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Die Qualifizierung der politisch-operativen Untersuchungsarbeit vor Einleitung von Ermittlungsverfahren durch die Untersuchungsabteilungen des MfS unter besonderer Beachtung des strafprozessualen Prüfungsstadiums 1988, Seite 150

Dissertation, Oberleutnant Uwe Kärsten (JHS), Hauptmann Dr. Joachim Henkel (JHS), Oberstleutnant Werner Mählitz (Leiter der Abt. Ⅸ BV Rostock), Oberstleutnant Jürgen Tröge (HA Ⅸ/AKG), Oberstleutnant Winfried Ziegler (HA Ⅸ/9), Major Wolf-Rüdiger Wurzler (JHS), Ministerium für Staatssicherheit (MfS) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Juristische Hochschule (JHS), Vertrauliche Verschlußsache (VVS) o001-258/88, Potsdam 1988, Seite 150 (Diss. MfS DDR JHS VVS o001-258/88 1988, S. 150); VVS OHS oOOl - 258/88 000150 150 bestände Bezug genommen werden, ohne daß in jedem Fall konkrete Straftatbestände benannt werden müssen. Oie konkrete Bezugnahme auf den Verdächtigen hat insbesondere auch Bedeutung für die Wahrnehmung eines etwaigen Aussageverweigerungsrechts des Zeugen. Im Zusammenhang mit den Mitteilungen zur Sache ist der Zeuge vor Beginn seiner Vernehmung über seine Wahrheitspflicht gemäß § 25 StPO i. V. mit § 32 StPO zu belehren. Unzulässig ist es, gemäß § 32 StPO über die strafrechtlichen Folgen einer vorsätzlich unrichtigen oder unvollständigen Aussage bei der Verdachtshinweisprüfung zu belehren, da gemäß § 230 StGB nur vorsätzlich falsche oder unvollständige Aussagen von Zeugen vor Gericht unter Strafe gestellt sind. Es ist jedoch möglich, den Zeugen in diesem Stadium bereits darauf hinzuweisen, daß die Wiederholung einer evtl, falschen oder unvollständigen ' Aussage vor Gericht strafrecht liehe Verantwortlichkeit begründen kann. Weiterhin besteht in begründeten Ausnahmefallen insoweit derartige Anhaltspunkte vorliegen, die Möglichkeit, im Verlaufe der Zeugenvernehmung darüber zu belehren, daß gemäß § 228 StGB strafrechtliche Verantwortlichkeit dadurch begründet wird, das Zeugen wider besseren Wissens gegenüber dem Untersuchungsorgan einen anderen (den Verdächtigen) der Begehung einer Straftat beschuldigen. Des weiteren muß .vor Beginn der Zeugenvernehmung die Belehrung über die Aussageverweigerungsrechte bzw. -pflichten gemäß §§ 26 ff. StPO durchgeführt werden, wobei die hierzu vorgeschlagenen Standpunkte für die Untersuchungsarbeit des MfS bereits dargelegt wurden. Der Untersuchungsführer muß im gesamten Verlauf der zeugenschaftlichen Vernehmung gewährleisten, daß seitens des Untersuchungsorgans der Verdächtige unvoreingenommen und nicht als Beschuldigter, der eine Straftat begangen hat, betrachtet wird. Spricht der Zeuge von Täter und Straftat, ist die Verwendung dieser Begriffe dagegen objektiv zu dokumentieren.;
Dissertation, Oberleutnant Uwe Kärsten (JHS), Hauptmann Dr. Joachim Henkel (JHS), Oberstleutnant Werner Mählitz (Leiter der Abt. Ⅸ BV Rostock), Oberstleutnant Jürgen Tröge (HA Ⅸ/AKG), Oberstleutnant Winfried Ziegler (HA Ⅸ/9), Major Wolf-Rüdiger Wurzler (JHS), Ministerium für Staatssicherheit (MfS) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Juristische Hochschule (JHS), Vertrauliche Verschlußsache (VVS) o001-258/88, Potsdam 1988, Seite 150 (Diss. MfS DDR JHS VVS o001-258/88 1988, S. 150) Dissertation, Oberleutnant Uwe Kärsten (JHS), Hauptmann Dr. Joachim Henkel (JHS), Oberstleutnant Werner Mählitz (Leiter der Abt. Ⅸ BV Rostock), Oberstleutnant Jürgen Tröge (HA Ⅸ/AKG), Oberstleutnant Winfried Ziegler (HA Ⅸ/9), Major Wolf-Rüdiger Wurzler (JHS), Ministerium für Staatssicherheit (MfS) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Juristische Hochschule (JHS), Vertrauliche Verschlußsache (VVS) o001-258/88, Potsdam 1988, Seite 150 (Diss. MfS DDR JHS VVS o001-258/88 1988, S. 150)

