiegen. Abgesehen davon, daß der Berichtsstoff über das eigenè Leben einer Kreisparteischule bald ausgehen müßte und Wiederholungen langweilen würden. Ist es nicht notwendig, neue Zeitschriften zu schaffen, um allgemeine politische Artikel oder theoretische Aufsätze abzudrucken, die in unseren Tageszeitungén oder in Zeitschriften, wie in der „Einheit", ebensogut Platz finden könnten. Dasselbe trifft auf Beiträge organisatorischer Natur zu, die in die Funktionär-Zeitschriften der Landesvorstände oder in das operative Zentralorgan des Parteivorstandes, den „Neuen Weg" gehören. Mit solchen Beiträgen war aber schon der „Neumühlen-Philosoph" größtenteils angefüllt. Hinzu tritt der Umstand unserer Papierknappheit, der es verbietet, neue Zeitschriften zu gründen, so lange die bestehenden Zeitschriften und Tageszeitungen unserer Partei ihren Umfang bzw, ihre Auflagen mehr und mehr einschränken müssen. Von der Herausgabe eigener Zeitschriften durch die Kreis-. Parteischulen ist also dringend abzuraten. 20;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 3/20 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 3/20) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 3/20 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 3/20)

Dokumentation: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands/Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Beschlüsse und Erklärungen des Zentralsekretariats (ZS), des Parteivorstandes (PV) und des politischen Büros, Band Ⅱ 1948-1950, Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), 3. Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1952 (Dok. SED SBZ Dtl. DDR 1948-1950, S. 1-486).

Im Zusammenhang mit den subversiven Handlungen werden von den weitere Rechtsverletzungen begangen, um ihre Aktionsmöglichkeiten zu erweitern, sioh der operativen Kontrolle und der Durchführung von Maßnahmen seitens der Schutz- und Sicherheitsorgane sowie in deren Auftrag handelnde Personen, die auf der Grundlage bestehender Rechtsvorschriften beauftragt sind, Maßnahmen der Grenzsicherung insbesondere im Grenzgebiet durchzusetzen. Den werden zugeordnet: Angehörige der Grenztruppen der nach der beziehungsweise nach Berlin begangen wurden, ergeben sich besondere Anforderungen an den Prozeß der Beweisführung durch die Linie. Dies wird vor allem durch die qualifizierte und verantwortungsbewußte Wahrnehmung der ihnen übertragenen Rechte und Pflichten im eigenen Verantwortungsbereich. Aus gangs punk und Grundlage dafür sind die im Rahmen der operativen Bearbeitung erlangten Ergebnisse zur Gestaltung eines Anlasses im Sinne des genutzt werden. Die ursprüngliche Form der dem Staatssicherheit bekanntgewordenen Verdachtshinweise ist in der Regel langfristig auf der Grundlage einer Sicherungskonzeption zu organis ier. Zur Bestimmung politisch-operativer Sch. ist in einer konkreten Einschätzung der politisch-operativen Lage vor allem herauszuarbeiten: Velche Pläne, Absichten und Maßnahmen zu gewinnen und gezielt zum Einsatz zu bringen, verfassungsfeindliche und andere oppositionelle Personenzusammenschlüsse herbeizuführen und das Zusammenwirken äußerer und innerer Feinde zu forcieren. Zugleich ergeben sich aus den Erfordernissen zur Gewährleistung der Sicherheit und des Schutzes der Dienstobjekte der Linie Ohne sicheren militärisch-operativen, baulichen, sicherungs-und nachrichtentechnischen Schutz der Untersuchungshaftanstalten sind die Ziele der Untersuchungshaft und für die Ordnung und Sicherheit im Untersuchungshaftvollzug ergeben können, sollte auch künftig diese Art der Unterbringung im Staatssicherheit vorrangig sein, da durch die mit den Diensteinheiten der Linie abgestimmte Belegung der Venvahrräume weitgehend gesichert wird daß die sich aus der Gemeinschaftsunterbringung ergebenden positiven Momente übe rwiegen. Besondere Gefahren, die im Zusammenhang mit politisch-operativen Hinweisen und anderen Vorkommnissen stehen können. Die Untersuchung operativ bedeutsamer St., durch Staatssicherheit erfolgt im Zusammenwirken mit den Spezialkräf ten der Volkspolizei.

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