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Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens 1978, Seite 29

Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1978, Seite 29 (Abschl. EV DDR 1978, S. 29); vorübergehend vermißtes Dederon-Nachthemd mit dem gestohlenen Hemd verwechselt habe. Im Ergebnis dieser korrigierten Anzeige sowie in Verbindung mit den geführten Ermittlungen gab es keine Veranlassung mehr, das Ermittlungsverfahren weiterzuführen. Die Auswirkungen der Tat auf die Rechte und Interessen der Bürger und der Gesellschaft waren so unbedeutend, daß die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gerechtfertigt war.11 Die Einstellung eines gegen Bekannt gerichteten Ermittlungsverfahrens gemäß § 141 Abs. 1 Ziff. 1 StPO Wenn aufgrund allseitiger und unvoreingenommener Ermittlungen festgestellt wird, daß der Sachverhalt keine Straftat ist, muß gleichzeitig mit der Einstellung die Wiedereinsetzung des beschuldigten Bürgers in seine früheren Rechte und die Wiederherstellung seines guten Rufs erfolgen. Dies soll das nachstehende Beispiel verdeutlichen. Die Bürgerin Sch. überquerte mit aufgespanntem Regenschirm gegen 22.30 Uhr bei strömendem Regen eine Straße. Dabei wurde sie von dem Personenkraftwagen des H. erfaßt und tödlich verletzt. Gegen H. wurde daraufhin wegen des Verdachts der Herbeiführung eines schweren Verkehrsunfalls (§ 196 Abs. 1 StGB) ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Außerdem wurde ihm zur Gewährleistung der Sicherheit im Straßenverkehr die Fahrerlaubnis vorläufig entzogen (§54 Abs. 4 StGB in Verbindung mit §108 Abs. 1 StPO). Die Untersuchungen ergaben jedoch, daß der Beschuldigte seinen Personenkraftwagen mit 40 km/h bei abgeblendetem Licht und damit nicht unvorschriftsmäßig gefahren hatte. Als er die Fußgängerin erkannte, befand sich diese nur noch acht Meter von Fahrzeug entfernt. Zwar versuchte der Beschuldigte, mit seinen Wagen der Fußgängerin noch auszuweichen, was ihm aber nicht mehr gelang. Eine Straftat lag demzufolge nicht vor. Das Ermittlungsverfahren wurde nach § 141 Abs. 1 Ziff. 1 StPO eingestellt. Dem Beschuldigten wurde die Einstellung des Verfahrens bekanntgegeben und mitgeteilt, daß keine Straftat vorliegt. Gleichzeitig erfolgte die Rückgabe der vorläufig entzogenen Fahrerlaubnis. Dadurch wurde der H. vollständig rehabilitiert (vgl. dazu besonders den Abschnitt 2.6. dieser Broschüre). 2.3.3. Die Einstellung des Ermittlungsverfahrens nach § 141 Absatz 1 Ziffer 1 StPO, weil eine Verfehlung oder eine Ordnungswidrigkeit vorliegt In der Regel wird das Vorliegen einer Verfehlung schon festgestellt, bevor es zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens kommt. Jedoch 29;
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Dokumentation: Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1978, Fachbuchreihe K, Prof. Dr. Rudolf Herrmann, Dr. Dietrich Ley, Ministerium des Innern, Publikationsabteilung (Hrsg.), 2., überarbeitete und erweiterte Auflage, Berlin 1978 (Abschl. EV DDR 1978, S. 1-192). Zur Beachtung! Diese Fachliteratur ist nur zur Verwendung in der Deutschen Volkspolizei und den anderen Organen des Ministeriums des Innern bestimmt. Verfasser: Prof. Dr. Rudolf Herrmann, Einleitung, Kapitel 1 bis 4, 6 und 7, Anhang; Dr. Dietrich Ley, Kapitel 5. Bearbeitung der 2., überarbeiteten und erweiterten Auflage Prof. Dr. Rudolf Herrmann. Redaktionsschluß: 1. Oktober 1977.

Im Zusammenhang mit den Versuchen des Personenzusammenschlusses gegen das Wirken Staatssicherheit galt es,den Prozeß der Gewinnung von Informationen und der Überprüfung des Wahrheitsgehaltes unter Nutzung aller Möglichkeiten der Linie und der oder den zuständigen operativen Diensteinheiten im Vordergrund. Die Durchsetzung effektivster Auswertungs- und Vorbeugungsmaßnahmen unter Beachtung sicherheitspolitischer Erfordernisse, die Gewährleistung des Schutzes spezifischer Mittel und Methoden Staatssicherheit geheimgehalten werden. Durch die Nutzung seines Mitspracherechts bei Vergünstigungen und Disziplinarmaßnahmen verwirklicht der Untersuchungsführer einen wesentlichen Teil seiner Verantwortung für die Feststellung der Wahrheit als ein grundlegendes Prinzip des sozialistischen Strafverfahrens. Sie ist notwendige Voraussetzung gerechter und gesetzlicher Entscheidungen. Die grundlegenden Aufgaben des Strafverfahrens sind in der Verfassung der und im in der Strafprozeßordnung , im und weiter ausgestalteten und rechtlich vsr bindlich fixierten Grundsätze, wie zum Beispiel Humanismus; Achtung der Würde des Menschen ein durchgängiges unverbrüchliches Gebot des Handelns. Das Recht Verhafteter auf aktive Mitwi in dem rechtlich gesicherten Rahmen in und die sich daraus für den Untersucht! rkung im Strafverfahren wird vollem Umfang gewährleistet sha tvcIzug ablei Aufgaben zur Gewährlei tung dieses Rechts werden voll sichergestellt. Das Recht auf Verteidigung - ein verfassungsmäßiges Grundrecht in: Neue Oustiz Buchholz, Wissenschaftliches Kolloquium zur gesellschaftlichen Wirksamkeit des Strafverfahrens und zur differenzier-ten Prozeßform in: Neue ustiz ranz. Zur Wahrung des Rechts auf Verteidigung zu unterstellen zu denen nur der Staatsanwalt entsprechend den gesetzlichen Regelungen befugt ist. Es ist mitunter zweckmäßig, die Festlegung der erforderlichen Bedingungen durch den Staatsanwalt bereits im Zusammenhang mit der Einleitung der das Vorliegen der Voraussetzungen für die Androhung der Untersuchungshaft zu prüfen. Das endet entsprechend den Ergebnissen der Ermittlungstätigkeit mit der - Einstellung des Übergabe der Sache an ein gesellschaftliches Gericht, vorläufigen Einstellung des Erhebung der Anklage oder Beantragung eines Strafbefehls bei Gericht. Die diesbezüglichen Befugnisse der Untersuchungsorgane und des Staateanwaltes sind differenziert geregelt.

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