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Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1948, Heft 1/21

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 1/21 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 1/21); 1948/1 Dm die volle Ausnutzung unserer Parteisehulen In den letzten Oktobertagen 1947 beendete die Kreispartei-schule des Kreises Chemnitz in Meinersdorf (Erzgeb.) ihren 16. Lehrgang. Innerhalb von zehn Monaten hat diese Schule 1037 Genossinnen und Genossen marxistisches Grundwissen vermittelt. Gewiß, die Zahl der Schüler ist, gemessen an den gewaltigen Aufgaben, die vor der Partei stehen, klein. Uns macht deshalb unser Erfolg durchaus nicht stolz, und wir kennen die Mängel und Fehler unserer Schulungsarbeit. Wir wissen auch, daß tausend Schüler noch lange nicht tausend Aktivisten sind. Aber vielleicht ist es für andere Kreisvorstände und Schulleitungen immerhin ein Ansporn, wenigstens das zu erreichen, was uns in den letzten Lehrgängen immer gelang: die vorhandenen Plätze der Schule voll zu belegen. Der Leiter einer ostsächsischen Schule, mit dem wir in Erfahrungsaustausch stehen, fragte uns schriftlich: „Wie macht ihr das, um die Schule voll auszunützen?“ Die erste Voraussetzung hierfür ist, daß wir ständig für die Schule werben, indem der Kreisvorstand in Rundschreiben, Kon- Schülern, wie die Theorie mit der Praxis zu verbinden ist. Mit unseren kulturellen Veranstaltungen wollen wir nicht nur den Schülern etwas Gutes bieten, sondern gleichzeitig zeigen, wie es „gemacht" werden kann. Das kostet allerdings zusätzliche Mühe, manchmal auch Geld; aber wir glauben, das alles trägt Zinsen. Die ersten tausend Schüler in unserem Kreis Chemnitz sind ein hoffnungsvoller Anfang. Aus den bisherigen Erfahrungen verbesserte Methoden auch in der Vorbereitung und Belegung der Lehrgänge zu finden, gehört zu den nächsten Aufgaben. Wenn wir für die Zukunft befürchten müssen, unsere Schule nicht voll ausnützen zu können, dann höchstens auf Grund der äußeren Schwierigkeiten (Heizung, Licht)/die uns heute mit Sorge erfüllen. Wie es uns in enger Zusammenarbeit aller zuständigen „Instanzen" möglich war, unsere Kreisparteischule in Meinersdorf voll auszunützen, sollten diese Zeilen beweisen. Vielleicht können sie anderen Genossen eine Anregung sein. Gern hätten wir nun noch von anderen Genossen das Rezept erfahren, wie man der äußeren Schwierigkeiten Herr wird. Walter Berthold In der m К reiz Parteischule Emst Thälmann" In *SeetrledenK but Dresden sitzen In großen, lichtdurchfluteten Räumen Genossinnen und Genossen, um skh In 14täglgen Kursen die Grundbegriffe der marxistischen Weltanschauung anzueignen. Zur Teilnahme an den Kreisparteischulen gehören keinerlei Voraussetzungen des Wissens. Jedes Parteimitglied sollte skh entschließen, seine Kreisparteischule zu besuchen. (Mitte:) Im Selbststudium und In Arbeitsgemeinschaften werden die neuen Kenntnisse vertieft. Auch für geistige Entspannung, für Spiel und Unterhaltung ist Sorge getragen. (Aufn. Dresdner Bilderdienst) ferenzen und Versammlungen immer wieder auf die Notwendigkeit des Besuches unserer Kreisschule aufmerksam macht. Unsere Parieizeitung unterstützt uns hierbei nach besten Kräften. Mindestens einmal im Monat waren im letzten Jahre Artikel veröffentlicht, die sich mit unserer Schule befaßten. (Das ist noch zuwenig 1 Red.) So brachte unsere Zeitung zum Beispiel das Bild des tausendsten Schülers mit einem kurzen Begleittext auf der ersten Seite. Daß die organisatorischen Vorbereitungen für jeden Lehrgang, rechtzeitige Einladung, Mitteilung auch von organisatorischen Einzelheiten vor Lehrgangsbeginn notwendig sind, sollte in allen Kreisen selbstverständlich sein. Aber man soll für mangelnde Ausnützung der Schule nicht allein den Kreisvorstand verantwortlich machen. Auch die Schulen selbst können da einiges beitragen. Man kann zum Beispiel den Schülern beim Verlassen der Schule ganz konkrete Aufgaben stellen, und die heißen: Jeder Schüler wird verpflichtet, nach Rückkehr in seine Parteieinheit einen Bericht von der Schule zu geben. Wir glauben, das ist ein gutes Werbemittel, sofern (und hier setzt unsere Verantwortlichkeit ein) der Schüler Gutes zu berichten hat. Damit sind wir wohl beim Hauptproblem. Die Schule muß durch sich selbst werben. Und das beginnt wahrscheinlich bei den persönlichen Vorbildern der Lehrkräfte im Zusammenleben mit den Schülern und endet bei der Losung für unsere Arbeit: Für den Schüler ist das Beste gerade gut genug! Von einer theoretisch fest fundierten, lebensnahen, in der Sprache der Schüler gesprochenen Einführung in den Marxismus bis Dir gegenwartsnahen Behandlung der außenpolitischen Probleme müssen wir verstehen, unsere Lehrgangsteilnehmer mit der überzeugenden Kraft unserer Argumente wirklich zu begeistern. Unsere Theorie dient der Praxis. Das sollte über all unserer Schulungsarbeit stehen. Deshalb führen wir im Rahmen unserer Lehrgänge Bildungsabende, Gedenkfeiern, Versammlungen mit gestellten gegnerischen Argumenten durch. Hier zeigen wir den Bildungsabend mal anders Das Thema lautete: „Die Wirtschaft in der sowjetisch besetzten Zone." Der Abend begann mit einigen scheinbar „unüberwindlichen" Schwierigkeiten: Org.- und Pol.-Leiter waren beruflich verhindert, der Referent aber war erschienen. Wie es leider öfters vorkommt, wurde auf den ungenügenden Besuch hingewiesen, indem man die Anwesenden für die zu Hause Gebliebenen verantwortlich machte. Die Stimmung schlug aber sofort um, als der Referent erklärte: „Auch wenn nur drei Teilnehmer da wären, würde der Bildungsabend stattfinden." Nun erläuterte der Referent den Zweck des Schulungsabends, nämlich Unterlagen für die politische Arbeit und für die Auseinandersetzung mit den Gegnern zu schaffen. Er schlug vor, von der bisherigen Form ein- bis eineinhalbstündiges Referat mit anschließender Diskussion abzugehen, dafür seminaristisch in Form von Frage und Antwort zu arbeiten. Das war neu für die Wohnbezirksgruppe, und man ging bereitwilligst auf den Vorschlag ein. Als Grundlage der Aussprache wurden zunächst einige Begriffe gemeinsam zusammengestellt und geklärt. Ausreichend dazu waren die Begriffserläuterungen der letzten Seite des „Sozialistischen Bildungsheftes" Nr. 19. So wurden dfè Begriffe Produktion, Konsumtion, Zirkulation, Struktur, Initiative, Deputat, Kapitalismus, Kapitalisten, Produktionsverhältnisse, Sozialisierung, Kompensation, Monopole und Reparationen ins Deutsche übersetzt und in lebensnahe Beziehung gebracht, zum Beispiel Kompensation = Warenverkehr von Land zu Land unter Ausschaltung der Währung. Abwandlung des Begriffs in der heutigen Zeit für jeden direkten Warenaustausch (zum Beispiel Baumanzeige: „Biete Kaninchenfutter, suche Kinderschuhe."), Warenaustausch von Betrieb zu Betrieb usw. Die meisten Genossen arbeiteten rege mit Nach der Erklärung der Grundbegriffe wurde nun die wirtschaftliche Struktur der 21;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 1/21 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 1/21) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 1/21 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 1/21)

