Richard Horn


Richard Horn:

Richard Horn war im Ministerium für Staatssicherheit von 1952 bis 1953 Leiter der Bezirksverwaltung Neubrandenburg.

Richard Horn wurde am 20.2.1904 in Marienthal (Kreis Zittau) geboren. Vater Brunnenbauer; Volksschule; 1918 bis 1929 Lehre und Arbeit als Schlosser; 1923 Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschland (KPD); 1929 Arbeit als Schweißer; 1930 bis 1933 erwerbslos bzw. Gelegenheitsarbeiter; 1933 Emigration in die CSR, illegale Parteiarbeit; 1937 bis 1939 Interbrigadist im Spanischen Bürgerkrieg, Politkommissar einer Kompanie; 1939 Internierung in Frankreich; 1940 deutsche Gefangenschaft, unter falschem Namen Zwangsarbeit in Brüx.

1945 Bürgermeister in Hirschfeld (Kreis Zittau); 1947 Sekretär im FDGB-Kreisvorstand Zittau; 1948 Kontrollbeauftragter der Landeskontrollkommission in Zittau; Oktober 1949 Einstellung bei der Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft Sachsen (ab Februar 1950 Länderverwaltung Sachsen des MfS), Leiter der Kreisdienstelle (KD) Großenhain; Mai 1952 Stellvertreter Operativ des Leiters der Länderverwaltung Sachsen; Juli 1952 Leiter der Bezirksverwaltung Neubrandenburg; 1953 Oberstleutnant; November 1953 auf eigenen Wunsch von seiner Funktion entbunden; Februar 1954 Stellvertreter Operativ des Leiters der BV Neubrandenburg; November 1954 Entlassung auf eigenen Wunsch, Abteilungsleiter beim Rat des Bezirks Neustrelitz, dann stellvertretender Vorsitzender des Rates des Kreises Templin; 1956 Abteilungsleiter beim Rat des Kreises Bernau; 1960 Hochschule des FDGB, Mitarbeiter der Kaderabteilung; 1961 Entlassung, Rentner.

Quelle: Jens Gieseke: Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Anatomie der Staatssicherheit, Geschichte-Struktur-Methoden, Herausgeber, BStU, Berlin 2012.


Zurück