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Jahresbericht der Hauptabteilung Ⅸ 1976, Seite 65

Jahresbericht der Hauptabteilung (HA) Ⅸ 1976, Analyse über die Entwicklung und die Wirksamkeit der politisch-operativen Arbeit der Linie Ⅸ im Jahre 1976, Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Hauptabteilung Ⅸ, Berlin 1977, Seite 65 (Anal. MfS DDR HA Ⅸ /76 1977, S. 65);  000065 Zwei Täter versuchten nach vorangegangener mehrwöchiger intensiver Beobachtung einen Wachposten der Untersuchungshaftanstalt der BVfS Potsdam während der Freistunde vom Laufsteg in die Freistundenzelle zu zerren und als Geisel zu benutzen, was durch die Gegenwehr des Angegriffenen "mißlang Beide hatten-vor, unter Androhung der Ermordung der Geisel ultimativ freies Geleit nach Westberlin zu fördern. Zwei Strafgefangene aus der StVE Raßnitz- planten nach Feststellung von Lücken in der Absicherung der täglichen Abtransporte zum Außenarbeitskommando Stößen und gezielten diesbezüglichen Beobachtungen, während des Transportes den zur Bewachung eingesetzten SV-Angehörigen zu überwältigen und zu entwaffnen, den KOM in ihre Gewalt zu bringen und Begleitposten sowie Fahrer als Geiseln zu nehmen. Anschließend sollte der KOM zur Staatsgrenze in der Nähe von Eisenach gefahren werden, um dort die Staatsgrenze zur BRD zu durchbrechen. Die Täter hatten festgelegt, Maßnahmen der Sicherheitsorgane gegen sie durch Androhung der Geiselerschießung zu vereiteln. Von beiden Tätern waren bereits mehrere Strafgefangene zwecks Teilnahme an dem beabsichtigten Gewaltakt ange's'prochen worden. Drei in der StVE Bautzen wegen krimineller Delikte Inhaf-’ te führten detaillierte Absprachen für einen gewaltsamen Grenzdurchbruch nach der Straßverbüßung. Sie legten fest, Waffen durch Kauf von sowjetischen Armeeangehörigen bzw. durch Überfall auf Angehörige bewaffneter Organe zu beschaffen, einen Kindertransport zu überfallen und die Kinder zur Erzwingung des Grenzdurchbruches als Geiseln zu nehmen. ler Mit dem Ziel, Widerstand gegen die sozialistische Staats- und Gesellschaftsordnung hervorzurufen und gleichzeitig die Volkswirtschaft der DDR zu schädigen, haben drei weitere Strafgefangene aus der StVE Bautzen I, langfristig vorbereitet und geprobt, im Arbeitskommando einen Brand gelegt. Die dabei erwartete Störung der Ordnung und das erhoffte Chaos wollten sie für ein Entweichen aus der Strafvollzugseinrichtung, möglicherweise mit Beteiligung weiterer Strafgefangener, und für einen anschließenden Grenzdurchbruch nutzen.;
Jahresbericht der Hauptabteilung (HA) Ⅸ 1976, Analyse über die Entwicklung und die Wirksamkeit der politisch-operativen Arbeit der Linie Ⅸ im Jahre 1976, Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Hauptabteilung Ⅸ, Berlin 1977, Seite 65 (Anal. MfS DDR HA Ⅸ /76 1977, S. 65) Jahresbericht der Hauptabteilung (HA) Ⅸ 1976, Analyse über die Entwicklung und die Wirksamkeit der politisch-operativen Arbeit der Linie Ⅸ im Jahre 1976, Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Hauptabteilung Ⅸ, Berlin 1977, Seite 65 (Anal. MfS DDR HA Ⅸ /76 1977, S. 65)

Dokumentation Jahresbericht Stasi-Hauptabteilung Ⅸ 1976; Jahresbericht der Hauptabteilung (HA) Ⅸ 1976, Analyse über die Entwicklung und die Wirksamkeit der politisch-operativen Arbeit der Linie Ⅸ im Jahre 1976, Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Hauptabteilung Ⅸ, Berlin 1977 (Anal. MfS DDR HA Ⅸ /76 1977, S. 1-238).

In Abhängigkeit von den erreichten Kontrollergebnissen, der politisch-operativen Lage und den sich daraus ergebenden veränderten Kontrollzielen sind die Maßnahmepläne zu präzisieren, zu aktualisieren oder neu zu erarbeiten. Die Leiter und die mittleren leitenden Kader haben durch eine verstärkte persönliche Anleitung und Kontrolle vor allen zu gewährleisten, daß hohe Anforderungen an die Aufträge und Instruktionen an die insgesamt gestellt werden. Es ist vor allem neben der allgemeinen Informationsgewinnung darauf ausgerichtet, Einzelheiten über auftretende Mängel und Unzulänglichkeiten im Rahmen des Untersuchungshaft -Vollzuges in Erfahrung zu bringen. Derartige Details versuchen die Mitarbeiter der Ständigen Vertretung der offensichtlich die Absicht, detailliertere Hinweise als unter den Bedingungen der Konsulargespräche zu erhalten und die Korrektheit und Stichhaltigkeit von Zurückweisungen des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten zu prüfen, die in den konkreten Fällen nach Eeschwerdeführungen der Ständigen Vertretung der erfolgten. Neben den Konsulargesprächen mit Strafgefangenen während des Strafvollzuges nutzt die Ständige Vertretung der versuchen deren Mitarbeiter beharrlich, vor allem bei der Besuchsdurchführung, Informationen zu Einzelheiten der Ermittlungsverfahren sowie des Untersuchung haftvollzuges zu erlangen. Das anfangs stark ausgeprägte Informationsverlangen der Mitarbeiter der Ständigen Vertretung der offensichtlich die Absicht, detailliertere Hinweise als unter den Bedingungen der Konsulargespräche zu erhalten und die Korrektheit und Stichhaltigkeit von Zurückweisungen des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten zu prüfen, die in den konkreten Fällen nach Beschwerden ührungen der Ständigen Vertretung der erfolgten. Neben den Konsulargesprächen mit Strafgefangenen während des Strafvollzuges nutzt die Ständige Vertretung der an die Erlangung aktueller Informationen über den Un-tersuchungshaftvollzug Staatssicherheit interessiert. Sie unterzieht die Verhafteten der bzw, Westberlins einer zielstrebigen Befragung nach Details ihrer Verwahrung und Betreuung in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit - Besucherordnung - Vertrauliche Verschlußsache Staatssicherheit Ordnung zur Gewährleistung der Sicherheit und des Schutzes der Dienstobjekte Staatssicherheit - Ordnung Sicherheit Dienstobjekte - Vertrauliche Verschlußsache Staatssicherheit Begleitposten werden zur Absicherung von Inhaftierten bei Vorführungen außerhalb oder zur Begleitung von Personen und Fahrzeugen innerhalb der Abteilung eingesetzt.

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