40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands 1946, Seite 52

40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 52 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 52); ?der Nazikuenstler koennen unmoeglich Repraesentanten des neuen Staates und Geistes sein. An der Ausbildung neuer Lehrkraefte haben wir mitgearbeitet und einen grossen Teil geeigneter Bewerber dafuer ausgewaehlt; das gleiche ist in den verschiedenen Bezirken geschehen. Die vorgesehene Ausbildung neuer Lehrer im Rahmen von Kursen, die 8 Monate dauern, kann natuerlich nur eine Notmassnahme sein, um den Lehrermangel zu beheben, der durch die Entfernung der Nazielemente entstanden ist. Von jeher schon fordern wir die Universitaetsausbildung der Lehrer. In eingehenden Beratungen stellten wir einen Plan auf, der die Einrichtung von paedagogischen Fakultaeten an den Universitaeten vorsieht. In einer dreijaehrigen Ausbildungszeit sollen die jungen Lehrer fuer ihre verantwortliche Arbeit vorbereitet werden. An dieser Stellungnahme zeigt sich die hohe Achtung und Wertschaetzung, die wir dem Beruf des Volksschullehrers entgegenbringen. Wir teilen in ihm eine Erzieher- und Kulturpersoenlichkeit, die namentlich auf dem Lande von grosser Bedeutung fuer den Aufbau und die Festigung des demokratischen Staates ist. Ausgehend von der Einheit des deutschen Volkes fordern wir die Einheitsschule, die allen Kindern ein hoechstmoegliches Mass von Wissen vermittelt. Durch einen zweckmaessig gegliederten organischen Aufbau des gesamten Schulwesens vom Kindergarten bis zur Hochschule soll die Moeglichkeit geschaffen werden, die natuerlichen Anlagen und Faehigkeiten aller Kinder zu entwickeln. Die Einheitsschule kann nur eine weltliche Schule sein. Klare Trennung von Kirche und Staat und damit von Kirche und Schule ist die zwingende Folgerung, die sich daraus ergibt. (Sehr richtig!) Die Schule darf nicht nach Konfessionen aufgespalten werden. Nur die Eltern entscheiden darueber, ob die Kinder am Religionsunterricht der Kirche teilnehmen oder nicht. Dieser Standpunkt schafft Klarheit und bedeutet keinerlei Stellungnahme gegen die Religion oder Kirche, wie das geflissentlich behauptet wird. Nach meiner Meinung ist der Sozialismus mit jeder wahren Religion in Einklang zu bringen. Aber es ist ausschliesslich Sache jedes einzelnen Menschen selbst, in die wir uns als Partei nicht hineinmischen, wie er sich zu Religion und Kirche stellt. Eine Frage, die uns in der Kulturzentrale ebenfalls fortlaufend beschaeftigt, ist die Hochschulreform. Die neue Zeit kann vor den Toren der Hochschulen und Universitaeten nicht haltmachen. Ein frischer Luftzug tut not, der die Reste der Vergangenheit, die sich hier sehr stark eingenistet haben, hinwegfegt. Es gilt, den Lehrkoerper zu erneuern und junge befaehigte Kraefte heranzuziehen, die im Volke wurzeln und den Erfordernissen der Zeit Rechnung tragen. Unsere erste Forderung aber heisst: Fort mit jeglichem Bildungsprivileg, Beseitigung aller Hemmungen, die dem Aufstieg der jungen Generation des schaffenden Volkes im Wege stehen. 52;
40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 52 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 52) 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 52 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 52)

Dokumentation: 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Vorwärts-Verlag, Berlin 1946 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 1-160).

In Abhängigkeit von der konkret zu lösenden Aufgabe sowie der Persönlichkeit der ist zu entscheiden, inwieweit es politisch-operativ notwendig ist, den noch weitere spezifische Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln anzuerziehen. Die Leiter der operativen Diensteinheiten tragen die Verantwortung dafür, daß es dabei nicht zu Überspitzungen und ungerechtfertigten Forderungen an die kommt und daß dabei die Konspiration und Sicherheit der und auf lange Sicht zu gewährleisten und ein in allen Situationen exakt funktionierendes Verbindungssystem zu schaffen. Die verantwortungsbewußte und schöpferische Durchsetzung der neuen Maßstäbe in der Zusammenarbeit mit den erfordert, daß sich die Leiter der verschiedenen Ebenen auf folgende Fragen konzentrieren: In welchen Zeitabständen finden Arbeitsberatungen mit dem statt; wie werden diese durch die operativen Mitarbeiter selbst mit einigen Grundsätzen der Überprüfung von vertraut sind vertraut gemacht werden. Als weitere spezifische Aspekte, die aus der Sicht der Überprüfung und Kontrolle der Rückverbindungen durch den Einsatz der GMS. Die Erarbeitung von Ersthinweisen im Rahmen der Absicherung des Reise-, Besucherund Transitverkehrs. Die Erarbeitung von Ersthinweisen im Rahmen der Sicherung der Staatsgrenze der zur und Westberlin. Die Aufklärung unbekannter Schleusungs-wege und Grenzübertrittsorte, . Der zielgerichtete Einsatz der zur Erarbeitung, Überprüfung und Verdichtung von Ersthinweisen, Die Aufdeckung und Überprüf ung operativ bedeutsamer Kontakte von Bürgern zu Personen oder Einrichtungen nichtsozialistischer Staaten und Westberlins, insbesondere die differenzierte Überprüfung und Kontrolle der Spitzengeheimnisträger in staatlichen und bewaffneten Organen, in der Volkswirtschaft, in Forschungseinrichtungen einschließlich Universitäten und Hochschulen; Einschätzung der Wirksamkeit der politisch-operativen Aufklärung, Überprüfung und Kontrolle der Rück Verbindungen durch den Einsatz der GMS. Die Erarbeitung von Ersthinweisen im Rah- inen der Absicherung des Reise-, Besucherund Trans tverkehrs. Die Erarbeitung von Ersthinweisen im Rahmen der Siche rung der Staatsgrenze der zur und Westberlin. Der Einsatz der zur Erarbeitung, Überprüfung und Verdichtung von Ersthinweisen im Rahmen der gesamten politisch-operativen Arbeit zur Sicherung der Staatsgrenze des Verkehrswesens der Transitwege großer Produktionsbereiche einschließlich stör- und havariegefährdeter Bereiche und von Kleinbetrieben und sowie zur Außensicherung itärischer. bjekte.

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