Martin Weikert


Martin Weikert:

Martin Weikert war von 1953 bis 1955 Stellvertreter des Ministers für Staatssicherheit in der DDR.

Martin Weikert wurde am 29 Juli 1914 in Spittelgrund (Ostböhmen) geboren. Der Vater Schuhmacher, die Mutter Textilarbeiterin. Volks- und Gewerbliche Fortbildungsschule; 1929 bis 1932 Ausbildung und Arbeit als Zimmermann; KJVC-Sekretär in Grottau-Kratzau; 1933 arbeitslos, illegale Grenzarbeit; 1933 bis 1935 Internationale Lenin-Schule in Moskau; 1935 KPC; KJVC-Sekretär für Nord- und Ostböhmen; 1937 bis 1938 Soldat; 1939 Flucht in die UdSSR, Lehre und Arbeit als Schlosser in Stalingrad, ab 1941 in Kasachstan, 1942 bis 1944 Speziallehrgang in Ufa und Moskau; ab September 1944 Funker des Hauptstabs der Partisanen in der Slowakei; 1945 bis 1946 Mitarbeiter des Zentralkomitees der KPC in Prag.

1946 Umsiedlung nach Halle, Einstellung bei der Polizei der Provinz Sachsen; Personalleiter, 1947 Leiter des Dezernats K 5 (politische Polizei); 1949 Personalleiter der Polizei Sachsen-Anhalt, dann Leiter der Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft Sachsen-Anhalt / ab Februar 1950 Länderverwaltung Sachsen-Anhalt des Ministerium für Staatssicherheit (MfS); 1950 bis 1952 Leiter der Bezirksverwaltung Halle; 1952 Gruppenleiter in der Zentrale des MfS in Berlin; 1 Januar 1953 Stellvertreter des Ministers für Staatssicherheit (Juli 1953 bis November 1955 des Staatssekretärs), dazwischen April bis Juni 1955 kommissarischer Leiter der HA I (KVP), 1956 bis 1957 zeitgleich Leiter der Bezirksverwaltung (BV) Berlin als Nachfolger von Hans Fruck und zugleich Mitglied des Büros der SED-Bezirksleitung Berlin; Als Nachfolger von Wilhelm Gaida ab November 1957 bis 1982 Leiter der BV Erfurt; 1963–82 Mitglied der SED-Bezirksleitung Erfurt; 1974 Vaterländischer Verdienstorden (VVO) in Gold; 1976 Beförderung zum Generalleutnant; 1982 Entlassung / Rentner; 1984 KMO (Karl-Marx-Orden) und 1989 Stern der Völkerfreundschaft.



Sek.-Lit.: Harry Thürk, Das Leben eines Kämpfers, Martin Weikert erinnert sich, Erschienen Leipzig 1988. Quelle: Jens Gieseke: Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Herausgeber, BStU, Berlin 2012.


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