Siegfried Wendel


Siegfried Wendel:

Siegfried Wendel war von 1980 bis 1989 Leiter der Abt. 5 der
Linie XIV des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR.

 

Siegfried Wendel wurde 1936 in Mengersgereuth-Hämmern geboren und trat nach einer absolvierten Lehre zum Bäcker mit 18 Jahren in den Dienst des MfS.

Zunächst setzte das MfS ihn in Suhl und ab 1955 in Berlin als Sicherungsposten in der Haftabteilung ein. Nach der Betätigung im erkennungsdienstlichen Bereich war er ab 1962 in der Abt. XIV/5 für den Arbeitseinsatz und die operative Bearbeitung der Strafvollzugshäftlinge im Referat 1 zuständig. Dort arbeitete er sich dann schrittweise über mehrere Posten als Referatsleiter nach oben und schloss anschließend einen Lehrgang an der Juristischen Hochschule Potsdam als Fachschuljurist ab.

1977 wurde der mittlerweile in den Rang eines Oberst ernannte Wendel Unterabteilungsleiter und drei Jahre später schließlich Leiter der innerhalb der Linie XIV des MfS für den Transport von Häftlingen sowie deren Vorführungen zu gerichtlichen Hauptverhandlungen zuständigen Abteilung XIV/5.

Trotz seiner "hohen Einsatzbereitschaft", dem "tschekistisch klugen Reagieren" und der "klassenmäßigen Konsequenz" folgten durch die Stasi auf seine 1981 "durch Trunkenheit getätigte Verkehrsgefährdung" "strenge Disziplinar- und parteierzieherische Maßnahmen".

Dennoch wurde er 1983 zum Oberstleutnant ernannt und erhielt drei Jahre später "für seine langjährige vorbildliche Pflichterfüllung" den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze. Seine Ehefrau war ebenfalls als Zivilangestellte beim MfS beschäftigt.


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