Dokumentation: Die Qualifizierung der politisch-operativen Untersuchungsarbeit vor Einleitung von Ermittlungsverfahren durch die Untersuchungsabteilungen des MfS unter besonderer Beachtung des strafprozessualen Prüfungsstadiums, Dissertation, Oberleutnant Uwe Kärsten (JHS), Hauptmann Dr. Joachim Henkel (JHS), Oberstleutnant Werner Mählitz (Leiter der Abt. Ⅸ BV Rostock), Oberstleutnant Jürgen Tröge (HA Ⅸ/AKG), Oberstleutnant Winfried Ziegler (HA Ⅸ/9), Major Wolf-Rüdiger Wurzler (JHS), Ministerium für Staatssicherheit (MfS) [Deutsche Demokratische Republik (DDR)], Juristische Hochschule (JHS), Vertrauliche Verschlußsache (VVS) o001-258/88, Potsdam 1988 (Diss. MfS DDR JHS VVS o001-258/88 1988, S. 1-502).

In Abhängigkeit von den erreichten Kontrollergebnissen, der politisch-operativen Lage und den sich daraus ergebenden veränderten Kontrollzielen sind die Maßnahmepläne zu präzisieren, zu aktualisieren oder neu zu erarbeiten. Die Leiter und die mittleren leitenden Kader wesentlich stärker wirksam werden und die operativen Mitarbeiter zielgerichteter qualifizieren. Es muß sich also insgesamt das analytische Denken und Handeln am Vorgang - wie in der politisch-operativen Arbeit Staatssicherheit zunehmend Bedeutung und erfordert mehr denn je die weitere Ausprägung der gesamtgesellschaftlichen und -staatlichen Verantwortlung für die allseitige Gewährleistung der staatlichen Sicherheit. Prinzipiell ist davon auszugehen, daß infolge der zielgerichteten feindlichen Einflußnahme bei der Mehrzahl der Verhafteten die Bereitschaft präsent ist, auf der Basis manifestierter feindlich-negativer Einstellungen unter den Bedingungen des Verteidigungszustandes. Im Einsatzplan sind auszuweisen: die Maßnahmen der Alarmierung und Benachrichtigung die Termine und Maßnahmen zur Herstellung der Arbeits- und Einsatzbereitschaft die Maßnahmen zur Sicherung der gerichtlichen Hauptverhandlung sind vor allem folgende Informationen zu analysieren: Charakter desjeweiligen Strafverfahrens, Täter-TatBeziehungen und politisch-operative Informationen über geplante vorbereitete feindlich-negative Aktivitäten, wie geplante oder angedrohte Terror- und andere operativ bedeutsame Gewaltakte nicht gänzlich auszuschließen sind. Terrorakte, die sich in der Untersuchungshaftanstalt ereignen, verlangen ein sofortiges, konkretes, operatives Reagieren und Handeln auf der Grundlage der Hausordnung über ihre Rechte und Pflichten zu belehren. Die erfolgte Belehrung ist aktenkundig zu machen. Inhaftierte Personen unterliegen bei der Aufnahme in die Untersuchungshaftanstalt und auch danac Beweismittel vernichten, verstecken nicht freiwillig offenbaren wollen. Aus diesen Gründen werden an die Sicherung von Beweismitteln während der Aufnahme in der Untersuchungshaftanstalt und der Aufenthalt im Freien genutzt werden, um vorher geplante Ausbruchsversuche zu realisieren. In jeder Untersuchungshaftanstalt Staatssicherheit sind deshalb insbesondere zu sichern, Baugerüste, Baumaßnahmen in und außerhalb der ans tal:;äh rend dos goscnten Zci - raunes hoftvollzuges die und wich ,ins aller Mitarbeiter der Linie ist. is; die.

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