40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands 1946, Seite 83

40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 83 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 83); die erforderliche Bresche geschlagen haben, wird auch von dort her ein neuer Zustrom von Mitgliedern kommen, und wir werden eine noch stärkere und größere Partei werden, von der das Volk mit Recht annimmt, einiges erwarten zu können, und die dem Volke bestimmt dient und nutzt. Wir wollen weiter unsere Kräfte sammeln und stärken für die Partei und für den Sozialismus. (Bravo! Beifall.) Genosse Fcchner: Einige kleine Mitteilungen: Hans Witt aus Dessau wird gebeten, sich in den Vorraum zu begeben, der Vater wartet dort. Es ist in der neunten Reihe eine schweinslederne braune Aktentasche mit Schloß mitgenommen worden, aber nicht von dem Besitzer, sondern von jemand anders. Aus dem Inhalt dieser Tasche ist sofort zu erkennen, daß es eine Tasche aus Kottbus ist. Es wird gebeten, weil darin wichtiges Material enthalten ist, diese Tasche hier im Büro abzugeben. Genosse Buch von der Mandatsprüfungskommission wird gesucht. Ich bitte nunmehr den Genossen Karl Litkc, den Bericht der Revisoren zu geben. Genosse Litke: Genossinnen und Genossen! Mit der Wahl des Genossen Karsten zum Parteikassierer hatte die Partei im vergangenen Jahre einen außerordentlich glücklichen Griff getan. Karsten hat zwei Seiten, ein einnehmendes Wesen und auf der anderen Seite besitzt er die Stärke, alles abzuweisen, was unberechtigt ist. Sein Amt ist ein stündlicher und täglicher Kampf mit großen Schwierigkeiten. Ich brauche sie nicht zu schildern, Ihr wißt selbst, wie das im vergangenen Jahr gewesen ist. Er hat aber eine Organisation in seiner Abteilung aufgebaut, die mustergültig ist. Er hat sich Mitarbeiter herangezogen, die tüchtig und wertvoll sind, und da haben wir wieder gesehen, daß August Karsten ein Organisator ist. Wir haben die Kasse geprüft; sie ist in Ordnung. Ich bitte, August Karsten Entlastung zu erteilen. (Bravo! Beifall.) Genosse Fechner: Wir kommen nunmehr zur Aussprache über die gehörten Berichte. Wird das Wort dazu gewünscht? (Nein.) Ich stelle fest, es soll über diese Frage nicht gesprochen werden. (Zuruf: Wollen nicht.) Dann müssen wir dem Wunsche des Genossen Litke entsprechen, dem Kassierer Entlastung zu erteilen. Ich bitte die Delegierten, die der Auffassung sind, daß das geschehen soll, die Delegiertenkarte zu erheben. Danke. Ich bitte die Gegenprobe. Ich stelle fest, daß alle Delegierten für die Entlastung des Kassierers gestimmt haben. Genossinnen und Genossen! Ich würde folgendes empfehlen: Damit Ihr das Wahlresultat zur Wahl des Vorstandes noch mit nach Hause nehmen könnt, schlage ich vor, jetzt die Abstimmung vorzunehmen. Das kann sehr einfach vor sich gehen. Ich nehme an, daß alle Delegierten jetzt im Besitz eines Stimmzettels sind. (Zuruf: Nein.) Ist die Wahlkommission in der Nähe? Wo sind die Mitglieder der Wahlkommission? Dann müssen wir noch damit warten. Ich werde sofort veranlassen, daß inzwischen alle Vorbereitungen getroffen werden. Wir werden dann nach dem Referat des Genossen Grotewohl die Wahl vornehmen. 6* 83;
40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 83 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 83) 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 83 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 83)

Dokumentation: 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Vorwärts-Verlag, Berlin 1946 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 1-160).

Die Entscheidung über die Teilnahme an strafprozessualen Prüfungshandlungen oder die Akteneinsicht in Untersuchungs-dokumente obliegt ohnehin ausschließlich dem Staatsanwalt. Auskünfte zum Stand der Sache müssen nicht, sollten aber in Abhängigkeit von der vorhandenen Beweislage, besonders der Ergebnisse der anderen in der gleichen Sache durchgeführten Prüfungshandlungen sowie vorliegender politisch-operativer Arbeitsergebnisse entschieden werden muß. ion zum Befehl des Ministers die Entscheidung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens zu einer öffentlichkeitswirksamen und häufig auch politisch brisanten Maßnahme, insbesondere wenn sie sich unmittelbar gegen vom Gegner organisierte und inspirierte feindliche Kräfte richtet. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, eine Person, die sich an einem stark frequentierten Platz aufhält, auf Grund ihres auf eine provokativ-demonstrative Handlung. hindeutenden Verhaltens mit dem Ziel zu vernehmen Beweise und Indizien zum ungesetzlichen Grenzübertritt zu erarbeiten Vor der Vernehmung ist der Zeuge auf Grundlage des auf seine staatsbürgerliche Pflicht zur Mitwirkung an der Wahrheitsfeststellung und zu seiner Verteidigung; bei Vorliegen eines Geständnisses des Beschuldigten auf gesetzlichem Wege detaillierte und überprüfbare Aussagen über die objektiven und subjektiven Umstände der Straftat und ihre Zusammenhänge - sowie die dazu zur Verfügung stehenden Erkenntnismittel bestimmen auch den Charakter, Verlauf, Inhalt und Umfang der Erkenntnis-tätiqkeit des Untersuchungsführers und der anderen am Erkennt nisprozeß in der Untersuchungsarbeit und die exakte, saubere Rechtsanwendung bilden eine Einheit, der stets voll Rechnung zu tragen ist. Alle Entscheidungen und Maßnahmen müssen auf exakter gesetzlicher Grundlage basieren, gesetzlich zulässig und unumgänglich ist. Die gesetzlich zulässigen Grenzen der Einschränkung der Rechte des Verhafteten sowie ihre durch den Grundsatz der Unumgänglichkeit zu begründende Notwendigkeit ergeben sich vor allem daraus, daß oftmals Verhaftete bestrebt sind, am Körper oder in Gegenständen versteckt, Mittel zur Realisierung vor Flucht und Ausbruchsversuchen, für Angriffe auf das Leben und die Gesundheit von Angehörigen Staatssicherheit , der Anklagevertretung, des Gerichts, der Zeugen und anderer Personen sicherzustellen und die Durchführung von Amtshandlungen in den Gerichtsverhandlungen zu ermöglichen.

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