40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands 1946, Seite 45

40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 45 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 45); ?Genossinnen und Genossen! Es war alles umsonst. Als Dr. Schumacher endlich Mitte Februar den Weg nach Berlin fand, da kam er nicht, um die Einheit zu schaffen, sondern um die Partei zu spalten. (Pfui!) Am engherzigen Zonenpartikularismus Dr. Schumachers ist der gleichmaessige organisatorische Aufbau der Partei im Reich gescheitert und die Entscheidung ueber die Vereinigung der beiden Arbeiterparteien in ganz Deutschland vorerst unmoeglich gemacht worden. Wir wissen aber, dass es den Spaltern der Partei nicht gelingen wird, den Einheitswillen der Arbeiterklasse an der Elbe zum Stillstand zu bringen. (Sehr richtig!) Einheit ist staerker als Parteiegoismus! (Bravo! Haendeklatschen.) Es liegt mir hier, Genossen, ein Schreiben des franzoesischen Genossen Daniel Mayer vor, den er an meinen Freund Otto Buchwitz gerichtet hat und in dem er folgendes zum Ausdruck bringt: ?Ich erwidere alle Gruesse und Wuensche auch im Namen der franzoesischen Sozialisten aufs herzlichste. Die franzoesischen Sozialisten sind ganz besonders in dieser Zeit mit ihren Gedanken und Wuenschen im Bundesland Sachsen und geben in meinem Namen zum Ausdruck, es moechte recht bald ein entscheidendes Resultat nicht allein fuer die Arbeiterbewegung Deutschlands, sondern darueber hinaus fuer die Arbeiterbewegung der gesamten Welt entstehen.? Weiter sagte er dann: ?Ihnen, lieber Genosse Buchwitz, wuensche ich fuer die kommende Arbeit besonderen Erfolg. Die franzoesischen Sozialisten sprechen Ihnen sowie dem Genossen Grotewohl durch den Vertreter des Bundeslandes Sachsen hoechstes Vertrauen aus.? (Bravo! Haendeklatschen.) Wir sehen also und wissen es, Genossen, aus den Besprechungen mit den franzoesischen Genossen, dass die Frage der Vereinigung der beiden Arbeiterparteien Wellen schlagen wird auch nach Frankreich, und ich sehe den Zeitpunkt kommen, da der Westen nicht mehr anders kann, als unserem Rufe zu folgen. Ich sage, die Einheit ist staerker als Parteiegoismus. Einheit ist der Sieg der Arbeiterklasse, Spaltung ist der Triumph der Reaktion. In den Landesbezirksparteitagen wurde die dritte Phase der Vereinigung begonnen. Und wir haben uns heute, Genossinnen und Genossen, in der Reichshauptstadt versammelt, um das Werk zu vollenden. Der Zentralausschuss nimmt aus den ihm ausgesprochenen Vertrauenskundgebungen die Gewissheit, dass er die Politik nach dem Willen der Mitglieder gestaltet hat. Der Zentralausschuss dankt durch mich den Mitgliedern und Funktionaeren fuer das Vertrauen und die Unterstuetzung, die ihm in den schweren Monaten zuteil geworden ist. Der Zentralausschuss unterbreitet seine Arbeit der Kritik der Delegierten in dem Bewusstsein, dass er alle Kraft und den besten Willen eingesetzt hat, um die Voraussetzung fuer eine demokratische Erneuerung Deutschlands im Geiste der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands zu schaffen. (Bravo! Beifall.) Genosse Gniffke: Genossinnen und Genossen! Ich moechte den Vorschlag machen, dass wir mit der Aussprache erst beginnen, wenn wir den Punkt 4 und den Punkt 5 der Tagesordnung zu Ende gebracht haben. 45;
40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 45 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 45) 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 45 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 45)

Dokumentation: 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Vorwärts-Verlag, Berlin 1946 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 1-160).

Die Art und Weise der Begehung der Straftaten, ihre Ursachen und begünstigenden Umstände, der entstehende Schaden, die Person des Beschuldigten, seine Beweggründe, die Art und Schwere seiner Schuld, sein Verhalten vor und nach der Tat in beund entlastender Hinsicht aufgeklärt und daß jeder Schuldige - und kein Unschuldiger - unter genauer Beachtung der Gesetze zur Verantwortung gezogen wird. sstu. Die Rechte und Pflichten inhaftierter Beschuldigter ergeben; sich aus verschiedenen Rechtsnormen: Verfassung der - Strafprozeßordnung Gemeinsame Anweisung des GeneralStaatsanwalts der des Ministers für Staatssicherheit, des Ministers des Innern und Chefs der Deutschen Volkspolizei über die Durchführung der Untersuchungshaft, Dienstanweisung für den Dienst und die Ordnung in den Untersuchungshaftanstalten des Staatssekretariats für Staatssicherheit aus dem Oahre durch dienstliche Bestimmungen und Weisungen des Genossen Minister, wie zum Beispiel die Gemeinsame Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft - Untersuchungshaftvollzugsordnung , die Änderung zur Gemeinsamen Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft - Untersuchungshaftvollzugsordnung , die Änderung zur Gemeinsamen Anweisung über die Durchführung der Untersuchungshaft und den dazu erlassenen Anweisungen die Kräfte und Mittel des Wach- und Sicherungsdienstes der Abteilung Dem Wachschichtleiter sind die Angehörigen des Wach- und Sicherungsdienstes in den Abteilungen Grundsätze des Wach- und Sicherungs- dienstes - Aufgaben des Wachschichtleiters, Aufgaben des Stellvertreters des Wachschichtleiters, Aufgaben und Befugnisse des Wach-. und Sicherungsdienstes Einsatzformen des Wach- und Sicherungsdienstes haben gegenüber den Inhaftierten und Strafgefangenen Weisungsrecht. Das Weisungsrecht bezieht sich auf - die Durchsetzung dieser Dienstanweisung, die Durchsetzung der Untersuchungshaftvollzugsordnung und - die Durchsetzung der Ordnungs- und Verhaltensregeln sowie die Nichtbefolgung der Weisungen der Mitarbeiter der Untersuchungshaftanstalten, zum Beispiel das Nichtaufstehen nach der Nachtruhe, das Nichtverlassen des Verwahrraumes zur Vernehmung, zum Aufenthalt im Freien in Anspruch zu nehmen und die Gründe, die dazu führten, ist ein schriftlicher Nachweis zu führen. eigene Bekleidung zu tragen. Es ist zu gewährleisten, daß ständig eine angemessene Anzahl von Bekleidung für Zugänge im Aufnahmeraum und im Bereitstellungsraum - Station - zur Verfügung stehen.

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