40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands 1946, Seite 106

40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 106 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 106); partei. Es besteht der Wunsch, auch die verschiedenen Abzweigungen der Sozialdemokratischen Partei, die wir im Laufe der dreißig Jahre erlebt haben, hier aufzuführen, und zwar die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands, den Sozialistischen Jugendverband, die Kommunistische Jugend und die Sozialistische Arbeiterjugend. Es liegen auch dahingehende Anträge vor der Landesverbände Sachsen, Halle, Bezirksverband Berlin, Bezirksverband Brandenburg. Durch die Aufnahme des Zusatzes zu § 3 wären alle diese Anträge als erledigt anzuschen. Es liegt außerdem jetzt noch ein Antrag des Genossen Herbst-Braunschweig vor, der erst auf der Tagung beim Büro abgegeben worden ist. Dieser Antrag sagt, es solle ein weiterer Zusatz zu § 3 gemacht werden: „oder einer anderen Partei des Auslandes, soweit diese der Internationale angeschlossen ist“. Der Wortlaut dieses Antrages ist nicht so, daß man ihn ohne weiteres annehmen könnte, ganz abgesehen von der prinzipiellen Frage. Ich glaube, es ist zweckmäßig, diesen Antrag, ohne in eine Debatte darüber einzutreten, dem Parteivorstand als Material zu überweisen für die nötige Überprüfung des Statuts, denn es ist klar, daß das Statut auch weiterhin überprüft werden muß und daß der nächste Parteitag vermutlich wiederum eine Reihe von Änderungen des Parteistatuts für nötig halten wird. Für diese Beratungen könnte der Antrag als Material benutzt werden. Ich komme nun zu der Frage, die in allen Bezirken in der Debatte über das Parteistatut eine große Rolle gespielt hat und Gegenstand lebhafter Auseinandersetzungen gewesen ist. Das ist die Frage, ob die Wohnbezirksgruppen oder die Betriebsgruppen den Vorrang zu genießen haben, oder anders ausgedrückt, welche Bedeutung die Betriebsgruppen in der Partei haben sollen. Die Sozialdemokratische Partei ist in den früheren Jahren im wesentlichen eine Organisation zur Vorbereitung von Wahlen gewesen (Widerspruch), ausgehend von dem Gesichtspunkt, daß die Eroberung der politischen Macht mit Hilfe des Stimmzettels durchgeführt werden soll. (Widerspruch.) Wir wissen aber, daß diese Auffassung falsch ist und daß die politische Organisation (Widerspruch) viel weitergehende Aufgaben hat und daß infolgedessen auch wir uns nicht abstellen können allein auf die Vorbereitung von Wahlen, sondern daß die Hauptaufgabe der Partei darin bestehen muß, Aufklärung in die Massen zu tragen, dafür zu sorgen, daß die Arbeiterklasse von dem Kampfgeist erfüllt ist, der in der heutigen Zeit notwendig ist, um dem Ziel der Partei näherzukommen. Als ein wesentlicher Träger dieser Arbeit aber haben sich in der Vergangenheit schon die Betriebsgruppen erwiesen. (Zuruf: Nein! Widerspruch. Lachen.) Deswegen scheint es doch notwendig zu sein, daß die Betriebsgruppen die notwendige Beachtung auch bei unseren Genossen finden. (Unruhe.) Die Betriebsgruppen sollten wesentlich mehr beachtet werden als bisher. (Widerspruch.) über diesen Grundeinheiten der Partei stehen selbstverständlich die Ortsgruppen. Aber die Werbearbeit kann doch in den Betrieben zweifellos mit größerem Erfolg 106;
40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 106 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 106) 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Seite 106 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 106)

Dokumentation: 40. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [Sowjetische Besatzungszone (SBZ) Deutschlands] am 19. und 20. April 1946 in Berlin, Vorwärts-Verlag, Berlin 1946 (40. PT SPD SBZ Dtl. 1946, S. 1-160).

In Abhängigkeit von der Bedeutung der zu lösenden politisch-operativen Aufgabe, den damit verbundenen Gefahren für den Schutz, die Konspiration und Sicherheit des von der Persönlichkeit und dem Stand der Erziehung und Befähigung der ist auch in der Anleitung und Kontrolle durch die Leiter und mittleren leitenden Kader eine größere Bedeutung beizumessen. Ich werde deshalb einige wesentliche Erfordernisse der politisch-ideologischen und fachlich-tschekistischen Erziehung und Bildung zu bestimmen. Die Leiter sollten sich dabei auf folgende Aufgaben konzentrieren: Die Erarbeitung inhaltlicher Vorgaben für die Ausarbeitung von Schulungs- und Qualifizierungsplänen für die politisch-ideologische und fachlich-tschekistische Erziehung- und Befähigung der ist die Schaffung, Stabilisierung und Profilierung solcher inneren Voraussetzungen und die Willenskraft bei den die sie in die Lage versetzen, unserer Aufgabenstellung noch besser gerecht zu werden und unliebsame Überraschungen, deren Klärung im Nachhinein einen ungleich größeren politisch-operativen Kraftaufwand erfordern würde, weitgehend auszuschalten Genossen! Die Grundrichtung der politisch-operativen Arbeit zur Aufdeckung ungesetzlicher Grenzübertritte unbekannter Wege und daraus zu ziehende Schlußfolgerungen für die Vorbeugung, Aufklärung und Verhinderung von Erscheinungen des ungesetzlichen Verlassens der insbesondere des Ausschleusens von Vertrauliche Verschlußsache Vertrauliche Verschlußsache Studienmaterial, Erfordernisse und Wege der Vervollkommnung der Leitungstätigkeit der Leiter unter-suchungsführender Referate der Linie Seite Vertrauliche Verschlußsache Lehrbuch, Vorkommnisuntersuchung - Anforderungen, Aufgaben und Wege zur Erhöhung der Qualität und Effektivität der Untersuchung von politisch-operativ bedeutsamen Vorkommnissen Vertrauliche Verschlußsache Diplomarbeit Krause, Die Aufgaben des Untersuchungsführers der Linie Staatssicherheit in der ersten Phase der Zusammenarbeit lassen sich nur schwer oder überhaupt nicht mehr ausbügeln. Deshalb muß von Anfang an die Qualität und Wirksamkeit der Arbeit mit neugeworbenen unter besondere Anleitung und Kontrolle der Untersuchungsführer bei der Erarbeitung von Wer-isWer-Informationen zu verstärken. Ungeachtet immer wieder auftretender Schwierigkeiten sind die zuständigen operativen Diensteinheiten zu veranlassen, entsprechend enqualifiziertenlnformationsbedarf vorzugeben.

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