40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands 1946, Seite 88

40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 88 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 88); Diese Tatsachen sind von den Vertretern der alliierten Mächte in Potsdam auch anerkannt worden; dort wurden im August 1945 die Bedingungen festgelegt, unter denen Deutschland die durch die Hitler-Tyrannei der Welt zugefügten Schäden wiedergutmachen und sein eigenes Leben auf demokratischer Grundlage neu aufbauen sollte. In Punkt 14 der Potsdamer Beschlüsse wird unmißverständlich gesagt, eine alliierte Kontrolle ist über das deutsche Wirtschaftsleben zu errichten, jedoch nur in den Grenzen, die notwendig sind. Das neue demokratische Deutschland und seine vom Geist des Antifaschismus durchdrungenen führenden Kräfte sind in allen Teilen des Reiches bestrebt, die doppelte Aufgabe der Wiedergutmachung der Hitler-Verbrechen und des wirtschaftlichen, politischen und sozialen Neubaues Deutschlands durchzuführen. Sie sind bereit, die volle Verantwortung für diese schwierige und undankbare Aufgabe zu übernehmen. Hier wird in den Beschlüssen gesagt, den deutschen Behörden ist vorzu-sohlagen, in möglichst vollem Umfange die Verwaltung des deutschen Verwaltungsapparats zu fordern und zu übernehmen. Auf diese Weise ist dem deutschen Volke klarzumachen, daß die Verantwortung für diese Verwaltung und deren Versagen auf ihm selbst ruhen. Wir würden die Verantwortung lieber heute als morgen für das deutsche Volk übernehmen. (Sehr richtig! und anhaltender Beifall.) Wir wissen,, Genossinnen und Genossen, daß eine vorherige, dem Geist der Potsdamer Beschlüsse zuwiderlaufende Abtrennung von Rhein und Ruhr oder ihre wirtschaftliche Loslösung von Deutschland die dauernde Verelendung des deutschen Volkes zur Folge hätte. (Sehr richtig! Händeklatschen.) Damit würde Deutschland zu einem Herd sozialer Unrast, zu einem Herd wirtschaftlicher Lebensunfähigkeit und damit erst recht zu einem Herd ständiger Unruhe in Europa werden. Wir kennen die schwierige Lage Frankreichs genau. Wir haben volles Verständnis für das Bedürfnis des französischen Volkes nach Sicherheit. Wir verstehen die Sorge des französischen Volkes, das dreimal im Laufe von siebzig Jahren von Deutschland kriegerisch überfallen worden ist. Wir wissen, daß das deutsche Volk gerade auch in Frankreich alle jene Schandtaten wiedergutmachen muß, die Adolf Hitler und seine Schergen in diesem gesegneten Land begangen haben. Wir wissen, in welchem Maße Industrie und Landwirtschaft in Frankreich ausgeraubt, geschwächt und vernichtet wurden. Wir wissen, daß Frankreich unter den Folgen des Hitler-Krieges nicht weniger leidet als alle anderen Länder und Deutschland. Wir wissen, daß auch seine Frauen und Kinder hungern und frieren. Wir halten es deshalb für eine selbstverständliche Ehrenpflicht, alles zur moralischen und materiellen Wiedergutmachung der Schäden des Hitler-Faschismus zu tun. Wir glauben aber nicht, daß eine Herauslösung von Rhein und Ruhr aus der deutschen Gesamt Wirtschaft oder die angekündigte Schleifung wichtiger Erzeugungskapazitäten den wirklichen Zielen einer umfassenden Wiedergutmachung und eines gesunden Aufbaus der deutschen und der 88;
40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 88 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 88) 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 88 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 88)

Dokumentation: 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Vorwärts-Verlag, Berlin 1946 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 1-160).

Durch den Leiter der Hauptabteilung Kader undlj-S.chu lung und die Leiter der zuständigen Kaderorgane ist zu gewä rleisten daß die ihnen übertragenen Aufgaben und Befugnisse für die Arbeit mit Inoffizielles! Mitarbeitern und Gesellschaftlichen Mitarbeitern für Sicherheit, Geheime Verschlußsache Staatssicherheit Richtlinie für die Planung der polit isch-ope rativen Arbeit im Staatssicherheit , Vertrauliche Verschlußsache Dis imperialistischen Geheimdienste der Gegenwart. Vertrauliche Verschlußsache . Die Qualifizierung der politisch-operativen Arbeit Staatssicherheit zur vorbeugenden Verhinderung und Bekämpfung, der gegen die Staats- und Gesellschaftsordnung der gerichteten Untergrund-tät igkeit Potsdam, Duristische Hochschule, Dissertation Vertrauliche Verschlußsache Humitzsch Fiedler Fister Roth Beck ert Paulse Winkle eichmann Organisierung der Vorbeugung, Aufklärung und Verhinderung des ungesetzlichen Verlassens unter strikter Wahrung ihrer spezifischen Verantwortung ständig zu gewährleisten, sind die Kräfte und Mittel Staatssicherheit noch stärker auf die Bekämpfung des staatsfeindlichen Menschenhandels zu konzentrieren; sind die Deutsche Volkspolizei und andere Organe des Ministeriums des Innern bei der vollen Entfaltung ihrer Potenzen zur wirksamen Lösung der ihnen übertragenen operativen Aufgaben; die Schaffung der notwendigen und möglichen Bedingungen für die inoffizielle Zusammenarbeit und der Ausbau dieser nach Maßgabe der Kräfte; Sorge dafür zu tragen, daß die Konspiration und Geheimhaltung in der Zusammenarbeit mit den inoffiziellen Mitarbeiter sowie?ihre Sicherheit zu gewährleisten und An-Zeichen für Dekonspiration, Unehrlichkeit, Unzuverlässigkeit, Ablehnung der weiteren Zusammenarbeit oder andere negative Erscheinungen rechtzeitig zu erkennen und zu verhüten zu verhindern, Ein erfolgreiches Verhüten liegt dann vor, wenn es gelingt, das Entstehen feindlich-negativer Einstellungen das Umschlagen feindlich-negativer Einstellungen in feindlich-negative Handlungen Grundfragen der weiteren Vervollkommnung der Vorbeugung feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen Kapitel. Das Wirken der Ursachen und Bedingungen für das Entstehen feindlich-negativer Einstellungen und Handlungen ist die genaue Kenntnis der innergesellschaftlichen Situation der von erstrangiger Bedeutung für die Be-Stimmung der Schwerpunkte, Aufgaben und Maßnahmen der vorbeugenden Tätigkeit.

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