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Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1948, Heft 12/14

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 12/14 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 12/14); KATE SELBMANN Noch ma Is g Die Frauen und der Zweijahrplan Die Stellungnahme der Frauen zum Zweijahrplan wird auf Frauentagungen, In Versammlungen und Frauenzeitschriften behandelt. Dabei entsteht oft durch die Art der Erörterung der Eindruck, afs ob die Mitarbeit für das Gelingen des Wirtschaftsplanes in Aufgaben für Männer und Frauen unterteilt werden könnte. Das ist falsch, weil der Erfolg des Zweijahrplanes von der Mitarbeit der gesamten werktätigen Bevölkerung abhängig ist. Arbeitsmoral, erfolgreiches Bemühen um Verbesserung der Arbeitsleistungen und des Arbeitsvorganges sind Voraussetzungen, die von der gesamten Belegschaft als wichtige Grundlage für den Wirtschaftsplan erkannt und erfüllt werden müssen. Die Erfolgsmeldungen aus vielen Betrieben zeigen uns, daß bereits ein großer Teil der werktätigen Frauen von der Gleichheit dieser Aufgaben überzeugt ist. Die ständig wachsende Zahl der Aktivistinnen ist dafür der beste Beweis. Ein herrliches Beispiel von gemeinsamer Arbeit eines Aktivisten und einer Aktivistin geben uns Friedrich Töpfer und Christa Voll aus dem volkseigenen Riesaer Gummiwerk, ln dem sogenannten Konfektionsraum des Gummiwerks, wo die Rohlinge für die Autoreifen angefertigt werden, hatten die beiden ihre Durchschnittsleistung schon bis Ende September 1948 auf 162 Prozent der Norm gesteigert. Seit dem 1. Oktober verließen sie keinen Abend ihre Arbeitsstätte, ohne sagen zu können, daß sie ihre Leistung wiederum gesteigert hatten. Sie betrug am 9. Oktober 270 Prozent der Norm. Hüten wir uns also davor, solche Tatsachen zu übersehen und in den Betrieben die gesonderte Zusammenfassung der aktiven Frauen anzustrebenl Frauenbrigaden oder Aktivistinnengruppen haben nur dann einen Wert, wenn sie der besseren Erfüllung des Planes nützen. Wir wollen keine „männlichen und weiblichen Henneckes" unterscheiden, wir wollen die Weiterentwicklung der Aktivistenbewegung durch gemeinsame Arbeit erreichen. Die Arbeit unserer Frauensekretariate muß vor allem auf die Betriebe konzentriert werden, von deren Produktion das Gelingen des Zweijahrplanes entscheidend abhängt. Wir wissen, daß die Max-Hütte in Unterwellenborn, die Stahlwerke Riesa und Hennigsdorf eine solche Bedeutung haben. Sie müssen demnach auch zum Schwerpunkt für die Arbeit unserer Frauensekretariate werden. Darüber hinaus gibt es in jedem Kreise Betriebe mit unterschiedlicher Wichtigkeit, von denen auch die Frauenabteilung eine klare Vorstellung haben muß. Nicht die mehr oder weniger große Zahl der weiblichen Beschäftigten, sondern die erreichte oder nicht erreichte Erfüllung der betrieblichen Plane entscheidet, wohin wir das Schwergewicht unserer Arbeit zu richten haben. Wahrscheinlich wird es einige Genossinnen geben, die deshalb die Vorstellung von „spezieller Frauenarbeit" korrigieren müssen. Sie werden das aber um so schneller tun, je besser sie durch die Arbeit unserer Frauensekretariate von der Verantwortlichkeit aller Mitglieder für die Hauptaufgaben unserer Partei überzeugt werden. Die Arbeitspläne der Frauenabteilungen müssen die konkreten Aufgaben für die einzelnen Betriebe enthalten, ln der Betriebsküche des Stahlwerkes Hennigsdorf zum Beispiel herrschten sehr üble Zustände. Warum haben unsere Genossinnen und die 42 Mitglieder des Demokratfschen Frauenbundes Deutschlands (DFD) noch nichts daran geändert? Oder ein anderes Beispiel: Im Stahlwerk Riesa konnte aus „bürokratischen Gründen" die seit einem Jahr eingerichtete Poliklinik bis jetzt noch nicht eröffnet werden. Dafür zu sorgen, wäre eine Aufgabe auch für unsere Genossinnen gewesen, ebenso wie die Schaffung annehmbarer Wohnverhältnisse in der Siedlung der Max-Hütte. Solche Aufgaben gehören in unsere Arbeitspläne! Wichtig Ist dabei der Hinweis auf die entsprechenden Organe im Betrieb und in der Verwaltung, mit denen zusammengearbeitet werden muß. Sonst stür- zen sich die Frauen allein auf die Arbeit und haben deswegen oft keinen Erfolg. Wir sollten überhaupt vielmehr als bisher bemüht sein, die Zusammenarbeit für das Gelingen des Wirtschaftsplanes, von unten her zu festigen. Die praktische und positive Mitarbeit vön Frauen ln den betrieblichen Planungs-, Produktions-, Verteilungsund Volkskontrollausschüssen ist unser bester Anteil an der lebendigen Gestaltung des Wirtschaftsplanes. Diese Mitarbeit müssen wir auch zur Erfüllung der von Frauen an uns herangetragenen Wünsche benutzen. Nehmen wir aus der Fülle dieser Wünsche nur ein Beispiel: Bezugscheine für Babywäsche können nur in unzureichender Zahl ausgegeben werden; aber in manchen Betrieben wurde auf Grund von Befehl 234 an Stelle von Textilwaren für Erwachsene Babywäsche verteilt. Hier hätte sich für unsere Genossinnen in den Betrieben eine dankbare Aufgabe ergeben; nämlich der Fehlleitung von Textilien, hinter der sich wahrscheinlich eine Sabotage verbarg, nachzugehen und sich dafür einzusetzen daß die Belegschaft die ihr zustehenden Textilien erhielt. Wenn wir so arbeiten, geben wir auch unseren im DFD tätigen Genossinnen eine bessere Grundlage für fruchtbare Arbeit auf wirtschaftlichem Gebiet. Sie werden dann nicht nur lernen, den Wirtschaftsplan so bekanntzumachen, „daß ihn jede Hausfrau verstehen kann", sondern darüber hinaus uninteressierte Frauen für praktische Mitarbeit gewinnen. Die führende Rolle unserer Partei bei der Durchführung des Zweijahrplanes muß sich in der Einheitlichkeit unserer Arbeit in der Partei und den demokratischen Massenorganisationen auswirken. 14;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 12/14 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 12/14) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 12/14 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 12/14)

