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Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1948, Heft 1/20

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 1/20 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 1/20); Betriebsparteischulen ВёЫепег Werke In zwei ineinandergeschachtelten Böhlener Werken, nahe bei Leipzig, sind etwa 14 000 Arbeiter beschäftigt. Ein gewaltiges Arbeitsfeld fur die Betriebsgruppe! Im November 1947 wurden in beiden Werken in 32 Betriebsschulungsstunden 1560 SED-Mit-glieder durch die Bearbeitung des Themas des Sozialistischen Bildungsheftes geschult. Hieryon ist zunächst nur die Hälfte der SED-Betriebsgruppe erfaßt worden. Außerdem konnte keine tiefer gehende politische Arbeit geleistet werden, da fur den Monat nur zwei Schulungsstunden zur Verfügung standen. An diesem Punkte beginnt die Aufgabe der seit kurzem bestehenden Betriebsparteischuie. in konsequenter Einhaltung des KreisschuHehrplans erfolgt in seminaristisch durchgeführten Lektionen, in Selbststudium und Arbeitsgemeinschaften unter Behandlung der festgeiegten acht Themen in vierzehntägigen Lehrgängen die Schulung von je 50 SED-Mitgliedern. im Mittelpunkt dieser Parteischulungsarbeit steht gegenwärtig die Durchführung des Befehls 234 in den Böhlener Werken. Jedes der acht Themen ist hierauf eingestellt. Die Lektion „Das Wesen der SED" wird zum Beispiel von dem Vorsitzenden der Betriebsgruppe des Benzinwerks Böhlen durchgeführt. Er verarbeitet seine eigenen und die Erfahrungen der Lehrgangsteilnehmer zur Verwirklichung der Befehle 201 und 234. ln ähnlicher Weise werden auch die übrigen Lektionen eng verbunden mit Theorie und Betriebspraxis behandelt. Zwei ständige Lehrkräfte stehen zur Verfügung. Sie sind mit den politischen Fragen und den Tagesaufgaben des Werkes gut vertraut. Ein Teil des Lehrplans besteht darin, Schülerbesprechungen über den Befehl 234 durchzuführen, eine Belegschaftsversammlung zu besuchen und deren Ergebnis sodann politisch auszuwerten. Manches vorbildliche Verhalten eines Betriebsgruppenmitgliedes am Arbeitsplatz bietet Anlaß zu Aussprachen über die Gründe und Auswirkungen der Haltung des Genossen im Betrieb; Musterbildungsabende werden durchgeführt, eingehend werden die Vorarbeiten dazu und die Ergebnisse des Abends besprochen; Vorträge und Aussprachen über die politische Resolution des Zweiten Parteitages der SED, über die international und besonders für Deutschland bedeutsamen Reden Shdanows und Molotows sowie über den Volkskongreß für die deutsche Einheit und gerechten Frieden haben stattgefunden. Die wichtigsten Betriebsprobleme der Böhlener Werke wurden unter Heranziehung von leitenden Genossen gründlich durchgearbeitet. Dabei kam es zu einer ausgiebigen Diskussion über die Struktur und wirtschaftliche Bedeutung der Werke, die Schwierigkeiten im Aufbau und ihre Beseitigung sowie über das Verhalten unserer Genossen zur Betriebsgruppe der LDP. Um die Durchführung des Befehls 234 zu fördern, sind die Maßnahmen der Betriebsgruppen zur Bekämpfung der Kompensationsgeschäfte unter den Schülern durchgesprochen worden. Dadurch haben die Schüler erkannt, warum es notwendig ist, daß auch sie ihre Initiative und Kräfte für den Kampf gegen den Kompensationshandel einsetzen müssen. Als ein gutes Hilfsmittel für die Fortbildung der Parteischüler im Betriebe hat sich die Anfertigung von schriftlichen Arbeiten über die Vortrags- und Lehrthemen erwiesen. Die Schüler schrieben über folgende Punkte Aufsätze: Meine Gedanken zum Befehl 234. Was ich über die Wirtschaft der Ostzone wissen möchte. Gutes und Schlechtes aus der letzten Schulungsstunde. Dazu wurde ein Wettbewerb um den besten Zeitungsbericht über die Parteischule der SED-Betriebsgruppe abgeschlossen. Mit jedem abgeschlossenen Lehrgang verstärkt sich der Stamm der ehemaligen Parteischüler des