Hermann Gartmann


Hermann Gartmann:

Stellvertretender Minister für Staatssicherheit.

Hermann Gartmann wurde am 24.12.1906 in Waldheim / Kreis Osthavelland geboren. Vater Maurer; Volksschule; 1921–1924 Landarbeiter; 1925–1929 Bauhilfsarbeiter; 1927 Mitglied der KPD; 1929/30 Mitarbeiter im Abwehrapparat der KPD-Bezirksleitung Berlin-Brandenburg; 1930 Halbjahreslehrgang an der Militärpolitischen Schule in Moskau.

1931–1933 Haft in Groß-Streletz; 1933/34 erwerbslos, illegale Parteiarbeit; 1934–1936 Eisenflechter; 1936/37 Tabellierer; 1937 Emigration in die CSR, Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg, zeitweilig Parteisekretär; 1939 Internierung in Frankreich; 1941 Auslieferung nach Deutschland, Inhaftiert im Konzentrationslager Dachau, später "Bewährungseinsatz" als Flughafenarbeiter in Berlin-Schöneweide.

1945 Kreissekretär der KPD, ab 1946 der SED in Templin; 1948 Einstellung bei der Volkspolizei / VP, stellvertretender Leiter für politische Arbeit der VP-Landesbehörde Brandenburg; 1949 Leiter der Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft Brandenburg / ab 1950 Länderverwaltung Brandenburg des MfS; 1951 stellvertretender Minister für Staatssicherheit; 1952 zugleich Leiter der HV Deutsche Grenzpolizei im MfS; 1953 stellvertretender Minister des Innern; 1955 Ernennung zum Generalmajor, stellvertretender Minister für Staatssicherheit / militärische Fragen; 1956 Leiter der Hauptverwaltung / HV Innere Sicherheit; 1957–60 Militärattaché an der DDR-Botschaft in Moskau; 1960 Kursus an der Militärakademie "Friedrich Engels", Kommandeur der NVA-Offiziersschule in Frankenberg/ Sachsen; 1964 Entlassung, Rentner; 1967–1972 Sekretär des "Solidaritätskomitees für das spanische Volk".

 

Quelle / Jens Gieseke: Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit (MfS-Handbuch), Herausgeber, BStU Berlin 2012.


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