Jörg Hübsch


Jörg Hübsch:

Jörg Hübsch war in der zentralen Untersuchungshaftanstalt (UHA) des Ministerium für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Hohenschönhausen von 1985 bis 1989 Untersuchungsführer der Untersuchungsabteilung HA IX.

Jörg Hübsch wurde 1959 in Plauen geboren und absolvierte nach dem Abitur eine Lehre zum Mechaniker.

Bereits mit 19 trat er in den Dienst des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und diente zuerst als Soldat auf Zeit (SaZ) im Stasi Wachregiment "Felix Dzierzynski".

1980 erfolgte seine Versetzung in die Untersuchungsabteilung IX nach Berlin-Hohenschönhausen an den zentralen Dienstsitz. Fünf Jahre später schloss er ein Jura-Studium an der Humboldt-Universität Berlin ab. Ab diesem Zeitpunkt war er bis 1989 als Untersuchungsführer in der Untersuchungsabteilung tätig und zeichnete sich insbesondere durch seinen "kämpferischen Elan" aus, "umfassende Untersuchungsergebnisse zu erzielen".

In dem Aufgabenbereich von Jörg Hübsch lag es auch, dass Fluchtwillige und Ausreiseantragssteller angeklagt wurden und in Haft kamen. Mitte 1987 erfolgte seine Beförderung zum Oberstleutnant.

Im Zuge der Auflösung der Staatssicherheit wurde er 1990 entlassen.

Mitte der neunziger Jahre ermittelte die Zentrale Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität (ZERV) gegen Jörg Hübsch. 1999 wurde der Rechtsanwalt Jörg Hübsch vor Gericht angeklagt, wegen Mißhandlung eines ehemaligen Untersuchungsgefangengenen im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen während der Vernehmungen. Verteidigt wurde der Rechtsanwalt Jörg Hübsch von Rechtsanwalt Frank Osterloh. Das Urteil, Sechs Monate Haft auf Bewährung und Zahlung einer Geldstrafe.1

1 Berliner Zeitung, Wie aus einem Vernehmer ein Anwalt wurde, während sein Opfer ein Opfer blieb, Berlin 15.01.2000.


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