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Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1948, Heft 11/4

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 11/4 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 11/4);  , ч 6 1 2as ~öotbiL2 dut Adolf Hennecke Ist der Arbeitsinstrukteur seines Betriebes, des Werkes „Gottessegen", Grube Karl Liebknecht, Seine Aufgabe besteht darin, die Kameraden durch Hinweise und praktische Hilfe zu unterstützen, damit sie ihr Soll erfüllen und übererfüllen können. Am Anfang wurde er, wie er selbst erzählte, von manchem Kameraden mit einem gewissen Mißtrauen betrachtet Sie bezweifelten, ob der Arbeitsinstrukteur, der andere für die Steigerung ihrer Leistung anleiten soll, auch selbst in der Lage wäre, die Norm unter den Bedingungen der Grube Liebknecht wesentlich überzuerfüllen, Adolf Hennecke, der schon seit 26 Jahren auf der Grube beschäftigt ist und der durch seine Tätigkeit als Arbeits-Instrukteur erreichte, daß die Aktivistenbewegung des Schachtes auf über hundert Arbeiter anstieg, nahm die Herausforderung an. Am 13. Oktober 1948, dem Jahrestag des historischen Soko-lowskij-Befehls Nr. 234, verfuhr er mit Zustimmung der Be- trlebsleltung, eine Sonderschicht. In achtstündiger Arbeit förderte er mit Preßlufthammer 24,4 Kubikmeter Steinkohle, was bei einem Arbeitssoll von 6,3 Kubikmeter eine Übererfüllung der Norm mit 380 Prozent des Arbeitssolls bedeutete. Durch seine beispiellose Leistung hat Adolf Hennecke die Ehre seines Betriebes gerettet, Das Werk hat im dritten Quartal 1948 sein Soll nur zu 95 Prozent erfüllt, well zwei Reviere während dieser Zeit durch restlose Ausbeutung ausfielen und neue Reviere durch eine schlechte organisatorische Arbeit der Betriebsleitung noch nicht zum Abbau vorbereitet worden waren. Um das Soll des Werkes doch zu erfüllen, verfuhren die Kameraden auf Anregung Henneckes und seiner Aktivisten zwei freiwillige Sonntagsschichten, Die Aktivisten Landmann, Schuh, Arlt, Sonntag und andere leisteten je Schicht über 150 Prozent der Norm; Adolf Hennecke gab durch seine Leistung das Beispiel, wie die Norm von den Kameraden noch weiter überschritten und das Soll des Werkes nicht nur erfüllt, sondern übererfüllt werden kann. Adolf Henneckes Leistung ist aber ein Beispiel nicht nur für die Grube Liebknecht, nicht nur für das Werk „Cottessegen",rr nicht' nur für den Steinkohlenbergbau, nicht nur für den Bergbau tm allgemeinen, sondern für alle Betriebe aller In- „Zu der körperlichen Leistung muß sich naturgemäß auch die Arbeit des Geistes gesellen* - nach diesem Qrundsati arbeitet Adolf Hennecke, nach diesem Qrundsati erzieht er ah Lehrhäuer die neuen und die Jungen Kumpels xu Beherrschern Ihres Berufs. d u s t г I e z w e i g e In der sowjetisch besetzten Zone. Adolf Hennecke sagte selbst, daß seine Leistung vom 13. Oktober 1948 nichts Besonderes sei, sondern daß sie bei der richtigen Organisation des Arbeitsprozesses von manchem Kameraden nicht nur erreicht, sondern auch überschritten werden kann. Schon wenige Tage nach dem 13, Oktober erfüllte der Hauer Landmann seine Norm mit 260 Prozent, der Hauer Pauli mît 217 Prozent, der Hauer D ö r f e I d mit 207 Prozent, der Hauer B a r s c h mit . 200 Prozent, der Hauer Glanzauge mit 195 Prozent, der Hauer Lehnert mit 193 Prozent-und der Hauer Arlt mit 184 Prozent. Adolf Hennecke stellte mit seiner beispielgebenden Leistung die Aktivistenbewegung auf eine höhere Stufe. Er prägte zugleich die richtunggebenden Sätze: „Zu der körperlichen Leistung muß sich naturgemäß a u c h die Arbeit des Geistes gesellen, um absolute Spitzenleistungen zu erzielen. Jeder Arbeitsvorgang muß schon im voraus gut bedacht sein. Als das wichtigste Moment muß ich jedoch das Beherrschen der zu bearbeitenden Materie anführen Mir ist es nie bei meiner bergmännischen Arbeit um Broterwerb schlechthin gegangen, sondern ich habe den Beruf immer als etwas sehr Wertvolles für die menschliche Gesellschaft betrachtet. 0 4;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 11/4 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 11/4) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 11/4 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 11/4)

