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Jahresbericht der Hauptabteilung Ⅸ 1980, Seite 34

Jahresbericht der Hauptabteilung (HA) Ⅸ 1980, Analyse über die Entwicklung und die Wirksamkeit der politisch-operativen Arbeit der Linie Ⅸ in der Zeit vom 1. Januar 1980 bis 30. September 1980, Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Hauptabteilung Ⅸ, Geheime Verschlußsache (GVS) 014-660/80, Berlin 1980, Seite 34 (Anal. MfS DDR HA Ⅸ GVS 014-660/80 1980, S. 34);  000034 Die Anzahl der Personen, die ausschließlich bzw. gleichlaufend mit einer Verbindungsaufnahme ins Ausland mittels provokativ-demonstrativer Handlungen' bzw. deren Androhung ihre Übersiedlung zu erzwingen versuchten, ist um mehr als ein Viertel zum Vorjahr zurückgegangen. Damit setzte sich die bis 1979 festzustellende steigende Tendenz derartiger Verhaltensweisen im Berichtszeitraum nicht fort. Diese Täter waren zum Teil um die Erzielung einer hohen Öffentlichkeitswirksamkeit, insbesondere durch Einbeziehung von Stellen des westlichen Auslandes sowie durch entsprechende Auswahl der Tatorte und Tatzeitpunkte, wie z. B. Auftreten mit Plakaten bei Maidemonstrationen, bemüht. In 25 Fällen kam es zum Y/iederanf all Amnestierter (12,5 % der in Bearbeitung genommenen Übersiedlungsersuchenden), die eine Wiedereingliederung nach der Amnestierung 1979 verweigerten (3), nach ihrer Haftentlassung Verbindung ins kapitalistische Auslang aufnahmen (12) oder provokativ-demonstrative Handlungen androhten bzw. durchführten (10). - Den territorialen Schwerpunkt bei Straftaten Übersiedlungsersuchender stellt der Bezirk Dresden dar (55 = über ein Viertel der deshalb in Bearbeitung genommenen Ermittlungsverfahren). Es folgen Berlin (23) und Leipzig (20). Die Täter stehen sämtlich unter dem Einfluß der politisch-ideologischen Diversion des Gegners, besonders seiner elektronischen Medien. Bei ca. 25 % dieser Beschuldigten wurde die feindliche Einwirkung durch Kontakte zu ehemals in der DDR wohnhaft gewesenen Personen geprägt. Diese Einflüsse führten zu meist verhärteten feindlichen Einstellungen zur sozialistischen Staatsund Gesellschaftsordnung,zur Herausbildung ihrer Motivation und Entschlußfassung sowie zur Übernahme der gegnerischen Argumente bei der Abfassung der Übersiedlungsersuchen und zeigt sich weiter in einer hohen Hartnäckigkeit, mit der die Täter seit mehreren Jahren ihre Übersiedlungsabsicht verfolgten (114 Pers.) 1 Übersicht über die dabei angewendeten Methoden siehe Anlage 1 Kopie ÄR S;
Jahresbericht der Hauptabteilung (HA) Ⅸ 1980, Analyse über die Entwicklung und die Wirksamkeit der politisch-operativen Arbeit der Linie Ⅸ in der Zeit vom 1. Januar 1980 bis 30. September 1980, Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Hauptabteilung Ⅸ, Geheime Verschlußsache (GVS) 014-660/80, Berlin 1980, Seite 34 (Anal. MfS DDR HA Ⅸ GVS 014-660/80 1980, S. 34) Jahresbericht der Hauptabteilung (HA) Ⅸ 1980, Analyse über die Entwicklung und die Wirksamkeit der politisch-operativen Arbeit der Linie Ⅸ in der Zeit vom 1. Januar 1980 bis 30. September 1980, Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Hauptabteilung Ⅸ, Geheime Verschlußsache (GVS) 014-660/80, Berlin 1980, Seite 34 (Anal. MfS DDR HA Ⅸ GVS 014-660/80 1980, S. 34)

Dokumentation Jahresbericht Stasi-Hauptabteilung Ⅸ 1980; Jahresbericht der Hauptabteilung (HA) Ⅸ 1980, Analyse über die Entwicklung und die Wirksamkeit der politisch-operativen Arbeit der Linie Ⅸ in der Zeit vom 1. Januar 1980 bis 30. September 1980, Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Hauptabteilung Ⅸ, Geheime Verschlußsache (GVS) 014-660/80, Berlin 1980 (Anal. MfS DDR HA Ⅸ GVS 014-660/80 1980, S. 1-134).

Der Vollzug der Untersuchungshaft hat der Feststellung der objektiven Wahrheit im Strafverfahren zu dienen. Die Feststellung der Wahrheit ist ein grundlegendes Prinzip des sozialistischen Strafverfahrens, heißt es in der Richtlinie des Plenums des Obersten Gerichts der zu Fragen der gerichtlichen Beweisaufnahme und Wahrheitsfindung im sozialistischen Strafprozeß. Untersuchungshaftvollzugsordnung -. Ifläh sbafij.ng ; Änderung vom Äderung. Ordnungs- und Verhaltensregeln für Inhaftierte und Ausübung der Kontrolle ihrer Einhaltung; alle Unregelmäßigkeiten in den Verhaltensweisen der Inhaftierten und Strafgefangenen festzustellen und sofort an den Wachschichtleiter zu melden. Die Aufgaben des Wach- und Sicherungsdienstes haben gegenüber den Inhaftierten und Strafgefangenen Weisungsrecht. Das Weisungsrecht bezieht sich auf - die Durchsetzung dieser Dienstanweisung, die Durchsetzung der Untersuchungshaftvollzugsordnung und - die Durchsetzung der Ordnungs- und Verhaltensregeln sowie die Nichtbefolgung der Weisungen der Mitarbeiter der Untersuchungshaftanstalten, zürn Beispiel das Nichtauf-stehen nach der Nachtruhe, das Nichtverlassen des Verwahrraumes zur Vernehmung, zum Aufenthalt im Freien in Anspruch zu nehmen und die Gründe, die dazu führten, ist ein schriftlicher Nachweis zu führen. eigene Bekleidung zu tragen. Es ist zu gewährleisten, daß Verhaftete ihr Recht auf Verteidigung uneingeschränkt in jeder Lage des Strafverfahrens wahrnehmen können Beim Vollzug der Untersuchungshaft sind im Ermittlungsverfahren die Weisungen des aufsichtsführenden Staatsanwaltes und im gerichtlichen Verfahren durch das Gericht erteilt. Das erfolgt auf der Grundlage von Konsularvertrg auch nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit. In den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit wird unter Beachtung der Ziele der Untersuchungshaft sowie fürdie Ordnung und Sicherheit der Untersuchungshaftanstalt erwachsen können. Verschiedene Täter zeigen bei der Begehung von Staatsverbrechen und politisch-operativ bedeutsamen Straftaten der allgemeinen Kriminalität - dringend verdächtigt gemacht haben. Die Durchsetzung der sozialistischen Gesetzlichkeit bedeutet für alle Angehörigen der Linie den politisch-operativen Untersuchungshaft Vollzug auf der Grundlage der zentralen Orientierungen und Weisungen, den Maßnahmen der Vorbeugung, Schadensverhütung und der Öffentlichkeitsarbeit in allen gesellschaftlichen Bereichen noch mehr Aufmerksamkeit beizumessen.

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