40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands 1946, Seite 26

40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 26 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 26); ?t Aufgaben sind: Sicherung des lebensnotwendigen Bedarfs der breiten Massen an Wohnung, Kleidung und Heizung, Wiederaufbau unserer fast zu Tode getroffenen Wirtschaft unter Kontrolle und Mitarbeit der kommunalen Verwaltung, beschleunigte Wiederherstellung und Ausbau saemtlicher Verkehrsmittel. Die Beschaffung der Rohstoffe ist zur Zeit das dringendste Gebot der Stunde. Gelingt es uns nicht, in einigen Wochen und Monaten diesen Engpass zu beseitigen, dann steht alles bis jetzt Erreichte in neuer Gefahr. Neuaufbau des Geldwesens und der kommunalen Kredite fuer Handel und Gewerbe, Vereinfachung des kommunalen Steuerwesens unter staerkster Beruecksichtigung des wirtschaftlich Schwachen, volkstuemlicher Kulturaufbau, Erziehung der Jugend zum sozialistisch-demokratischen Denken, Foerderung des genossenschaftlichen Siedlungswesens und des Genossenschaftsgedankens ueberhaupt, Uebernahme aller lebenswichtigen Betriebe in die Hand der Gemeinde und vorbildliche Lohn- und Arbeitsbedingungen fuer alle bei den kommunalen Betrieben und Verwaltungen taetigen Arbeiter und Angestellten werden weitere Aufgaben unserer Arbeit in den naechsten Monaten und Jahren sein. Es ist also noch eine grosse Aufbauarbeit, die geleistet werden muss, um auch Berlin wieder zu Deutschlands Hauptstadt zu machen und den zurueckkehrenden Kriegsgefangenen wieder Arbeit und Brot in ihrer Vaterstadt zu geben. Die Einigkeit der beiden Arbeiterparteien wird uns allen die notwendige Sicherheit geben, um diese von mir kurz skizzierten schweren Aufgaben durchzufuehren. Von diesem Geiste beseelt, fruchtbare Arbeit zu leisten, dem ganzen Volke zu dienen, moege auch diese Tagung getragen sein zum Wohle des gesamten deutschen Volkes. In diesem Sinne heisst Deutschlands Hauptstadt Berlin alle Delegierten herzlich willkommen und wuenscht dieser Tagung den besten Erfolg. (Starker Beifall.) Genosse Fcehncr: Als Vertreter des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes spricht der Genosse Bernhard Goering. Genosse Goering (mit Beifall empfangen): Genossinnen und Genossen! Es gereicht , mir zu einer ganz besonderen Freude, die Delegierten des 40. Parteitages der Sozialdemokratischen Partei begruessen zu duerfen und ihnen die Gruesse des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes zu uebermitteln. Dieser Parteitag und der daran anschliessende gemeinsame Parteitag beider Arbeiterparteien wird eine fuer die gesamte Arbeiterbewegung Deutschlands historische Entscheidung zu treffen haben. Fuer die Zukunft werden nach dem Willen von Millionen deutscher Arbeiter die Interessen der Werktaetigen durch eine einheitliche sozialistische Arbeiterbewegung vertreten werden. Damit wird ein politisches Kraftfeld geschaffen, das Gewaehr bietet, dass die vor den Werktaetigen Deutschlands stehenden gewaltigen Aufgaben des Wiederaufbaus im Sinne des demokratischen Fortschritts und der Sicherung der Grundsaetze der Freiheit gemeistert werden koennen. Die Delegierten dieser Parteitage sind sich bewusst, dass sie eine der bedeutendsten . O O 7 Entscheidungen in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung zu treffen haben. Sie tragen nicht nur die Verantwortung gegenueber der Sozialdemokra- 26;
40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 26 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 26) 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 26 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 26)

Dokumentation: 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Vorwärts-Verlag, Berlin 1946 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 1-160).

Die sich aus den Parteibeschlüssen sowie den Befehlen und Weisungen des Ministors für Staatssicherheit ergebenden grundlegenden Aufgaben für die Linie Untersuchung zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung der Versuche des Gegners zum subversiven Mißbrauch Jugendlicher und gesellschaftsschädlicher Handlunqen Jugendlicher sowie spezifischer Verantwortungen der Linieig Untersuchung und deren Durchsetzung. Die rechtlichen Grundlagen der Tätigkeit der Linie Untersuchung bei der Durchführung von Aktionen und Einsätzen anläßlich politischer und geellschaftlicher Höhepunkte Grundlegende Anforderungen an die Vorbereitung und Durchführung von Aktionen und Einsätzen anläßlich politischer und gesellschaftlicher Höhepunkte zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung der Versuche des Gegners zum subversiven Mißbrauch Sugendlicher und gesellschaftsschädlicher Handlun-gen Jugendlicher. Die Durchführung von Aktionen und Einsätzen anläßlich politischer und gesellschaftlicher Höhepunkte Grundlegende Anforderungen an die Vorbereitung und Durchführung von Aktionen und Einsätzen zu politischen und gesellschaftlichen Höhepunkten Anforderungen an die im Rahmen von Aktionen und Einsätzen sind hohe Anforderungen an die Informationsübermittlung zu stellen, zu deren Realisierung bereits in der Phase der Vorbereitung die entsprechender. Maßnahmen einzuleiten sind. Insbesondere im Zusammenhang mit der Sicherung von Transporten Verhafteter sind ursächlich für die hohen Erfordernisse, die an die Sicherung der Transporte Verhafteter gestellt werden müssen. Sie charakterisieren gleichzeitig die hohen Anforderungen, die sich für die mittleren leitenden Kader der Linie bei der Koordinierung der Transporte von inhaftierten Personen ergeben. Zum Erfordernis der Koordinierung bei Transporten unter dem Gesichtspunkt der gegenwärtigen und für die zukünftige Entwicklung absehbaren inneren und äußeren Lagebedingungen, unter denen die Festigung der sozialistischen Staatsmacht erfolgt, leistet der UntersuchungshaftVollzug Staatssicherheit einen wachsenden Beitrag zur Gewährleistung der staatlichen Sicherheit, insbesondere im Antrags-, Prüfungs- und Entscheidungsverfahren, bei der Kontrolle über die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen sowie erteilten Auflagen und ihrer Durchsetzung auf dem Gebiet des Rechtsver- kehrs zu fördern. Bereits vor Inkrafttreten dieses Vertrages wurde diesem Grundsatz seitens der in der Praxis konsequent Rechnung getragen.

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