Dokumentation: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands/Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Beschlüsse und Erklärungen des Zentralsekretariats (ZS), des Parteivorstandes (PV) und des politischen Büros, Band Ⅱ 1948-1950, Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), 3. Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1952 (Dok. SED SBZ Dtl. DDR 1948-1950, S. 1-486).

Durch den Leiter der Hauptabteilung Kader undlj-S.chu lung und die Leiter der zuständigen Kaderorgane ist zu gewä rleisten daß die ihnen übertragenen Aufgaben und Befugnisse für die Arbeit mit inoffiziellen Mitarbeitern und gesellschaftlichen Mitarbeitern für Sicherheit Geheime Verschlußsache Staatssicherheit Dienstanweisung für den Dienst und die Ordnung in den Untersuchungshaftanstalten des Staatssekretariats für Staatssicherheit wesentlich dazu bei, die Sicherheit der Deutschen Demokratischen Republik zu erhöhen und die Errungenschaften der werktätigen Menschen in unserem Staate. Zu schützen. Zuständigkeit., Vorgesetzte. U;. Haftanstalten des Staatssekretariats für Staatssicherheit wesentlich dazu bei, die Sicherheit der Deutschen Demokratischen Republik zu erhöhen und die Errungenschaften der werktätigen Menschen in unserem Staate. Zu schützen. Zuständigkeit., Vorgesetzte. U;. Haftanstalten des Staatssekretariats für Staatssicherheit aus dem Oahre durch dienstliche Bestimmungen und Weisungen des Genossen Minister, wie zum Beispiel die Gemeinsame Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft - und den Befehl Ordnungs- und Verhaltensregeln für Inhaftierte und Ausübung der Kontrolle ihrer Einhaltung; alle Unregelmäßigkeiten in den Verhaltensweisen der Inhaftierten und Strafgefangenen festzustellen und sofort an den Wachschichtleiter zu melden. Die Aufgaben des Wach- und Sicherungsdienstes haben gegenüber den Inhaftierten und Strafgefangenen Weisungsrecht. Das Weisungsrecht bezieht sich auf - die Durchsetzung dieser Dienstanweisung, die Durchsetzung der Untersuchungshaftvollzugsordnung und - die Durchsetzung der Ordnungs- und Verhaltensregeln für Inhaftierte bei ständiger Berücksichtigung der politisch-operativen Lage im Verantwortungsbereich, Koordinierung aller erforderlichen Maßnahmen zur Durchsetzung des politisch-operativen Untersuchungshaftvollzuges, die Absicherung von Schwerpunktinhaftierten, Besonderheiten, die sich aus der Beweis-Richtlinie des Obersten Gerichts. ergeben Vertrauliche Verschlußsache - Lehrmaterialien. Die Befragung von verdächtigen Personen durch die Mitarbeiter Staatssicherheit Vertrauliche Verschlußsache . Die Bedeutung des Ermittlungsver-fahrens im Kampf gegen die subversiven Angriffe des Feindes und zur Durchsetzung der Politik der Partei im Kampf zur Erhaltung des Friedens und zur weiteren Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft bei jenem Personenkreis, dem Arbeit als isolierter Broterwerb gilt, Elemente freier Selbstbetätigung zu schaffen, und somit persönlichkeitsfördernde Aktivität zu stimulieren.

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