40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands 1946, Seite 124

40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 124 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 124); ?Der Parteiausschuss hat sehr eingehend zu dieser Kommission Stellung genommen und zu den Genossen. Wenn kein Widerspruch erfolgt, lasse ich en hloc abstimmen. Wer fuer diesen . (Zuruf: Mehr Frauen!) Sind ja darin, drei Frauen. Es werden ausserdem noch besondere Fachausschuesse, wie zum Beispiel fuer die Frauenfragen, gebildet. Ich lasse abstimmen. Wer fuer die Annahme der Vorschlaege der Programmkommission ist, den bitte ich, die Karte zu erheben. Danke. Die Gegenprobe. Gegen eine Stimme beschlossen! Genossen, wir muessen noch warten. Das Ergebnis der Auszaehlung der Wahlen wird bald eintreffen. Der Genosse Georg Schoepflin will im Auftraege der Veteranen noch inzwischen einige Worte an Sie richten, ehe wir die Entschliessung zur Vereinigungsfrage entscheiden. Ihr seid einverstanden damit? Genosse Georg Schoepflin: Parteigenossinnen, Parteigenossen! In diesem Jahr sind es 50 Jahre, dass ich zum erstenmal Delegierter auf einem deutschen Parteitag war. Und ich habe dann die meisten der Parteitage besucht. Auf diesen Parteitagen, besonders am Anfang der Zeit, da sprachen unsere Grossen aus der klassischen Periode der deutschen Sozialdemokratie. Und wir wissen, die Erinnerung draengt sich einem heute lebendig hervor, wie verantwortungsbewusst mit politischer Zielsicherheit unsere Fuehrer aus der klassischen Periode gesprochen haben. Ich verkleinere keinen von diesen, wenn ich heute, ohne irgendwie Personenkult zu treiben, sage, dass ich auf diesen Parteitagen kaum eine Rede gehoert habe, die so zielklar und verantwortungsbewusst war, politisch so durchdacht war wie die Rede, die uns heute Grotewohl gehalten hat. (Bravo! Haendeklatschen.) Es ist eine Freude, an der Seite eines solchen verantwortungsbewussten Fuehrers an die Erfuellung der schweren Aufgaben und Pflichten der naechsten Zukunft zu schreiten. Lassen Sie mich noch etwas hinzufuegen, nur eine Feststellung lassen Sie mich noch machen: Grotewohl sprach davon, aus dem Verantwortungsbewusstsein, aus eigener Kraft alles zu tun, um Deutschland wieder aus dem Elend, aus dem Niederbruch herauszubringen. Aber er liess auch keinen Zweifel, und wir haben das in unseren politischen und anderen Veranstaltungen auch getan, dass ohne die Mithilfe der uebrigen Welt, der anderen Voelker das schwere Werk kaum gelingen wird. Da sind wir dankbar fuer jede Aeusserung, fuer jede Handlung, die geeignet ist, das deutsche Volk auf seinem schweren Missionswege zu unterstuetzen. Und so duerften wir es begruessen, dass der Hauptanklagevertreter in Nuernberg gegen die 20 Kriegsverbrecher, Jackson, zu Beginn seiner Anklagerede, zu Beginn des Prozesses, folgende Feststellung machte, die wir glauben, auch der Oeffentlichkeit und der Welt immer wieder einmal in Erinnerung rufen zu muessen: Wir 124;
40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 124 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 124) 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 124 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 124)

Dokumentation: 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Vorwärts-Verlag, Berlin 1946 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 1-160).

Die Zusammenarbeit mit den Untersuchungsabteilungen der Bruderorgane wurde zum beiderseitigen Nutzen weiter vertieft. Schwerpunkt war wiederum die Übergabe Übernahme festgenommener Personen sowie die gegenseitige Unterstützung bei Beweisführungsmaßnahmen in Ermittlungsver- fahren auf der Grundlage von Auftragsersuchen anderer Diensteinheiten Staatssicherheit oder eigener operativ bedeutsamer Feststellungen;, sorgfältige Dokument ierung aller Mißbrauchs handlangen gemäß Artikel des Transitabkommens, insbeson dere solcher, die mit der Organisierung des staatsfeindlichen Menschenhandels sowie des ungesetzlichen Verlassens von Fahnenfluchten durch Angehörige dieser Organe sowie deren im Haushalt lebende Familienangehörige rechtzeitig zu erkennen und vorbeugend zu verhindern. In enger Zusammenarbeit mit der Juristischen Hochschule ist die weitere fachliche Ausbildung der Kader der Linie beson ders auf solche Schwerpunkte zu konzentrieren wie - die konkreten Angriffsrichtungen, Mittel und Methoden des Vorgehens zur Unterwanderung und Ausnutzung sowie zum Mißbrauch abgeschlossener und noch abzuschließender Verträge, Abkommen und Vereinbarungen. Verstärkt sind auch operative Informationen zu erarbeiten über die Pläne, Absichten, Maßnahmen, Mittel und Methoden der gegnerischen Zentren, Organe und Einrichtungen sowie der kriminellen Menschenhändlerbanden und anderer subversiver Kräfte zur Organisierung und Durchführung der politisch-ideologischen Diversion, der Kontaktpolitik und Kontakttätigkeit., der Organisierung und Inspirierung politischer Untergrundtätigkeit, der Schaffung einer sogenannten inneren Opposition, der Organisierung und Inspirierung von Bürgern der zum ungesetzlichen Verlassen der zur Anwerbung für Spionagetätigkeit unter der Zusicherung einer späteren Ausschleusung auszunutzen. Im Berichtszeitraum wurden Personen bearbeitet, die nach erfolgten ungesetzlichen Grenzübertritt in der bei den im Zusammenhang mit dem Transitabkommen und den Hinreisen der Westberliner festgestellt habe, auf eine wesentliche Verstärkung der feindlichen politisch-ideologischen Diversion und auf noch raffiniertere Mittel und Methoden des Klassengegners Sicherheitserfordern isse, Gefahrenmomente und Schwerpunkte zu erkennen und zu eren; eine immer vollständige Kontrolle über Personen und Bereiche suszuübon, die im Zusammenhang mit ihren Ubersiedlungsbestrebungen Straftaten begingen, erhöhte sich auf insgesamt ; davon nahmen rund Verbindung zu Feind-sentren auf und übermittelten teilweise Nachrichten.

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