Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens 1978, Seite 83

Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1978, Seite 83 (Abschl. EV DDR 1978, S. 83); trotzdem noch nicht ermittelt, so gibt es keine Veranlassung, die Ermittlungen ins uferlose auszudehnen, sondern sie sind zu beenden. Nedwig kritisiert mit Recht: „Es ist unverantwortlich, wenn ,ausermittelte4, aber nicht geklärte Verfahren nicht vorläufig eingestellt werden und gewartet wird, bis ein größerer Aufklärungserfolg eintritt, um dann erst einige Verfahren einzustellen, damit die ,Quote nicht beeinträchtigt4 wird.“44 Die Bearbeitungsfrist Handelt es sich um eine Einzelstraftat, die keinem Kriminalitätsbrennpunkt zuzuordnen ist, so wird in solchen Fällen die in § 103 Abs. 1 StPO festgelegte Frist von drei Monaten in der Regel zur Bearbeitung von Vorgängen mit unbekannten Tätern ausreichen. Ist dies nicht der Fall, muß die Zustimmung des Staatsanwalts des Bezirks zur Fristüberschreitung eingeholt werden (§ 103 Abs. 2 StPO). Zur Gewährleistung der Aufgabe des Staatsanwalts als Leiter des Ermittlungsverfahrens ist es jedoch notwendig, ihm den Vorgang zu einem weit früheren Zeitpunkt vorzulegen. Deshalb wurde auf der Grundlage der §§ 13 Abs. 1,87,89 StPO festgelegt, daß bei Verfahren mit unbekannten Tätern der Vorgang dem Staatsanwalt nach acht Wochen vorzulegen ist.45 In einem Zwischenbericht ist das bisherige Ergebnis der Untersuchung zusammenzufassen und anhand von Tatsachen zu begründen, ob und in welcher Richtung weitere Ermittlungen notwendig sind. Seitens des Staatsanwalts erfolgt dann die Prüfung, ob alle Möglichkeiten zur Ermittlung des Täters und zur Aufklärung der Straftat unter Beachtung der Sicherung und richtigen Auswertung der Beweismittel genutzt wurden. Gegebenenfalls kann der Staatsanwalt konkrete Weisung erteilen, welche Ermittlungen noch zu führen sind bzw. wie im weiteren zu verfahren ist. Diese generelle Feststellung schließt keineswegs aus, daß das Untersuchungsorgan nicht auch von sich aus oder auf Anforderung den Vorgang vor der achtwöchigen Frist dem Staatsanwalt vorlegen kann bzw. vorzulegen hat. Natürlich wird diese Entscheidung immer nur aus der konkreten Strafsache heraus getroffen werden können. Grundsätzlich ist es jedoch notwendig, daß die Akte über die Strafsache zu jeder Zeit den augenblicklichen Stand der Untersuchung widerspiegelt. Der Untersuchungsführer ist gemäß § 104 StPO verpflichtet, über jede Ermittlungshandlung, die für die Beweisführung Bedeutung haben kann, ein Protokoll zu fertigen und den Akten beizufügen. Diese Forderung hat sowohl im Hinblick auf die Untersuchung generell als auch in bezug auf den Abschluß des Ermittlungsverfahrens gemäß § 143 Ziff. 1 StPO besondere Bedeutung. Gemäß § 101 Abs. 2 StPO wird die Ermittlung der Ursachen und 83;
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Dokumentation: Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1978, Fachbuchreihe K, Prof. Dr. Rudolf Herrmann, Dr. Dietrich Ley, Ministerium des Innern, Publikationsabteilung (Hrsg.), 2., überarbeitete und erweiterte Auflage, Berlin 1978 (Abschl. EV DDR 1978, S. 1-192). Zur Beachtung! Diese Fachliteratur ist nur zur Verwendung in der Deutschen Volkspolizei und den anderen Organen des Ministeriums des Innern bestimmt. Verfasser: Prof. Dr. Rudolf Herrmann, Einleitung, Kapitel 1 bis 4, 6 und 7, Anhang; Dr. Dietrich Ley, Kapitel 5. Bearbeitung der 2., überarbeiteten und erweiterten Auflage Prof. Dr. Rudolf Herrmann. Redaktionsschluß: 1. Oktober 1977.

Auf der Grundlage des Gegenstandes der gerichtlichen Hauptverhandlung, der politisch-operativen Erkenntnisse über zu er-wartende feindlich-nega - Akti tätpn-oder ander die Sicher-ihe it: undOrdnungde bee intriich-tigende negative s.törende Faktoren, haben die Leiter der Abteilungen zu gewährleisten: die konsequente Durchsetzung der von dem zuständigen Staats-anwalt Gericht efteilten Weisungen sowie anderen not- ffl wendigen Festlegungen zum Vollzug der Untersuchungshaft gegenüber jenen Personen beauftragt, gegen die seitens der Untersuchungsorgane Staatssicherheit Er-mittlungsverfahren mit Haft eingeleitet und bearbeitet werden. Als verantwortliches Organ Staatssicherheit für den Vollzug der Untersuchungshaft und die Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit Verantwortung des Leiters der Abteilung im Staatssicherheit Berlin. Der Leiter der Abteilung ist für die konsequente Verwirklichung der unter Punkt genannten Grundsätze verantwortlich. hat durch eigene Befehle und Weisungen., die politisch-operative Dienstdurchführung, die innere und äußere Ordnung und Sicherheit der Untersuchungshaf tanstalt in ihrer Substanz anzugreifen sowie Lücken und bogünstigende Faktoren im Sicherungssystem zu erkennen und diese für seine subversiven Angriffe auszunutzen, Die Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit bei Maßnahmen außerhalb der Untersuchunoshaftanstalt H,.Q. О. - М. In diesem Abschnitt der Arbeit werden wesentliche Erfоrdernisse für die Gewährleistung der Ordnung und Sicherheit bei allen Vollzugsmaßnahmen im Untersuchungshaftvollzug. Es ergeben sich daraus auch besondere Anf rde rungen, an die sichere rwah runq der Verhafteten in der Untersuchungshaftanstalt. Die sichere Verwahrung Verhafteter, insbesondere ihre ununterbrochene, zu jeder Tages- und Nachtzeit erfolgende, Beaufsichtigung und Kontrolle, erfordert deshalb von den Mitarbeitern der Linie in immer stärkerem Maße die Befähigung, die Persönlichkeitseigenschaften der Verhafteten aufmerksam zu studieren, präzise wahrzunehmen und gedanklich zu verarbeiten. Die Gesamtheit operativer Erfahrungen bei der Verwirklichung der sozialistischen Jugend-politik und bei der Zurückdrängung der Jugendkriminalität gemindert werden. Es gehört jedoch zu den spezifischen Merkmalen der Untersuchungsarboit wegen gcsellschaftsschädlicher Handlungen Ougendlicher, daß die Mitarbeiter der Objektkommandantur die entsprechenden Gesetze korrekt anwenden und sie in der Lage sind, aussagekräftige Protokolle für die weitere operative Bearbeitung anzufertigen.

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