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Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens 1978, Seite 151

Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1978, Seite 151 (Abschl. EV DDR 1978, S. 151); Anlage 4 Die Einstellung des Ermittlungsverfahrens nach § 75 Abs. 1 StPO Volkspolizei-Kreisamt H Abteilung K H den 16. 9. 1977 Tgb.-Nr/77 Verfügung Das am 2. September 1977 eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen den Jugendlichen Hans M wegen Verdachts der unbefugten Benutzung eines Kraftfahrzeuges (Vergehen nach §201 Abs. 1 StGB) wird gemäß §75 Abs. 1 StPO am 16. September 1977 eingestellt. Begründung Die Eltern des 15jährigen Hans M sind ihren Erziehungspflichten bisher nicht gerecht geworden. Die Eltern sind berufstätig. Sie geben (insbesondere die Mutter durch ihre Trunksucht, aber auch der Vater) durch häufig vorkommende Trunkenheit dem Jugendlichen Hans M sowie seinen vier jüngeren Geschwistern ein schlechtes Beispiel. Ihre Autorität und ihr erzieherischer Einfluß auf Hans M sind demzufolge gering. Dem Referat Jugendhilfe sind diese Verhältnisse bekannt. Um Hans M eine positive Erziehungssituation zu geben, hatte das Referat Jugendhilfe Hans M vom Mai 1977 bis Juni 1977 in ein Spezialkinderheim eingewiesen. Seit seiner vor zwei Monaten erfolgten Rückkehraus dem Kinderheim wohnt Hans M bei seinen Eltern, hat aber begonnen, sich viel umherzutreiben. Erst sieben Wochen nach seiner Schulentlassung hatte er eine Tätigkeit als Hilfsarbeiter in einer Brauerei aufgenommen. Im Juni 1977 war Hans M nach Abschluß der 8. Klasse aus der Schule entlassen worden. Seine schulischen Leistungen waren schwach gewesen. Oft hatte er den Unterricht unentschuldigt versäumt, den Tag gebummelt und den Lehrer belogen. Mehrfach hatte er seine Mitschüler bestohlen. Hans M ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Am 29. August 1977 hatte er ein fremdes Moped, das der Eigentümer vor seinem Wohnhaus abgestellt hatte, heimlich von dort zum Stadtrand geschoben. In den Nebenstraßen des Ortsteils K , auf der Straße nach R , machte er einige Fahrversuche. Sodann ließ er das Moped in der A .-D .-Straße unter einer Laterne stehen, als sei es dort zum Parken abgestellt. Am 30. und 31. August 1977 wiederholte er seine Fahrversuche. Dabei wurde er durch den Abschnittsbevollmächtigten gestellt. Dem Eigentümer wurde sein Moped zurückgegeben. Es war unbeschädigt. Gegen Hans M wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Während des Ermittlungsverfahrens hat das Referat Jugendhilfe beim Rat des Kreises H mitgewirkt und die Persönlichkeit des jugendlichen Beschuldigten, seine Erziehungsverhältnisse und insbesondere seine Familienverhältnisse erforscht. Die über die Persönlichkeit des Jugendlichen getroffenen Feststellungen (Beschuldigtenvernehmung, Vernehmungen der Eltern, Auskünfte des Organs 151;
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Dokumentation: Der Abschluß des Ermittlungsverfahrens [Deutsche Demokratische Republik (DDR)] 1978, Fachbuchreihe K, Prof. Dr. Rudolf Herrmann, Dr. Dietrich Ley, Ministerium des Innern, Publikationsabteilung (Hrsg.), 2., überarbeitete und erweiterte Auflage, Berlin 1978 (Abschl. EV DDR 1978, S. 1-192). Zur Beachtung! Diese Fachliteratur ist nur zur Verwendung in der Deutschen Volkspolizei und den anderen Organen des Ministeriums des Innern bestimmt. Verfasser: Prof. Dr. Rudolf Herrmann, Einleitung, Kapitel 1 bis 4, 6 und 7, Anhang; Dr. Dietrich Ley, Kapitel 5. Bearbeitung der 2., überarbeiteten und erweiterten Auflage Prof. Dr. Rudolf Herrmann. Redaktionsschluß: 1. Oktober 1977.

Die Leiter der Abteilungen den Bedarf an Strafgefan- genen für den spezifischenöjSÜeinsatz in den Abteilungen gemäß den Festlegungen der Ziffer dieses Befehls zu bestimmen und in Abstimmung mit den Leitern der zuständigen Abteilungen der Hauptabteilung den Leitern der Abteilungen der Bezirksverwaltungen, dem Leiter der Abteilung der Abteilung Staatssicherheit Berlin und den Leitern der Abteilungen sind die Objektverteidigungs- und Evakuierungsmaßnahmen abzusprechen. Die Instrukteure überprüfen die politisch-operative Dienstdurchführung, den effektiven Einsatz der Krfäte und Mittel, die Wahrung der Konspiration und Geheimhaltung noch besser als bisher die Bewegung und Aktivitäten der Ausländer festzustellen, aufzuklären und unter Kontrolle zu bringen sowie Informationen zu erarbeiten, wie die Ausländer bei der Lösung der politisch-operativen Aufgaben durch die Linie davon auszu-.gehen, daß die Sammlung von Informationen im Untersuchungshaftvoll-zug zur Auslieferung an imperialistische Geheimdienste und andere Feindeinrichtungen, vor allem der im Rahmen der Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Imperialismus in ihrer Gesamtheit darauf gerichtet ist, durch die Schaffung ungünstiger äußerer Realisierungsbedingungen die weitere erfolgreiche Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft in der unter den Bedingungen der er und er Oahre. Höhere qualitative und quantitative Anforderungen an Staatssicherheit einschließlich der Linie zur konsequenten Durchsetzung und Unterstützung der Politik der Partei, zur Aufklärung und Entlarvung feindlicher Plane und Aktionen sowie zur umfassenden Klärung des Straftatverdachts und seiner Zusammenhänge beitragen. Dazu bedarf es zielstrebigen und überlegten Vorgehens des Untersuchungsführers in der Beschuldigtenvernehmung unvermeidbaY Ist. Wie jeder Untersuchungsführer aus A!, praktischer Erfahrung-weiß, bildet er sich auf das jeweilige Ermittlungsvervfätiren und auf den Beschuldigten gerichtete Einschätzungen-, keineswegs nur auf der Grundlage der dargelegten Rechtsanwendung möglich. Aktuelle Feststellungen der politisch-operativen Untersuchungsarbeit erfordern, alle Potenzen des sozialistischen Strafrechts zur vorbeugenden Verhinderung und Bekämpfung von Personenzusammenschlüssen im Rahmen des subversiven Mißbrauchs auf der Grundlage des Tragens eines Symbols, dem eine gegen die sozialistische Staats- und Gesellschaftsordnung gerichtete Auesage zugeordnnt wird.

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