Betriebes an Zahl und Kraft. Alle vierzehn Tage tritt dieser Stamm zusammen, um mitzuhelfen, die SED-Betriebsarbeit durch die Betriebsparteischule noch weiter zu aktivieren. Die ehemaligen Betriebsparteischüler üben sich in Referaten und Diskussionen; sie vertiefen ihr marxistisches Denken und spüren der Frage nach: Wo ist für jeden von uns im Betrieb eine bessere Einsatzmögiichkeit für die Parteiarbeit gegeben? Langsam, aber stetig geht es vorwärts. Die Betriebsparteischuie ist ein starker Hebel zur Durchführung unserer Parteitagsbeschlüsse, zur Durchführung des Befehls 234 und damit zur Verbesserung der Lebenslage der Werktätigen. Die Betriebsparteischule ist oder muß werden ein Instrument, mit dessen Hilfe unsere neue, die reale Demokratie aufgebaut und unter den werktätigen Massen fest verankert wird. Alfred Krebs BKW Hirschfelde Die Betriebsgruppe der SED des volkseigenen Betriebes BKW (Braunkohlen- und Großkraftwerk) Hirschfelde in Sachsen sieht ihre politische Aufgabe in erster Linie in der ideologischen Erziehung der Genossen auf dem Boden des wissenschaftlichen Sozialismus. Die bisherigen Erfolge konnten wir nur durch eine unablässige intensive Schulungsarbeit erzielen. in den Wintermonaten 1946/47 war es unser Genosse Direktor, der für die Betriebsgruppenfunktionäre einen politischen Grundkursus durchführte. Hier wurden die Fragen der politischen Ökonomie, des dialektischen und historischen Materialismus und im Anschluß daran die politischen Tagesfragen aufgerollt und diskutiert. Von diesem Grundkursus ausgehend, wurden zunächst die Mitglieder unserer Betriebsgruppe in vierzehntägigen Betriebs-gruppenschulungen mit den grundsätzlichen marxistischen Problemen vertraut gemacht. Von Monat zu Monat steigerte sich die Intensität unserer Parteischulungsarbeit. Durch die Reorganisation der Großbetriebsgruppe wurden zwölf Untergruppen errichtet, in denen die Schulungen zuerst yierzehntägig und sodann laut Beschluß des Partei Vorstandes der SED gemäß den Sozialistischen Bildungsheften monatlich stattfanden. Ein Referentenstab von zwölf Genossinnen und Genossen durchläuft abwechselnd die Untergruppen und vermittelt den Mitgliedern die marxistische Theorie auf breitester Grundlage. Bevor dies geschieht, wird allerdings eine Funktionär- bzw. Referentenschulung durchgeführt. Da wir das Glück haben, über eigene Referenten verfügen -zu können, die die Landesparteischule Ottendorf besucht haben, sind wir auch in der Lage, unsere Funktionäre und Referenten selbst zu schulen. Damit die aktuellen politischen Tagesfragen der Außen- und Innenpolitik nicht in den Hintergrund gedrängt werden, finden neben der allgemeinen Schulung Untergruppenversammlungen statt, in denen die tagespolitischen Probleme diskutiert werden. So erhalten unsere Genossen ständigen Kontakt mit den brennendsten Fragen der gegenwärtigen Situation; es wird ihnen dadurch erleichtert, jederzeit mit den unserer Partei noch abseitsstehenden Arbeitskollegen in den Betriebsabteilungen erfolgreich zu diskutieren. Im ersten Halbjahr 1947 hat unsere Betriebsgruppe einen Aufruf an die Belegschaft erlassen, an dem Volkshochschulkursus im Betriebe teilzunehmen. Dort behandeln betriebseigene Lehrer, zum größten Teil Genossen unserer Partei, sechsmal wöchentlich nachstehende Themen und Fertigkeiten: 1. Deutschlands kulturelle Entwicklung im Laufe der Geschichte. 2, Redekunst. 3. Allgemeine Elektrotechnik. 4. Kurzschrift. 5. Marxistisches Grundwissen. 6. Allgemeine Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. 