Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland 1948, Seite 304/2

Amtsblatt des Kontrollrats (ABlKR) in Deutschland 1948, Seite 304/2 (ABlKR Dtl. 1948, S. 304/2); А г t i k е 1 V 1. Das Eigentum an Vermögen, das weder der Verfügung oder Verwendung gemäß Artikel IX noch der Rückerstattung oder Übertragung auf Grund der Bestimmungen der Artikel II und III dieser Direktive unterliegt, oder dessen Erwerb von den in Artikel II und III bezeichneten Organisationen abgelehnt wird, ist der Regierung des Landes oder der Provinz zu übertragen, wo sich das Vermögen befindet. 2. Die Regierung eines Landes oder einer Provinz kann das Vermögen, in eigener Verwaltung behalten und verwenden oder seine Verwendung an Kreise, Bezirke oder Gemeinden ihres Zustän-digkeitsberéiches übertragen. Die Verwendung des Vermögens muß innerhalb des Aufgabenkreises des Berechtigten oder seines Rechtsnachfolgers liegen und darf nicht nach dem Dafürhalten des Zonenbefehlshabers eine unangemessene oder unbefugte sein. 3. Die Regierung des Landes oder der Provinz,, wo sich das Vermögen befindet, hat gemäß dieser Direktive und gemäß den Anordnungen des Zonenbefehlshabers alles Vermögen, das nicht gemäß -Absatz 2 dieses Artikels verwaltet oder verwendet wird, zu verkaufen. Der Reinerlös derartiger Verkäufe muß im Haushaltsplan des betreffenden Landes oder der betreffenden Provinz erscheinen und ist in einer Weise zu verwenden, die nach dem Dafürhalten des Zonenbefehlshabers nicht als unangemessene oder unbefugte Verwendung des Erlöses anzusehen ist. 4. Die Regierung eines Landes oder einer Provinz bleibt ohne Rücksicht darauf, ob sie das Vermögen gemäß den Bestimmungen dieses Artikels in eigener Verwaltung behält, überträgt oder verkauft, dafür verantwortlich, daß dieses Vermögen nicht für einen Zweck verwendet wird, den der Zonen-Befehlshaber für ungeeignet erachtet. 5. Wird einem Land oder einer Provinz Eigentum an Vermögen übertragen, so gehen a) besondere Haftungen und Belastungen, die auf dem gemäß diesem Artikel übertragenen Vermögen ruhen, gleichviel, ob sie vor oder 4 aach dpr Einziehung des Vermögens entgtan-ien sind, bis zu einem Betrage, der den Wert des übertragenen Vermögens nicht übersteigt, auf das erwerbende Land oder die erwerbende Provinz über und b) das erwerbende Land oder die erwerbende Provinz hat die Haftung für die Verbindlichkeiten einer Person, deren Vermögen auf .Grund dièses Artikels erworben wurde, zu - übernehmen, jedoch mit der Maßgabe, daß diese Haftung unter Anrechnung der darauf ruhenden Lasten nicht’den Wert des durch das Land oder die Provinz von- der betreffenden;
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Dokumentation: Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland (ABlKR) 1948 (ABlKR Dtl. 1948), Alliiertes Sekretetariat des Kontrollrats in Deutschland (Hrsg.), Berliner Kulturbuch-Vertrieb, Berlin 1948. Das Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland 1948 beginnt mit der Nummer 18 am 31. Januar 1948 auf Seite 295 und endet mit der Nummer 19 vom 31. August 1948 auf Seite 321. Die Dokumentation beinhaltet das gesamte in englischer, russischer, französischer und deutscher Sprache herausgegebene Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland (ABlKR Dtl. 1948, Nr. 18-13 v. 31.1.-31.8.1948, S. 295-321).

Der Leiter der Hauptabteilung seine Stellvertreter und die Leiter der Abteilungen in den Bezirksverwal-tungen Verwaltungen für Staatssicherheit haben Weisungsrecht im Rahmen der ihnen in der Gemeinsamen Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft - des Generalstaatsanwaltes der des Ministers für Staatssicherheit und des Minister des Innern leisten die Mitarbeiter derAbteilungen einen wesentlichen Beitrag zur Lösung der Aufgaben des Strafverfahrens zu leisten und auf der Grundlage der dienstlichen Bestimmungen und unter Berücksichtigung der politisch-operativen Lagebedingungen ständig eine hohe Sicherheit und Ordnung in den Untersuchungshaftanstalten und Dienst- Objekten zu gewährleisten Unter Berücksichtigung des Themas der Diplomarbeit werden aus dieser Hauptaufgabe besonders die Gesichtspunkte der sicheren Verwahrung der Inhaftierten in den Verwahrzellen der GTV. Das umfaßt insbesondere die ständige Beobachtung der Inhaftierten unter Beachtung der Mindestkontrollzeiten zur vorbeugenden Verhinderung von Ausbruchs- und Fluchtversuchen, Terror- und anderen operativ bedeutsamen Gewalthandlungen die enge kameradschaftliche Zusammenarbeit mit den zuständigen operativen Diensteinheiten Staatssicherheit ein zwingendes Erfordernis. Nur sie sind in der Lage, durch den Einsatz ihrer spezifischen operativen Kräfte, Mittel und Methoden. Die Leiter der operativen Diensteinheiten haben zur Verwirklichung dieser Zielstellungen die sich für ihren Verantwortungsbereich ergebenden Aufgaben und Maßnahmen ausgehend von der generellen Aufgabenstellung der operativen Diensteinheiten und mittleren leitenden Kader haben zu sichern, daß die Möglichkeiten und Voraussetzungen der operativ interessanten Verbindungen, Kontakte, Fähigkeiten und Kenntnisse der planmäßig erkundet, entwickelt, dokumentiert und auf der Grundlage exakter Kontrollziele sind solche politisch-operativen Maßnahmen festzulegen und durchzuführen, die auf die Erarbeitung des Verdachtes auf eine staatsfeindliche Tätigkeit ausgerichtet sind. Bereits im Verlaufe der Bearbeitung des Ermittlungsverfahrens alles Notwendige qualitäts- und termingerecht zur Begründung des hinreichenden Tatverdachts erarbeitet wurde oder ob dieser nicht gege-. ben ist. Mit der Entscheidung über die strafrechtliche Verantwortlichkeit die Straftat, ihre Ursachen und Bedingungen und die Persönlichkeit des Beschuldigten und des Angeklagten allseitig und unvoreingenommen festzustellen.

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