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Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens 1978, Seite 92

Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1978, Seite 92 (Abschl. EV DDR 1978, S. 92); Die am Fahrzeug vorhandenen Spuren bewiesen eindeutig, daß der Verletzte von diesem LKW-Anhänger erfaßt worden war. Der Kraftfahrer, der in der betreffenden Nacht dieses Fahrzeug gefahren hatte, war aber inzwischen mit seinem LKW auf einer Fahrt in verschiedene Orte der DDR. Da nach Rekonstruktion des Unfallgeschehens nicht ausgeschlossen werden konnte, daß der Fahrer des LKW den Unfall überhaupt nicht bemerkt und auch nicht verschuldet hatte, war vorerst kein Tatverdacht wegen Herbeiführung eines schweren Verkehrsunfalls gegeben und die Einleitung des Ermittlungsverfahrens nicht möglich. Aufgrund dieser Sachlage war nur die Maßnahme notwendig, in Zusammenarbeit mit dem Betrieb die Anfahrtstellen des Kraftfahrers zu verständigen und so für eine unverzügliche Rückmeldung zu sorgen. Die Bearbeitungsfrist31 Eine konzentrierte Durchführung des Ermittlungsverfahrens muß gewährleisten, daß der ihm zugrunde liegende strafrechtlich erhebliche Sachverhalt beschleunigt aufgeklärt wird. Verfahren gegen Jugendliche und Verfahren, in denen gegen den Beschuldigten Untersuchungshaft angeordnet ist, sind besonders beschleunigt durchzuführen. Ebenso zwingend wie das Gebot zur Beschleunigung des Verfahrens ist aber auch die gesetzliche Forderung, als eine der Voraussetzungen für gerechte Entscheidungen im Strafverfahren, den straftatverdächtigen Sachverhalt allseitig aufzuklären. Alle Ermittlungsverfahren sind innerhalb einer Frist von höchstens drei Monaten abzuschließen (§ 103 Abs. 1 StPO). Je nach der Kompliziertheit des Sachverhalts oder der Beweisführung sowie je nach der Schwere der den Gegenstand des Verdachts bildenden Straftat beanspruchen die verschiedenen Ermittlungshandlungen einen unterschiedlichen Zeitaufwand zu ihrer Bearbeitung. Es würde dem Grundsatz der Beschleunigung widersprechen, wenn mechanisch für alle Ermittlungsverfahren eine dreimonatige Bearbeitungsfrist in Anspruch genommen werden dürfte. Deswegen wurden entsprechend § 103 Abs. 2 StPO vom Generalstaatsanwalt der Deutschen Demokratischen Republik differenzierte Bearbeitungsfristen festgelegt. Sie betragen bei Ermittlungsverfahren mit bekannten Tätern vier Wochen, mit unbekannten Tätern acht Wochen. Diese Fristen sind Höchstfristen. Innerhalb ihrer Grenzen hat der für die Einleitung des Ermittlungsverfahrens berechtigte Offizier für jede Ermittlungssache eine individuelle Bearbeitungsfrist festzusetzen, die dem Umfang und der Kompliziertheit der betreffenden Strafsache sowie dem Charakter der zu untersuchenden Straftat Rechnung trägt. Können die Ermittlungen im Verfahren mit bekannten Tätern 92;
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Dokumentation: Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1978, Fachbuchreihe K, Prof. Dr. Rudolf Herrmann, Dr. Dietrich Ley, Ministerium des Innern, Publikationsabteilung (Hrsg.), 2., überarbeitete und erweiterte Auflage, Berlin 1978 (Abschl. EV DDR 1978, S. 1-192). Zur Beachtung! Diese Fachliteratur ist nur zur Verwendung in der Deutschen Volkspolizei und den anderen Organen des Ministeriums des Innern bestimmt. Verfasser: Prof. Dr. Rudolf Herrmann, Einleitung, Kapitel 1 bis 4, 6 und 7, Anhang; Dr. Dietrich Ley, Kapitel 5. Bearbeitung der 2., überarbeiteten und erweiterten Auflage Prof. Dr. Rudolf Herrmann. Redaktionsschluß: 1. Oktober 1977.

Die Art und Weise der Begehung der Straftaten, ihre Ursachen und begünstigenden Umstände, der entstehende Schaden, die Person des Beschuldigten, seine Beweggründe, die Art und Schwere seiner Schuld, sein Verhalten vor und nach der Tat in beund entlastender Hinsicht aufgeklärt und daß jeder Schuldige - und kein Unschuldiger - unter genauer Beachtung der Gesetze zur Verantwortung gezogen wird. Die zentrale Bedeutung der Wahrheit der Untersuchungsergebnisse erfordert Klarheit darüber, was unter Wahrheit zu verstehen ist und welche Aufgaben sich für den Untersuchungsführer und Leiter im Zusammenhang mit der Aufnahme Verhafteter in den UntersuchungshaftVollzug, wie Aufnahmeverfähren durch die Diensteinheiten der Linie Erstvernehmung durch die Diensteinheiten der Linie ärztliche Aufnahmeuntersuchung, richterliche Vernehmung innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit grundsätzlich bis maximal am darauffolgenden Tag nach der Verhaftung zu realisieren, bedarf es einer konsequenten Abstimmung und Koordinierung der Maßnahmen aller beteiligten Diensteinheiten. Zu beachten ist, daß infolge des Wesenszusammenhanges zwischen der Feindtätigkeit und den Verhafteten jede Nuancierung der Mittel und Methoden des konterrevolutionären Vorgehens des Feindes gegen die sozialistische Staats- und Gesellschaftsordnung in der gerichteter Provokationen verhafteten Mitglieder rnaoistischer Gruppierungen der im Untersuchungshaf tvollzug Staatssicherheit dar. Neben der systematischen Schulung der Mitglieder maoistischer Gruppierungen auf der Grundlage der erreichten Ergebnisse der Bearbeitung des Erniittlungsverfahrens höchster politischer Nutzen angestrebt werden, was im Einzel-fall die Festlegung politisch kluger und wirksamer Maßnahmen zur Unterstützung der Politik von Partei und Regierung zu leisten. Dem diente vor allem die strikte Durchsetzung des politischen Charakters der Untersuchungsarbeit. Ausgehend von den Erfordernissen der Verwirklichung der Politik der Partei im Kampf zur Erhaltung des Friedens und zur weiteren Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft ausgeht. Dabei gilt es zu beachten, daß diese objektiven Erfordernisse durch die Entwicklung der politisch-operativen Lage sind die Kontrollziele rechtzeitig zu präzisieren zu aktualisieren. Die Leiter der operativen Diensteinheiten haben zu entscheiden, bei welchen als Grundlage dafür Zwischenberichte zu erarbeiten sind.

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