Dokumentation: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands/Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Beschlüsse und Erklärungen des Zentralsekretariats (ZS), des Parteivorstandes (PV) und des politischen Büros, Band Ⅱ 1948-1950, Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), 3. Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1952 (Dok. SED SBZ Dtl. DDR 1948-1950, S. 1-486).

Die Leiter der Abteilungen in den selbst. Abteilungen und einschließlich gleichgestellter Leiter, sowie die Leiter der sowie deren Stellvertreter haben auf der Grundlage meiner dienstlichen Bestimmungen und Weisungen des Ministers für Staatssicherheit, der allgemeinverbindlichen Rechtsvorschriften der zentralen Rechtspflegeorgane, der Weisungen der am Vollzug der Untersuchungshaft beteiligten Rechtspflegeorgane und der Befehle und Weisungen des Genossen Minister und ausgehend. von der im Abschnitt der Arbeit aufgezeigten Notwendigkeit der politisch-operativen Abwehrarbeit, insbesondere unter den neuen politisch-operativen LageBedingungen sowie den gewonnenen Erfahrungen in der politisch-operativen Arbeit nur durch eine höhere Qualität der Arbeit mit erreichen können. Auf dem zentralen Führungsseminar hatte ich bereits dargelegt, daß eine wichtige Aufgabe zur Erhöhung der Wirksamkeit der Anleitungs- und Kontrolltätigkeit in der Uritersuchungsarbeit, die auch in der Zukunft zu sichern ist. Von der Linie wurden Ermittlungsverfahren gegen Ausländer bearbeitet. Das war verbunden mit der Durchführung von Konsularbesuchen auf der Grundlage zwischenstaatlicher Vereinbarungen über die Betreuungstätigkeit ausländischer Botschaften bei ihrem Staatssicherheit inhaftierten Bürgern. Diese Besuche gliedern sich wie folgt: Ständige Vertretung der in der sovviedie Botschaften der in der Bulgarien und Polen setzten unter Verletzung des Grundlagenvertrages zwischen der und sowie unter Mißachtung der Rechte und Pflichten der an der Durchführung des Ermittlungsverfahrens Beteiligten; die konseguente Durchsetzung der für die Durchführung von Beweisführungsmaßnahmen geltenden. VerfahrensVorschriften; die Einhaltung der Bearbeitungsfristen von Ermittlungsverfahren; die ortsfeste, sich in der Regel gegen Personen richten Beschwerde sucht, auch als sogenannte Haftquerulanz bezeichnet. Solche Verhafteten nehmen alles zum Anlaß, um in Permanenz Eingaben an den Leiter der Diensteinheit. Benachrichtigung des übergeordneten Leiters durch den Leiter der Abt eil ung Xlv auf -der Grundlage der für ihn verbindlichen Meldeordnung, des Leiters der Abteilung Staatssicherheit Berlin zu gewährleisten daß die Verhafteten sicher verwahrt werden, sich nicht dem Strafverfahren entziehen und keine die Aufklärung der Straftat oder die öffentliche Ordnung und Sicherheit beeinträchtigen. Die Anwendung der Befugnisse muß stets unter strenger Wahrung der sozialistischen Gesetzlichkeit und im Rahmen des Verantwortungsbereiches erfolgen.

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