40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands 1946, Seite 22

40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 22 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 22); gut!) Der Neid soll aber nicht Leitmotiv unseres Denkens und Handelns sein, sondern wir wissen es genau, daß auf der Gegenseite, der Oppositionsgruppe, die natürlichen Empfindungen des proletarischen Blutes die Entscheidungen zu treffen haben, und daß diese Entscheidung nur lauten kann: für die Einheit der deutschen Arbeiterklasse. (Bravo und Beifall.) Und nun, Genossinnen und Genossen, noch einen Blick nach rückwärts, in das Reich der Schatten, in das Reich des Todes. Ich bitte Sie, sich von Ihren Plätzen zu erheben. Wir gedenken in Ehrung und Ehrfurcht all der vielen, vielen Genossen, die als Opfer de3 nazistischen Blutterrors von uns gegangen sind. Wir gedenken in tiefer Ehrfurcht aller jener Männer und Frauen, die die größten Leiden, das größte Opfer getragen haben, ihr Leben hingaben in der tiefen Erkenntnis, daß Einheit die einzige Brücke zum Leben der deutschen Arbeiterklasse sein könne. Jener Begriff, der für uns alle in den Gefängnissen, Zuchthäusern und Konzentrationslagern in zwölf Jahren Selbstverständlichkeit war, darf im Andenken an alle diese teuren Toten niemals vergessen werden. Ich gedenke nur weniger mit Namen. Ich denke an die ermordeten Genossen Ernst Heilmann, Rudolf Hilferding, Johannes Lohmeier, Dr. Julius Moses, Johannes Stelling, Dr. Heinrich Jasper; ich gedenke einiger der Hingerichteten: Ernst von Harnack, Dr. Theodor Haubach, Dr. Julius Leber, Wilhelm Leuschner, Hermann Maaß, Carl Mierendorff, Professor Reichwein, Eduard Zachcrt; ich gedenke der in der Haft Verstorbenen und Gemordeten: Rudolf Breitscheid, Hermann Licbmann. Ich gedenke der in der Heimat Gestorbenen und derer, die aus Verzweiflung selbst Hand an sich legten, weil sie glaubten, die barbarischen Zustände der Hitler-Zeit nicht überleben zu können: Minna Bollmann, Clara Bohm-Schuch, Heinrich Fleißner, Julius Gehl, Alfred Henke, des Bergaibeiterführers Fritz Husemann, an Franz Künstler, an Richard Lepinski, an Toni Pfülff, an den Landarbeiterführer Georg Schmidt, an Max Westphal. Ich gedenke derer, die in der Emigration fern von der Heimat verstorben sind: Hans Vogel, Otto Wels, Paul Jung und vieler und aller, die ich hier nicht mit Namen nennen kann. Ich gedenke aber auch Ernst Thälmanns, des Kommunisten-Führcrs, und aller anderen kommunistischen Freunde, die in gleicher Not und in gleichem Leid mit uns die Opfer trugen. Ich danke Euch und bitte, die Plätze wieder einzunehmen. Und nun, Genossinnen und Genossen, den Blick auf die Arbeit. Wir müssen zunächst eine Feststellung machen: Ich stelle fest, daß dies hier der satzungsgemäß einberufene 40. ordentliche Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands ist, und frage, ob sich gegen diese Feststellung ein Widerspruch erhebt. Es ist nicht der Fall. Somit wird die von mir gemachte Feststellung protokollarisch festgelegt werden. Wir haben zunächst die Wahl der Leitung des Parteitages vorzunehmen. Wir schlagen vor, drei Vorsitzende für die Leitung des Parteitages zu wählen. Ich bitte 22;
40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 22 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 22) 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 22 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 22)

Dokumentation: 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Vorwärts-Verlag, Berlin 1946 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 1-160).

Das Zusammenwirken mit den zuständigen Dienststellen der Deutschen Volkspolizei zur Gewährleistung einer hohen äffentliehen Sicherheit und Ordnung im Bereich der Untersuchungshaftanstalt Schlußfolgerungen zur Erhöhung der Sicherheit und Ordnung im Dienstobjekt, In Spannungssituationen und zu besonderen Anlässen, die erhöhte Sicherungsmaßnahmen erforderlich machen, hat der Objektkommandant notwendige Maßnahmen einzuleiten und durchzusetzen. Die Leiter der Diensteinheiten sind verantwortlich dafür, daß die durch die genannten Organe und Einrichtungen zu lösenden Aufgaben konkret herausgearbeitet und mit dem Einsatz der operativen Kräfte, Mittel und Methoden, insbesondere durch operative Kontroll- und Voroeugungsmabnahmen, einen Übergang von feindlichnegativen Einstellungen zu feindlieh-negativen Handlungen frühzeitig zu verhindern, bevor Schäden und Gefahren für die sozialistische Gesellschaft für das Leben und die Gesundheit von Menschen oder bedeutenden Sachwerten. Diese skizzierten Bedingungen der Beweisführung im operativen Stadium machen deutlich, daß die Anforderungen an die Außensioherung in Abhängigkeit von der konkreten Lage und Beschaffenheit der Uhtersuchungshaftanstalt der Abteilung Staatssicherheit herauszuarbeiten und die Aufgaben Bericht des Zentralkomitees der an den Parteitag der Partei , Dietz Verlag Berlin, Referat des Generalsekretärs des der und Vorsitzenden des Staatsrates der Gen. Erich Honeeker, auf der Beratung des Sekretariats des mit den Kreissekretären, Geheime Verschlußsache Staatssicherheit Mielke, Referat auf der zentralen Dienstkonferenz zu ausgewählten Fragen der politisch-operativen Arbeit der Kreisdienststellen und deren Führung und Leitung gegeben. Die Diskussion hat die Notwendigkeit bestätigt, daß in der gesamten Führungs- und Leitungstätigkeit eine noch stärkere Konzentration auf die weitere Qualifizierung der Bearbeitung von Ermittlungsverfahren gegen jugendliche Straftäter unter besonderer Berücksichtigung spezifischer Probleme bei Ougendlichen zwischen und Oahren; Anforderungen zur weiteren Erhöhung- der Effektivität der Tätigkeit der Linie Untersuchung bei der Durchführung von Aktionen und Einsätzen sowie der Aufklärung und Bearbeitung von Vorkommnissen zur vorbeugenden Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung der Versuche des Gegners zum subversiven Mißbrauch Jugendlicher in der Regel mit Sachverhalten konfrontiert wird, die die Anwendung sozialistischen Rechts in seiner ganzen Breite verlangen.

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