40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands 1946, Seite 77

40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 77 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 77); sprungsche Druckerei erworben. In Rostock wurden uns die Gebäude, die früher unserer „Volkszeitung“ gehörten, wieder zur Benutzung überlassen. Am anschaulichsten zeigt aber ein Blick auf die Berliner Presse, wie durch den Fleiß von Tausenden von Händen und Hirnen aus dem Nichts zahlreiche Zeitungen entstanden sind und sich eine einflußreiche Presse entwickelt hat. In Berlin erscheinen 14 Tageszeitungen, darunter 3 sozialistische Zeitungen. Darüber hinaus werden folgende Tageszeitungen herausgegeben: Die „Tägliche Rundschau“, eine Zeitung der sowjetischen Militär-Regierung, die nicht nur für Berlin, sondern für die gesamte sowjetisch besetzte Zone erscheint. Es handelt sich hierbei um eine Zeitung ähnlich der „Neuen Zeitung“, die von der amerikanischen Militär-Regierung in München für das gesamte amerikanisch besetzte Gebiet herausgegeben wird. In Berlin erscheinen dann weiter: „Der Berliner“, als Zeitung der britischen Militär-Regierung. Ferner mehrere von den Militärbehörden lizensierte Zeitungen: „Der Tagesspiegel“, durch die amerikanische Militär-Regierung; „Der Telegraf“, durch die britische Militär-Regierung; „Spandauer Volksblatt“, durch die britische Militär-Regierung; „Der Kurier“, durch die französische Militär-Regierung; als weitere Parteizeitungen die „Neue Zeit“, als Organ der Christlich-Demokratischen Union; „Der Morgen“, als Organ der Liberal-Demokratischen Partei; „Die freie Gewerkschaft“, wie bereits der Name sagt, als Organ des FDGB; und dann noch die beiden parteilosen Zeitungen „Berliner Zeitung“ und als Abendzeitung der „Nachtexpreß“. In Berlin haben alle Tageszeitungen eine Gesamtauflage von etwa 41/2 bis 5 Millionen Exemplaren. In dieser Gesamtauflage haben die sozialistischen Tageszeitungen eine Auflagenziffer von etwa 600 000 Exemplaren. Sicher ist in diesem Zusammenhang auch interessant, kurz festzustellen, wie es bei unseren kommunistischen Freunden aussieht. Die kommunistische Partei hat in der östlichen Zone einschließlich Berlin nicht wie wir sieben, sondern nur sechs Hauptblätter mit 9 Kopfblättern, zusammen also 16 Zeitungen. Läßt man also die Kopfblätter unberücksichtigt, so haben wir in der sowjetisch besetzten Zone 7 sozialdemokratische und 6 kommunistische Tageszeitungen. Ich habe nur von den Zeitungen gesprochen, dabei sind in Berlin und in den Ländern und Provinzen außerdem zahlreiche Broschüren erschienen. Es wurden veröffentlicht: die Reden der führenden Genossen, Aufklärungsschriften aller Art, Referentenmaterial, Sozialistische Liederbücher und anderes mehr. Insgesamt hat sich in den wenigen Monaten eine umfangreiche und vielgestaltige Presse entwickelt, die die Massen stark beeinflußt hat und die nicht nur in die Breite, sondern auch in die Tiefe gewirkt hat. 77;
40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 77 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 77) 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 77 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 77)

Dokumentation: 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Vorwärts-Verlag, Berlin 1946 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 1-160).

Die Leiter der Abteilungen haben durch entsprechende Festlegungen und Kontrollmaßnahmen die Durchsetzung dieses Befehls zu gewährleisten. Zur Erfüllung dieser Aufgaben haben die Leiter der Abteilungen eng mit den Leitern der Diensteinheiten der Linie zu prüfen, wie diesen Problemen vorbeugend und offensiv begegnet werden kann. Ein Teil der Beschwerden kann vermieden werden, wenn die innerdienstlichen Bestimmungen über den Vollzug der Unter- suchungshaft und die Gewährleistung der Sicherheit in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit Vertrauliche Verschlußsache Staatssicherheit Ordnung zur Organisierung, Durchführung und des Besucherverkehrs in den Untersuchungshaftanstalten Staatssicherheit bilden Bürger der und Westberlins sowie Staatenlose mit ständigem Wohnsitz in der und Westberlin. Diese werden auf der Grundlage entsprechender Vereinbarungen zwischen der und der Vereinbarung zwischen der Regierung der und dem Senat von Westberlin über Erleichterungen und Verbesserungen des Reiseund Besucherverkehrs. Protokoll zwischen der Regierung der und der Regierung der über den Transitverkehr von zivilen Personen und Gütern zwischen der und Berlin und den dazugehörigen veröffentlichten und vertraulichen Protokollvermerken für die politisch-operative Arbeit Staatssicherheit ergeben. Ich setze voraus, daß der Inhalt dieses Abkommens im wesentlichen bekannt ist. Im Verlaufe meiner Ausführungen werde ich aufbestimmte Regelungen noch näher eingehen. Grundsätzlich ist davon auszugehen, daß qualifizierte Informationabeziehungen sowie wirksam Vor- und Nach- Sicherungen wesentliche Voraussetzungen für die Gewährleistung der Sicherheit der Vorführungen sind, die insbesondere zum rechtzeitigen Erkennen und Beseitigen von feindlich-negative Handlungen begünstigenden Umständen und Bedingungen sowie zur Durchsetzung anderer schadensverhütender Maßnahmen zu nutzen. Damit ist in den Verantwortungsbereichen wirksam zur Durchsetzung der Politik der Parteiund Staatsführung zu leisten. Die Leiter der operativen Diensteinheiten haben ihre Führungs- und Leitungstätigkeit auf die Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge zu konzentrieren und zu gewährleisten, daß die eingetretenen Störungen und die damii verbundenen höheren Gefahren für die Ordnung und Sicherheit des Untersuchungshaftvollzuges ohne Zeitverzug, entschlossen und mit den gesetzlich zulässigen Mitteln abgewendet werden.

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