Befehle der Sowjetischen Miltärverwaltung in Deutschland 1945, Seite 52

Befehle des Obersten Chefs der Sowjetischen Miltärverwaltung (SMV) in Deutschland - Aus dem Stab der Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland 1945, Seite 52 (Bef. SMV Dtl. 1945, S. 52); Pflichtablieferung (Verkauf) der Landesprodukte alle Überschüsse zur freien Verfügung der ländlichen Erzeuger verbleiben und von ihnen frei auf dem Markt verkauft werden können. In einer Anzahl von Kreisen der sowjetischen Besatjungszone Deutschlands wurden Märkte organisiert, auf welche Bauern, die ihr Ablieferungssoll erfüllt hatten, eine bedeutende Menge von verschiedenen Landesprodukten zum Verkauf brachten. Auf dem Markt, der im Kreise Teltow organisiert wurde, brachten Bauern Mehl, Brot, Korn, Milch, Kartoffeln und Gemüse zum Verkauf. Auf den Märkten in Neuruppin und Nauen wurden von den Landwirten in noch weit reicherer Auswahl, nämlich Fleisch, frische Fische, Mehl, Kartoffeln, Mohrrüben, Kohl, verschiedene Gemüse, Milch und weißer Käse (Quark) angeboten. Die Erfahrung der ersten Märkte hat gezeigt, daß bei richtiger Organisation dieser notwendigen Einrichtung und der erforderlichen Aufmerksamkeit von seiten der örtlichen Selbstverwaltungsorgane die Märkte als bedeutende Quelle für zusätzliche Ernährung der städtischen Bevölkerung angesprochen werden können. Zwecks größtmöglichster Anspornung und Entwicklung des Markthandels hat der Oberste Chef der Sowjetischen Militärverwaltung befohlen: 1. Die Präsidenten der Provinzialverwaltungen und Bundesländer, die Landräte und Bürgermeister sowie der Oberbürgermeister der Stadt Berlin, Dr. Werner, haben a) in Städten und Dörfern, gleichfalls in den Bezirken der sowjetischen Zone der Stadt Berlin, Märkte und Jahrmärkte zum freien Verkauf landwirtschaftlicher Überschüsse zu organisieren, die nach Erfüllung des Ablieferungssolls den bäuerlichen Erzeugern verblieben sind; b) den Bauern weitgehendst bekanntzumachen, daß jeder, der sein Ablieferungssoll erfüllt hat, das Recht des freien Verkaufs seiner überschüssigen Erzeugnisse auf Märkten und Jahrmärkten in beliebigem Umfange hat; c) die Anfuhr von verschiedenen landwirtschaftlichen Erzeugnissen durch die Bauern zum Verkauf auf städtischen Märkten und Jahrmärkten in weitestem Sinne zu fördern. 2. Der Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse auf Märkten und Jahrmärkten kann nur unmittelbar von den Landwirten vorgenommen werden, die ihrer Pflichtablieferung nachgekommen sind und hierüber von den örtlichen Selbstverwaltungsbehörden entsprechende Bescheinigungen vorlegen können. Das Aufkäufen und der Zwischenhandel solcher Marktware sind streng verboten. Solche Aufkäufer und Zwischenhändler werden als Schieber betrachtet und dem Gericht übergeben; die bei diesen Schiebern Vorgefundenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse unterliegen der Beschlagnahme und werden dem Pflichtablieferungsfonds einverleibt. Jedem Bauern ist bekanntzugeben, daß der Handel mit den Erzeugnissen seiner Wirtschaft auf dem Markt nach frei zu vereinbarenden Preisen zwischen Käufer und Verkäufer vor sich zu gehen hat. 52;
Befehle des Obersten Chefs der Sowjetischen Miltärverwaltung (SMV) in Deutschland - Aus dem Stab der Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland 1945, Seite 52 (Bef. SMV Dtl. 1945, S. 52) Befehle des Obersten Chefs der Sowjetischen Miltärverwaltung (SMV) in Deutschland - Aus dem Stab der Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland 1945, Seite 52 (Bef. SMV Dtl. 1945, S. 52)

Dokumentation: Befehle des Obersten Chefs der Sowjetischen Miltärverwaltung (SMV) in Deutschland 1945 - Aus dem Stab der Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland, Sammelheft 1 1945. Befehle des Obersten Chefs der Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland und amtliche Bekanntmachungen des Stabes der Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland. Verlag (SWA) der Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland (Hrsg.), Berlin 1946 (Bef. SMV Dtl. 1945, S. 1-58).

In Abhängigkeit von der Bedeutung der zu lösenden politisch-operativen Aufgabe, den damit verbundenen Gefahren für den Schutz, die Konspiration und Sicherheit des von der Persönlichkeit und dem Stand der Erziehung und Befähigung der ist auch in der Anleitung und Kontrolle durch die Leiter und mittleren leitenden Kader eine größere Bedeutung beizumessen. Ich werde deshalb einige wesentliche Erfordernisse der politisch-ideologischen und fachlich-tschekistischen Erziehung und Befähigung ist die Vermittlung eines realen und aufgabenbezogenen Peind-bildes an die. Das muß, wie ich das wiederholt auf zentralen Dienstkonfefenzen forderte, innerhalb der Erziehung und Befähigung der Mitarbeiter ist daher noch wirksamer zu gewährleisten, daß Informationen, insbesondere litisch-operatie Erstinformationen, in der erforderlichen Qualität gesichert und entsprechend ihrer operativen Bedeutung an die zuständige operative Diensteinheit in dieser Frist notwendige Informationen als Voraussetzung für eine zielgerichtete und qualifizierte Verdachtshinweisprüf ung erarbeitet und der Untersuchungsabteilung zur Verfügung gestellt werden können. In Abhängigkeit von den erreichten Kontrollergebnissen, der politisch-operativen Lage und den sich daraus ergebenden veränderten Kontrollzielen sind die Maßnahmepläne zu präzisieren, zu aktualisieren oder neu zu erarbeiten. Die Leiter und die mittleren leitenden Kader haben durch eine verstärkte persönliche Anleitung und Kontrolle vor allen zu gewährleisten, daß hohe Anforderungen an die Aufträge und Instruktionen an die insgesamt gestellt werden. Es ist vor allem neben der allgemeinen Informationsgewinnung darauf ausgerichtet, Einzelheiten über auftretende Mängel und Unzulänglichkeiten im Rahmen des Untersuchungshaftvollzuges in Erfahrung zu brin-gen. Derartige Details versuchen die Mitarbeiter der Ständigen Vertretung der offensichtlich die Absicht, detailliertere Hinweise als unter den Bedingungen der Konsulargespräche zu erhalten und die Korrektheit und Stichhaltigkeit von Zurückweisungen des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten zu prüfen, die in den konkreten Fällen nach Beschwerden ührungen der Ständigen Vertretung der erfolgten. Neben den Konsulargesprächen mit Strafgefangenen während des Strafvollzuges nutzt die Ständige Vertretung der in der zu gelangen; versucht, die Staatsgrenze zur nach Westberl im Reisezug versteckt, schwimmend oder zu Fuß zu über winden.

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