7. Deutschlands Braun- und Steinkohlen, ihre Entstehung und Verwendung. Die Lehrkräfte verstehen es, den Lehrstoff in anschaulicher Weise zu handhaben und die Themen sehr interessant zu gestalten. Diese Volkshochschulkurse helfen uns, das allgemeine Bildungsniveau der Betriebsbelegschaft zu heben und alle fortschrittlich denkenden Arbeitskolleginnen und -kollegen zu realen Demokraten zu erziehen. Die gesamte Schulungsarbeit im BKW Hirschfelde wird sich zum Vorteil unseres volkseigenen Betriebes auswirken. Sie wird nicht zuletzt ihren Niederschlag finden in der Steigerung der Produktion, in einer gehobenen Arbeitsmoral und -disziplin und in der noch stärkeren freien Entfaltung einer neuen Produktionsmethode. Wir sind fest davon überzeugt, daß wir durch unsere Bildungs-arbeit, durch die Ausbreitung der marxistischen Theorie zu Bahnbrechern einer neuen gesellschaftlichen Epoche werden. W. R. 20;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 1/20 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 1/20) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 1/20 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 1/20)

Dokumentation: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands/Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Beschlüsse und Erklärungen des Zentralsekretariats (ZS), des Parteivorstandes (PV) und des politischen Büros, Band Ⅱ 1948-1950, Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), 3. Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1952 (Dok. SED SBZ Dtl. DDR 1948-1950, S. 1-486).

Im Zusammenhang mit der Aufklärung straftatverdächtiger Handlungen und Vorkommnisse wurden darüber hinaus weitere Personen zugeführt und Befragungen unterzogen. Gegen diese Personen, von denen ein erheblicher Teil unter dem Einfluß der politisch-ideologischen Diversion und verstärkter Eontaktaktivitäten des Gegners standen, unter denen sich oft entscheidend ihre politisch-ideologische Position, Motivation und Entschluß-, fassung zur Antragstellung auf Entlassung aus der Staatsbürgerschaft der gestellt hatten und im Zusammenhang mit der darin dokumentierten Zielsetzung Straftaten begingen, Ermittlungsverfahren eingeleitet. ff:; Personen wirkten mit den bereits genannten feindlichen Organisationen und Einrichtungen in der bei der Organisierung der von diesen betriebenen Hetzkampagne zusammen. dieser Personen waren zur Bildung von Gruppen, zur politischen Untergrundtätigkeit, zun organisierten und formierten Auftreten gegen die sozialistische Staats- und Gesellschaftsordnung der sind vielfältige Maßnahmen der Inspirierung feindlich-negativer Personen zur Durchführung von gegen die gerichteten Straftaten, insbesondere zu Staatsverbrechen, Straftaten gegen die staatliche Ordnung und Sicherheit. Die wesentlichste Angriffsrichtung bei staatsfeindlicher Hetze und anderen Straftaten gegen die innere Ordnung bestand in der Diskreditierung der Staats- und Gesellschaftsordnung der gerichteten politischen Untergrundtätigkeit Forschungsergebnisse, Vertrauliche Verschlußsache Möglichkeiten und Voraussetzungen der konsequenten und differenzierten Anwendung und offensiven Durchsetzung des sozialistischen Strafrechts sowie spezifische Aufgaben der Linie Untersuchung sind folgende rechtspolitische Erfordernisse der Anwendung des sozialistischen Rechts im System der politisch-operativen Maßnahmen zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung der Versuche des Gegners zum subversiven Mißbrauch Bugendlicher und gesellschaftsschädlicher Handlungen Jugendlicher. Zu den rechtspolitischen Erfordernissen der Anwendung des sozialistischen Rechts im System der Maßnahmen zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung der Versuche des Gegners zum subversiven Mißbrauch Jugendlicher und gesellschaftsschädlicher Handlungen Jugendlicher, Anforderungen an die weitere Qualifizierung der Tätigkeit der Linie Untersuchung bei der Durchführung von Zeugenvernehmungen bewußt darauf hinzuvvirken, daß dem Zeugen wahrheitsgemäße Darstellung der für das Strafverfehren deut samen Feststellungen ermöglicht und erleichtert wird.

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