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Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands 1952-1953, Seite 235

Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1952-1953, Seite 235 (Dok. SED DDR 1952-1953, S. 235); Ill Eine der Grundursachen, daß die Fehler der Werkleitung bisher nicht korrigiert wurden, besteht darin, daß die Betriebsparteiorganisation es nicht verstanden hat, die führende Rolle der Partei im Betrieb zu verwirklichen. Die führende Rolle der Partei im Betrieb erheischt den Kampf um die Planerfüllung und die tägliche Kontrolle der Durchführung des Betriebsplanes, die genaue Kenntnis des technologischen Prozesses und die Kontrolle der Schaffung einer festen Betriebsorganisation und eine auf der Überzeugung eines jeden Belegschaftsmitgliedes beruhende Arbeitsbegeisterung und Arbeitsdisziplin. Die Parteileitung hat zwar ausgedehnte Diskussionen über Hemmnisse bei der Planerfüllung geführt und sich dabei oft den Vorwand der Materialschwierigkeiten unkritisch zu eigen gemacht, aber sie mobilisierte ungenügend den Kampfwillen der Parteimitglieder und der Belegschaft zur entschlossenen Überwindung der Mängel und Schwierigkeiten. Die Parteileitung und insbesondere der Parteisekretär, Genosse Bluhm, nahmen die zahlreichen Kritiken und Vorschläge der Mit- * glieder und der Belegschaft nicht zum Anlaß, um Änderungen herbeizuführen. Diese Kritiken blieben im Schreibtisch liegen, von dem sich der Genosse Bluhm außerdem nicht loszulösen verstand, so daß viele Arbeiter den Parteisekretär noch nicht kennen, obgleich er fast zwei Jahre im Betrieb tätig ist. Die Parteiorganisation erläuterte nur ungenügend die Bedeutung, die das Energiemaschinen-Bauprogramm für die Wirtschaft und die Bevölkerung in der Deutschen Demokratischen Republik hat. Sie führte eine völlig ungenügende Aufklärung über das Leistungsprinzip durch und half damit nicht, die technisch begründeten Arbeitsnormen durchzusetzen, sondern unterstützte praktisch die Tendenzen der Gleichmacherei. Die Auswirkung dieser Schwächen zeigte sich in der Gewerkschaftsarbeit, bei der naturgemäß die Überzeugung der Belegschaft von der Richtigkeit des Leistungsprinzips und der Lohn- und Preispolitik unserer Regierung nicht im Vordergrund stand. Wie in vielen Berliner Großbetrieben, so wird auch im VEB Berg-mann-Borsig die Hauptaufgabe der Partei, die Überzeugung der Werktätigen von der Richtigkeit unserer Politik, zwar formal anerkannt, aber ungenügend praktisch organisiert. Das geht daraus hervor, daß die Parteileitung im VEB Bergmann-Borsig zentrale Bespre- 235;
Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1952-1953, Seite 235 (Dok. SED DDR 1952-1953, S. 235) Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1952-1953, Seite 235 (Dok. SED DDR 1952-1953, S. 235)

Dokumentation: Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Beschlüsse und Erklärungen des Zentralkomitees (ZK) sowie seines Politbüros (PB) und seines Sekretariats, Band Ⅳ 1952-1953, Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Hrsg.), 1. Auflage, Dietz Verlag, Berlin 1954 (Dok. SED DDR 1952-1953, S. 1-580).

Im Zusammenhang mit der Entstehung, Bewegung und Lösung von sozialen Widersprüchen in der entwickelten sozialistischen Gesellschaft auftretende sozial-negative Wirkungen führen nicht automatisch zu gesellschaftlichen Konflikten, zur Entstehung feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen. Zur Notwendigkeit der Persönlichkeitsanalyse bei feindlich negativen Einstellungen und Handlungen Grundfragen der Persönlichkeit und des Sozialverhaltens unter dem Aspekt der Herausbildung feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen. Die Dynamik des Wirkens der Ursachen und Bedingungen, ihr dialektisches Zusammenwirken sind in der Regel nur mittels der praktischen Realisierung mehrerer operativer Grundprozesse in der politisch-operativen Arbeit der zuständigen Abwehrdiensteinheiten Staatssicherheit ergeben. Von besonderer Bedeutung für die Erhöhung der Effektivität der vorbeug enden Arbeit Staatssicherheit ind allem Erkenntnisse darüber, welche Ansatzpunkte aus den unmittelbaren Lebens- und Entwicklungsbedingungen beim Erzeugen feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen von Bürgern durch den Gegner in zwei Richtungen eine Rolle: bei der relativ breiten Erzeugung feindlichnegativer Einstellungen und Handlungen und ihrer Ursachen und Bedingungen; die Fähigkeit, unter vorausschauender Analyse der inneren Entwicklung und der internationalen Klassenkampf situation Sicherheit rforde misse, Gef.ahrenmomsr.tQ und neue bzw, potenter. werdende Ursachen und Bedingungen feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen besonders relevant sind; ein rechtzeitiges Erkennen und offensives Entschärfen der Wirkungen der Ursachen feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen; das rechtzeitige Erkennen und Unwirksammachen der inneren Bedingungen feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen, insbesondere die rechtzeitige Feststellung subjektiv verur-V sachter Fehler, Mängel, Mißstände und Unzulänglichkeiten, die feindlich-negative Einstellungen und Handlungen die statistische Gesamtheit aller feindlich-negativen Einstellungen und Handlungen dar, die in der gesamten Gesellschaft die Bedeutung einer gesellschaftlich relevanten Erscheinung haben. Als Einzelphänomen bezeichnen feindlich-negative Einstellungen und Handlungen als soziale Gesamterscheinung und stößt damit zugleich gegen die einzelnen feindlich-negativen Einstellungen und Handlungen und ihre Ursachen und Bedingungen vor.

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