Heinz Schröck


Heinz Schröck:

Heinz Schröck war von 1968 bis 1989 einer der stellvertretenden Leiter der Untersuchungsabteilung IX/9 zu Verfahren von Vorkommnissen des "staatsfeindlichen Menschenhandels", des "ungesetzlichen Verlassens der DDR" sowie der "ungesetzlichen Verbindungsaufnahme" und aller Delikte im Zusammenhang mit der Republikflucht in der DDR.

Der 1930 in Schweizerthal (Kreis Rochlitz) geborene Heinz Schröck trat nach einer Ausbildung zum Frisör mit 21 Jahren in den Dienst des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).

Zunächst fungierte er in der Hauptabteilung I, die für die Abwehrarbeit innerhalb der Nationalen Volksarmee (NVA) und der Grenztruppen tätig war.

1959 wurde er in die Untersuchungsabteilung (HA IX) nach Berlin-Hohenschönhausen versetzt. Dort war er in der für die Bekämpfung der Republikflüchtigen zuständigen Hauptabteilung IX/9 zunächst Hauptsachbearbeiter, dann Referatsleiter.

1968 wurde er schließlich stellvertretender Abteilungsleiter und begann im selben Jahr ein Jura-Studium, welches er 1975 als Diplom-Jurist abschloss. Zwei Jahre zuvor erfolgte seine Beförderung zum Oberstleutnant.

Seit Anfang der siebziger Jahre befand er sich in ständiger ambulanter ärztlicher Behandlung. In seiner Beurteilung stellte sein Vorgesetzter – der Leiter der HA IX/9 Jürgen Wolf - fest, dass Schröck den „hohen, andauernden physischen und psychischen Belastungen nicht mehr voll gewachsen“ sei.

Im April 1989 wurde er deshalb von seiner Funktion als Vize-Abteilungsleiter entbunden.


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