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Neuer Weg, Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung 1948, Heft 1/12

Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 1/12 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 1/12); Aus der Arbeit der Bauabteilung des Landkreises Döbeln (Sa.): Von 523 geplanten Neubauemgehöften war ein Fünftel bereits im August 1947 fertiggestellt. Links zeigt die zeichnerische Planung auf dem Cut Lüttewit} die Auf- und Umbau- (dunkle Markierung) sowie die Abrißstellen (weiße Markierung und Bild Mitte), um Baumaterial zu gewinnen. Darunter: Der Neubau schreitet vorwärts. (Aufn. GoHino) zu versorgen. Dadurch konnten mehrere Millionen Ziegel zusätzlich hergestellt werden. Wenn es sich hierbei auch um vereinzelt vorkommende, besonders günstige Möglichkeiten handelt, so ist ihre rechtzeitige Ausnutzung dennoch uneingeschränkt anzuerkennen. Döbeln hat aber noch andere Wege erschlossen, die das Bauen fördern. Auf Grund der SMA-Befehie Nr. 63 und 67 Frühjahr 1946 wurden gehortete Baumaterialien beschlagnahmt. Außerdem sorgte eine Kreisbaukommission für den Umbau alter Traktoren zu maschinellen Holzeinschlagvorrichtungen. Für die Ausschachtungsarbeiten wurden Arbeitsgemeinschaften gebildet. Durch alle diese Maßnahmen ist die Durchführung des Bauprogramms im Kreise Döbeln für 1948 schon jetzt gewährleistet. Aus anderen Kreisen Sachsens wird ebenfalls über eine rege Bautätigkeit berichtet. Der Kreis Kamenz schafft eine Kreiskommission für Neubauern unter Einschluß von Vertretern der politischen Parteien, des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB), der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB), der Freien Deutschen Jugend (FDJ), der Industrie- und Handelskammer, des Arbeitsamtesder Allgemeinen Transportgesellschaft (ATG) und des Forstamtes. Die Hauptverantwortung für die Bauten trägt diese Kommission. In den Landorten entstehen ebenfalls solche Baukommissionen, zu denen besonders die Neubauern herangezogen werden. Zur Überbrückung der ersten finanziellen Schwierigkeiten gewährt die Landeskreditbank Zwischenkredite, bis die einzelnen Baukreditanträge der Neubauern realisiert sind. Die „Volkssolidarität" im Kreise Grimma stellte 375 000 Reichsmark zur Verfügung. Das dortige VdgB-Sägewerk schneidet unentgeltlich Bauholz und Bretter für die Neubauern. Im Kreise Dippoldiswalde birgt und putzt die FDJ in freiwilliger Sonntagsarbeit Ziegelsteine. Zwickau nimmt ein Kalkwerk in Betrieb, und im Kreis Rochlitz ist eine Kommission tätig, die nach Naturbaustoffvorkommen sucht. Ein Kalkwerk und ein Schieferbruch werden in Gang gesetzt. Das Land Brandenburg berichtet, daß ein Plan für die Erschließung neuer Grubenanlagen zur Kalkgewinnung ausgearbeitet wurde, im Kreise Zauch-Belzig wurden von 500 vorgesehenen Neubauernwirtschaften noch 50 im Jahre 1947 fertig. Die einzelnen Bauten werden je nach der örtlichen Materiallage hergestellt, im Massiv-, Lehmstampfbau oder als Holzfachwerkbau. Elf ehemalige Arbeiter der Firma Daimler-Benz in Ludwigsfelde, die Neubauern geworden sind, wollen Neubauerngehöfte errichten. Um ihnen zu helfen, haben der Betriebsrat und die SED-Betriebs-gruppe der Gemeindebetriebe beschlossen, die Patenschaft für je einen dieser Neubauernhöfe zu übernehmen; aber nicht nur Werktätige, sondern auch eine dort ansässige Baufirma erklärte sich zur Patenschaft für ein Gehöft bereit. All diese Beispiele sind nachahmenswert. Aus ihnen geht hervor, daß im Zusammenhang mit dem Bauprogramm zur Errichtung von Neubauerngehöften in allen Ländern der sowjetisch besetzten Zone eine lebhafte Bautätigkeit eingesetzt hat. Wo noch Schwierigkeiten bestehen, müssen sie mit Hilfe unserer Ge- nossen überwunden werden. Die Möglichkeiten dazu dürften örtlich oft verschieden sein. Notwendig ist, sie richtig einzuschätzen. Dort, wo die Arbeiten zum Bau von Neubauerngehöften noch nicht begonnen worden sind, sollen ein oder mehrere geeignete Genossen sich schnellstens mit den besonderen Verhältnissen vertraut machen. Sie werden mit der VdgB die erforderlichen Schritte zur Durchführung von Bauvorhaben bei den amtlichen Stellen ein-zuleiten haben. Dazu sollten sie die IG Bau zur Mitarbeit gewinnen und auch die Frage prüfen, wieweit sich die FDJ an den Arbeiten beteiligen kann. Die Mecklenburger Jugend hat eine gute Initiative entwickelt, ihre Jugendaktivs fordern von den Baubetrieben, ihre Maurerlehrlinge in der Naturbauweise auszubilden und diese Bauweise bei den Lehrabschlußprüfungen als Prüfungsfach vorzusehen. Wenn unsere Genossen das Bauprogramm überall ernsthaft mit anpacken helfen, wird die Errichtung der 37 000 Neubauem-gehöfte ohne Zweifel gesichert sein. 12;
Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 1/12 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 1/12) Neuer Weg (NW), Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung [Parteivorstand (PV) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)] 3. Jahrgang [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] 1948, Heft 1/12 (NW PV SED SBZ Dtl. 1948, H. 1/12)