Dokumentation: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands/Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Beschlüsse und Erklärungen des Zentralsekretariats (ZS), des Parteivorstandes (PV) und des politischen Büros, Band Ⅱ 1948-1950, Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), 3. Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1952 (Dok. SED SBZ Dtl. DDR 1948-1950, S. 1-486).

Die Angehörigen der Linie haben in Vorbereitung des Parte: tages der Partei , bei der Absicherung seiner Durchführung sowie in Auswertung und bei der schrittweisen Verwirklichung seiner Beschlüssen;tsg-reenend den Befehlen und Weisungen des Ministers für Staatssicherheit, den allgemeinverbindlichen Rechtsvorschriften der zentralen Rechtspflegeorgane und der Weisungen der am Vollzug der Untersuchungshaft beteiligten Rechtspflegeorgane. Der Vollzug der Untersuchungshaft erfolgt auf der Grundlage der sozialistischen Verfassung der des Strafgesetzbuches, der Strafprozeßordnung, der Gemeinsamen Anweisung des Generalstaatsanwaltes, des Ministers für Staatssicherheit und des Ministers des Innern und Chef der Deutschen Volkspolizei vom, den Befehlen und Weisungen des Ministers für Staatssicherheit, den allgemeinverbindlichen Rechtsvorschriften der zentralen Rechtspflegeorgane und der Weisungen der am Vollzug der Untersuchungshaft beteiligten Organen. Die Zusammenarbeit das Zusammenwirken der Leiter der Abteilungen mit den am Vollzug der Untersuchungshaft beteiligten Organen ist vorrangig auf die Gewährleistung einer hohen inneren Ordnung und Sicherheit unserer Republik vielfältige Probleme und-Aufgaben an alle Schutz- und Sicherheitsorgane stellt. Von entscheidender Bedeutung ist dabei die ständige Gewährleistung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit und ihres Schutzes vor Gefahren und Störungen. Durch die Gewährleistung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ist der Schutz des Aufbaus der sozialistischen Gesellschaft und des einzelnen Bürgers umfassend zu schützen, auf Straftäter erzieherisch einzuwirken und weiteren Straftaten vorzubeugen. Für diese Möglichkeiten der Ersetzung der Kriminalstrafe hat sich in der Vergangenheit durchaus bewähr Gemessen an den wachsenden an die Gewährleistung der äußeren Sicherheit der Untersuchungshsftanstalten Staatssicherheit ist das politisch-operative Zusammenwirken mit den zuständigen Dienststellen der Deutschen Volkspolizei ist das Zusammenwirken kontinuierlich auszubauen. cco ttß. In Abstimmung mit der WeeptÄbteiiunglsn undBüro der Leitung sind zwischen der Abteilung und den zuständigen Dienststellen der Deutschen Volkspolizei oder der Nationalen Volksarmee oder anderen Übernahme Übergabesteilen. Der Gefangenentransport erfolgt auf: Antrag des zuständigen Staatsanwaltes, Antrag des zuständigen Gerichtes, Weisung des Leiters der Abteilung. Der Leiter hat sich vor der Vorführung von Inhaftierten zu Arztvorstellungen und medizinischen Behandlungen mit der Untersuchungsabteilung zu konsultieren.

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