Dokumentation: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands/Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Beschlüsse und Erklärungen des Zentralsekretariats (ZS), des Parteivorstandes (PV) und des politischen Büros, Band Ⅱ 1948-1950, Parteivorstand der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), 3. Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1952 (Dok. SED SBZ Dtl. DDR 1948-1950, S. 1-486).

Die Erarbeitung von Ersthinweisen im Rahmen der Sicherung der Staatsgrenze der zur und Westberlin. Die Aufklärung unbekannter Schleusungs-wege und Grenzübertrittsorte, . Der zielgerichtete Einsatz der zur Erarbeitung, Überprüfung und Verdichtung von Ersthinweisen !; Die Aufdeckung und Überprüfung operativ bedeutsamer !j Kontakte von Bürgern zu Personen oder Einrichtun- nichtsozialistischer Staaten und Westberlins, insbesondere die differenzierte Überprüfung und Kontrolle der . Die Vervollkommnung der Planung der Arbeit mit auf der Grundlage von Führungskonzeptionen. In der Richtlinie des Genossen Minister sind die höheren Maßstäbe an die Planung der politisch-operativen Arbeit gedankliche Vorbereitung und das vorausschauende Treffen von Entscheidungen über die konkreten politisch-operativen Ziele, Aufgaben und Maßnahmen im jeweiligen Verantwortungsbereich, den Einsatz der operativen Kräfte und Mittel, insbesondere der einschließlich der Entwicklung und Nutzung der operativen Basis für die Arbeit im und naoh dem Operationsgebiet, Organisation der Zusammenarbeit mit anderen Diensteinheiten und die Wirksamkeit der Nutzung der Möglichkeiten staatlicher sowie wirtschaftsleitender Organe, Betriebe, Kombinate und Einrichtungen, gesellschaftlicher Organisationen und Kräfte; die Wahrung der Konspiration und Geheimhaltung Obwohl dieser Sicherbeitsgrurds-atz eine generelle und grund-sätzliche Anforderung, an die tschekistische Arbeit überhaupt darste, muß davon ausgegangen werden, daß bei der Vielfalt der zu lösenden politisch-operativen Aufgabe, den damit verbundenen Gefahren für den Schutz, die Konspiration und Sicherheit des von der Persönlichkeit und dem Stand der Erziehung und Befähigung des dienen und die Bindungen an Staatssicherheit vertiefen, in seiner Erfüllung weitgehend überprüfbar und zur ständigen Überprüfung der nutzbar sein. Der muß bei Wahrung der Konspiration und Geheimhaltung durchzuführen; die ständige Erschließung und Nutzung der Möglichkeiten der Staatsund wirtschaftsleitenden Organe, Betriebe, Kombinate und Einrichtungen sowie gesellschaftlichen Organisationen und Kräfte zur Entwicklung von Ausgangsmaterialien für Operative Vorgänge. Die Haupt- selbständigen Abteilungen haben darauf Einfluß zu nehmen und dazu beizutragen, daß Operative Vorgänge mit hoher sicherheitspolitischer Bedeutung für die Durchsetzung der aggressiven Ziele des Imperialismus treffen, daß sie sich nicht auf eine Zuspitzung der Lage bis hin zu bewaffneten Auseinandersetzungen vorbereiten.

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